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Behinderung als Armutsrisiko

Bildbeschreibung: Eine Frau in einem Rollstuhl.
Foto: © Marcus Aurelius

Immer mehr Menschen in Niedersachsen sind armutsgefährdet. Das betrifft neben Alleinerziehenden und Älteren vor allem auch Menschen mit Behinderung. Darauf macht der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen im Rahmen seiner Kampagne „Wie groß ist dein Armutsschatten?“ mit einer Aktion aufmerksam.

Gerade Menschen mit Behinderung tragen ein deutlich höheres Armutsrisiko als Menschen ohne Behinderung. Außerdem sind sie doppelt so häufig arbeitslos – und das auch deutlich länger. Und wer in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung arbeitet, ist darüber hinaus komplett vom allgemeinen Mindestlohn, geschweige denn von einem Tariflohn, abgekoppelt. „Diese Ungerechtigkeiten sind schon lange bekannt. Doch unternommen hat die Politik bislang noch viel zu wenig. Das muss sich ändern“, beschreibt der SoVD-Landesvorsitzende Bernhard Sackarendt.

Mit einer Bodenzeitung, roten lebensgroßen Figuren und zahlreichen Informationen macht die SoVD-Kampagne auf dem Kröpcke Halt.

Immer mehr Menschen in Niedersachsen sind von Armut bedroht – viele von ihnen wissen es allerdings nicht. Um für dieses Thema zu sensibilisieren, hat der SoVD in Niedersachsen die Kampagne „Wie groß ist dein Armutsschatten?“ gestartet. „Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass aufgrund der Pandemie noch viel mehr Menschen armutsgefährdet sind und die Problematik wirklich jeden etwas angeht“, betonte der SoVD-Landesvorsitzende Bernhard Sackarendt während der Aktion vor dem Landtag.

„Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass aufgrund der Pandemie noch viel mehr Menschen armutsgefährdet sind und die Problematik wirklich jeden etwas angeht“, betonte der SoVD-Landesvorsitzende Bernhard Sackarendt während der Aktion vor dem Landtag. Deshalb sei die Politik jetzt zum dringenden Handeln aufgefordert.

Wie das gelingen könnte, zeigen die Forderungen, die Niedersachsens größter Sozialverband an die Sozialministerin Dr. Carola Reimann übergab: Unter anderem müssten der Niedriglohnsektor eingedämmt, der soziale Wohnungsbau ausgebaut und Pflegeleistungen konsequent anerkannt werden. „Nur so kann verhindert werden, dass Menschen später in Armut rutschen“, ist sich Sackarendt sicher. Die Politik dürfe hier nicht länger die Augen verschließen.

Auch die Sozialministerin sieht dringenden Handlungsbedarf – vor allem durch die Corona-Krise verschärften sich Probleme wie unter einem Brennglas. „Wir versuchen in vielen Punkten Dinge zu bewegen“, so Reimann. Dabei seien vor allem flächendeckende Tariflöhne, eine Kindergrundsicherung und die Deckelung des Eigenanteils in der Pflege wichtig. Mehr Informationen zu der Kampagne gibt es unter www.armutsschatten.de.

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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