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Nur mit echter Partizipation von Menschen mit Behinderungen können die Menschenrechte der Betroffenen realisiert werden

Bildbeschreibung: Verena Bentele und Horst Frehe bei der Staffelübergabe auf dem Podium
Foto: Verena Bentele und Horst Frehe bei der Staffelübergabe auf dem Podium | © DBR

Anlässlich des UN-Welttages der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember hat der Deutsche Behindertenrat (DBR) mit Menschen aus ganz Deutschland über die konkreten Perspektiven und Erfolgsfaktoren von Partizipations- und Mitbestimmungsmöglichkeiten diskutiert. Bei der Mitgestaltung, Mitbestimmung und Miteinbeziehung von Menschen mit Behinderungen bedarf es nach Meinung der Teilnehmenden verbindlicher Standards, die Transparenz und einen fairen Austausch auf Augenhöhe garantieren. Außerdem bedarf es der Sensibilisierung der Gesellschaft in allen Bereichen - Verwaltung, Arbeitgeberseite sowie Inklusion von Anfang an und lebenslang.

Vor 10 Jahren wurde die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) von Deutschland ratifiziert. Sie ist damit geltendes Recht. Ein Wesensmerkmal der UN-BRK ist die Verpflichtung aller staatlichen Stellen, die Partizipation von Menschen mit Behinderungen zu realisieren. Nur so kann dieses weltweite Übereinkommen für behinderte Menschen menschenrechtskonform umgesetzt werden.

Traditionell wird auf dieser Veranstaltung der Staffelstab für den Vorsitz des Sprecherrates weitergegeben. Für 2020 übergab Horst Frehe von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. den Staffelstab an die neue Sprecherratsvorsitzende Verena Bentele, Präsidentin vom Sozialverband VdK, um die Koordination der politischen Arbeit des DBR fortzuführen.

„Wir müssen Bündnisse schmieden und behinderte Menschen sind von Anfang an bei allen Prozessen einzubeziehen“, kündigt Bentele Ihre Vorhaben in Zusammenarbeit mit den Mitgliedsverbänden des DBR für das nächste Jahr an. Zu den bearbeitenden Themen werden unter anderem die barrierefreie Gesundheitsversorgung, die Umsetzung der Antidiskriminierungsrichtlinie, ein inklusiver Arbeitsmarkt, eine höhere Ausgleichsabgabe für Unternehmen und die Anpassung der Steuerpauschbeträge für behinderte Menschen sein.

Der DBR ist ein Aktionsbündnis der Behindertenverbände, Selbsthilfe- und Selbstvertretungsorganisationen in Deutschland und engagiert sich seit vielen Jahren für die Rechte von Menschen mit Behinderungen. Im DBR haben sich über 140 Organisationen behinderter und chronisch kranker Menschen vereinigt. Das Bündnis repräsentiert über 2,5 Millionen Betroffene. Für das Jahr 2020 hat der Sozialverband VdK den Vorsitz im Sprecherrat des DBR übernommen. Vorsitzende des Sprecherrats ist im kommenden Jahr VdK-Präsidentin Verena Bentele.

Autor: ISL e.V / © EU-Schwerbehinderung



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