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Heimfinder wird Erwartungen der Pflegebedürftigen leider enttäuschen

Bildbeschreibung: Jemand hält in einer Hand eine Kugel in der ältere Personen zu sehen sind.
Foto: © Gerd Altmann

er bpa fordert Absicherung und Ausbau von Pflegeheimplätzen im Land. Nach Ansicht des Bundesverbands privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) wird der neue "Heimfinder" in Nordrhein-Westfalen (NRW) lediglich versorgungspolitische Probleme offenbaren: "Aufgrund von schlechten Finanzierungsbedingungen und der zunehmenden Zahl pflegebedürftiger Menschen wird es zunehmend schwieriger, einen Platz in einem Pflegeheim zu finden, und die Wartelisten werden immer länger.

Vor diesem Hintergrund wird der ,Heimfinder' in NRW bedauerlicherweise die Erwartungen der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen enttäuschen", so der Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. (bpa) in NRW, Christof Beckmann, der hinzufügt: "Er wird dokumentieren, welche versorgungspolitischen Probleme wir im Land in der Pflege haben, und zu weiterem Bürokratieaufbau bei den Pflegeeinrichtungen führen, die nun täglich melden müssen, dass sie über keinen belegbaren Pflegeplatz verfügen", so Beckmann weiter.

Ursache dieser Entwicklung seien schlechtere Finanzierungsbedingungen der Pflegeeinrichtungen, die Neubaumaßnahmen behinderten und den aktuellen Bestand der gut 170.000 Pflegeplätze im Land gefährdeten. Allein im kommenden Jahr drohten vielen Pflegeheimen Kürzungen der Investitionskosten um bis zu 30 Prozent, und viele Betreiber mit gemieteten Pflegeimmobilien könnten ihren Mietverpflichtungen gegenüber ihren Vermietern nicht mehr nachkommen. "Trotz der Rekordzahlen bei den Beschäftigten in der Altenpflege wachsen die Versorgungslücken mit Blick auf die stark steigende Zahl pflegebedürftiger Menschen", erläutert Beckmann.

Um Pflegebedürftige und ihren Angehörigen wirksam zu unterstützen und zu entlasten, dürften die bestehenden Pflegeplätze im Land in keinem Fall gefährdet werden. Darüber hinaus müssten neue Plätze in ausreichendem Umfang entstehen. Dazu bedarf es nach Auffassung des bpa vertrauensbildender Maßnahmen der Politik, die Pflegeeinrichtungen im Bestand in ihrer wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit absichern und zusätzliches Engagement privater Investoren und Pflegeunternehmen fördern.

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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