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Deutsche verlieren Vertrauen in gesetzliche Rente

Bildbeschreibung: Eine ältere Seniorin von hinten fotografiert.
Foto: © y Jonathan Cooper

Der aktuelle Altersvorsorge-Index setzt seinen Abwärts-Trend weiter fort. Der Index wird seit einem Jahr halbjährlich vom Deutschen Institut für Vermögensbildung und Alterssicherung (DIVA) erhoben. Aus einer Befragung von rund 2.000 Bürgerinnen und Bürgern zur aktuellen Lage sowie zu künftigen Erwartungen ermittelt der Index die Grundstimmung in der deutschen Bevölkerung zur Altersvorsorge insgesamt. Mit möglichen Werten zwischen -100 und 100 ist der Index mit -0,4 nun erstmals in den negativen Bereich abgerutscht und zeugt von weiter abnehmendem Vertrauen. Vor einem Jahr lag er noch bei 3,8 Punkten, war aber im Frühjahr 2021 bereits auf 1,7 gefallen.

Am eklatantesten fiel der Vertrauensschwund bei der gesetzlichen Altersvorsorge aus: 58,5 Prozent der Befragten und damit knapp fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr gehen davon aus, dass sich das Versorgungsniveau in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren verschlechtern wird.

"Bei den Bürgern steigt das Bewusstsein, dass die gesetzliche Rente ohne schmerzhafte Anpassungen bei Eintrittsalter, Rentenhöhe und Beitragssatz nicht länger finanzierbar sein wird", bewertet Professor Dr. Michael Heuser, Wissenschaftlicher Direktor des DIVA, die Ergebnisse. "Dazu hat sicher auch die massive Medienpräsenz des Themas Rente in der heißen Phase des Wahlkampfs beigetragen."

Laut Heuser zeigen sich die Bürger mit Blick auf die Entwicklung des Altersvorsorge-Index realistischer als die Politik: "Anstelle von unvermeidlichen Einschnitten haben die Wahlprogramme teilweise Stabilität der gesetzlichen Rente suggeriert, die mit der demographischen Entwicklung nicht in Einklang zu bringen ist - wohl aus Sorge um den Verlust von Wählerstimmen bei den Älteren."

Die Altersgruppe der 50- bis 65-Jährigen ist seit Beginn der Indexberechnung durchgängig am pessimistischsten eingestellt. In der aktuellen Erhebung spitzt sich deren negative Beurteilung nochmals deutlich zu. "Überraschend ist das nicht - schließlich handelt es sich bei dieser Altersgruppe um die Baby-Boomer, die bald zahlreich das Renteneintrittsalter erreichen werden und sich berechtigterweise um die Finanzierung ihrer Rente sorgen", sagt Dr. Helge Lach, Vorstand des Bundesverbands Deutscher Vermögensberater (BDV).

Die größten Sorgen müssten sich aber weniger die Baby-Boomer selbst machen. Vielmehr seien es deren Kinder, die mit erheblichen Zusatzbelastungen zur Finanzierung der Renten ihrer Eltern rechnen müssten - sei es durch höhere Beiträge oder Steuerzuschüsse.

Für Lach ergibt sich hieraus ein klarer Handlungsbedarf: "Wir sind nun an einem Punkt angelangt, an dem die Rentengeschenke der zurückliegenden Legislatur auf den Prüfstand gestellt werden müssen. Ohne Einschnitte bei den Renten der geburtenstarken Jahrgänge wird es nicht gehen, wenn der Anspruch auf Generationengerechtigkeit halbwegs ernst genommen wird. Die Bevölkerung scheint das zu wissen, die Politik hingegen scheut sich vor notwendigen Reformen", so Lach.

Für die Berechnung des Index wurden 2.000 Personen in Deutschland von INSA-CONSULERE im Auftrag des DIVA befragt.

Quelle: Diva - ots - news aktuell

Autor: Redaktion über ots - news aktuell



Kommentare (2)

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Welcher Lobby gehört den der Autor dieses Beitrages an? Klingt nach Versicherung...
Da ist so ziemlich alles falsch, was behauptet wird. Ich will jetzt nicht von Fremdleistungen reden die aus Rentenbeiträgen für fremde Zwecke bezahlt werden, oder...

Welcher Lobby gehört den der Autor dieses Beitrages an? Klingt nach Versicherung...
Da ist so ziemlich alles falsch, was behauptet wird. Ich will jetzt nicht von Fremdleistungen reden die aus Rentenbeiträgen für fremde Zwecke bezahlt werden, oder an Personen die nie eingezahlt haben und über den nicht ausreichenden Zuschuss für diese Entnahmen - seit 1957 etwa 900 Milliarden. Oder an die fürstliche Ausstattung der Beamten & Politiker, und andere mit eigenen Versorgungswerken - genannt Pensionen durchschnittlich um die 70%, Renten bei 48%. Die die am wenigsten bekommen, finanzieren die Pensionen auch noch mit.
Da kann sich nun jeder seinen Reim darauf machen. Solange die Rentner nicht in Massen auf die Strasse gehen, wird sich daran auch nichts ändern.

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Ritchy059
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Sehr geehrter Ritchy059

wenn Sie andere Umfrageergebnisse haben, wären wir sehr dankbar, wenn Sie diese unserer Redaktion zukommen lassen könnten.

Redaktion
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