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Assistenzhund unerwünscht: Einsicht vom Hotel erst nach Schlichtungsstelle

Bildbeschreibung: Ein Mann mit einem Blindenstock und einem Blindenhund
Foto: © Gustavo Fring

Menschen mit bestimmtem körperlichen Beeinträchtigungen wie eine Sehbehinderung, haben oft ihre vierbeinigen Begleiter bei sich, den Assistenzhund. Doch es ist nicht selbstverständlich, dass diese auch überall mit rein dürfen, obwohl diese für betroffene oft ein notwendiges und unabdingbares Hilfsmittel zur gesellschaftlichen Teilhabe sind. Ein Beispiel sind die Geschehnisse von Jennifer Sonntag, die ihren Assistenzhund mit in ein Restaurant eines Hotels nehmen wollten, ihr dieser Besuch aber verwehrt wurde.

Es zeigt sich aber auch, dass es in solchen Situationen hilft, sich an entsprechende Schlichtungsstellen zu wenden, denn am Ende hat das Hotel Einsicht gezeigt. "Dank der unterstützenden Stellen hat sich die Hotelleitung nun entschuldigt und versprochen, das Personal entsprechend in allen Bereichen des Hotelbetriebes zu schulen. Immer ärgerlich, wenn es dazu eine Schlichtungsstelle braucht, aber ich bin meiner Schlichterin sehr dankbar, dass sie den Dialog ermöglichte.", betonte Jennifer Sonntag.

Aber was war geschehen?

Jennifer Sonntag schilderte den Fall so: "Leider sind die verbesserten Zutrittsrechte für Assistenzhunde noch nicht in allen gesellschaftlichen Bereichen angekommen. Das bekamen mein Blindenführhund Paul und ich vergangenes Wochenende schmerzlich bei einem Hotelaufenthalt zu spüren. Das Hotelpersonal ließ nicht locker, uns aus dem Speisesaal zu "bitten". Dabei hatte ich mich so darauf gefreut, an diesem verlängerten Wochenende mal wieder in Gesellschaft zu sein und meine Behinderungen auch mal zu vergessen. Am Ende aß ich jedoch tief traurig mit Paul im Zimmer, ohne meine Familie, und statt meine Schmerzen zu vergessen, erlitt ich vor lauter Ärger einen schweren Schmerzschub. Dabei war ich richtig stolz auf Paul, da er sich auch nach der langen Coronapause in Gesellschaft wirklich lieb verhielt. Auch muss ich immer an die Worte meiner Trainerin denken, die mir als wichtiges inklusionsanliegen mitgab, dass jedes in der Öffentlichkeit sichtbare Assistenzhund-Team der Akzeptanz in der Gesellschaft weiterhilft. Von der aktuellen Gesetzeslage war das Personal nicht zu überzeugen. Argumente der Mitarbeitenden im Speisesaal waren, dass der Hund mich ja ohnehin nicht mit dem Essen bedienen könne und dass andere Gäste sich beschwert hätten. Willkommen und wohl konnte ich mich nach der schließlich fünften Ermahnung durch das Personal bezüglich meines Hundes dann nicht mehr fühlen. Ich fragte mich, wer so gemein ist, und einem blinden Menschen nicht gönnt, mit seinen Lieben beisammen und mit seinem Hilfsmittel sichtbar zu sein. .... "

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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