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Stellungnahme der Leopoldina zur medizinischen Versorgung in der Coronavirus-Pandemie

Bildbeschreibung: Zwei Ärzte in einem OP-Saal
Foto: © Engin Akyurt

Der VLK unterstützt die Feststellung, dass die Pandemie die besondere Systemrelevanz unseres Gesundheitssystems und dabei insbesondere der Krankenhäuser zur Daseinsvorsorge in der Beherrschung der außergewöhnlichen Herausforderungen der Krise unter Beweis gestellt hat. In einer Pressmitteilung teilt der VLK zur Stellungnahme der Leopoldina mit: Der VLK begrüßt auch die Forderung nach einem zukünftig mehr patientenorientierten, qualitätsgesicherten und weniger gewinnorientierten Gesundheitssystem und damit einhergehende Reformvorschläge für die zukünftige Gestaltung des DRG-Systems.

Die Bedeutung der Universitätsmedizin ist in der Forschung und Translation der Ergebnisse in die Behandlung unumstritten. Ihr Anteil an der Versorgung ist im high care Bereich mit Organersatztherapie hoch, wird aber insgesamt in der Stellungnahme weit überschätzt. Das zeigt allein der Zahlenvergleich zwischen ca. 40 Universitätsklinika in Deutschland und aktuell 1273 meldenden Krankenhäusern im DIVI IntensivRegister.

Die angesprochenen Rahmenbedingungen zur Wiederaufnahme des Regelbetriebs bedürfen einer wichtigen Ergänzung. Die notwendige Einhaltung krankenhaus-hygienischer Konzepte zur Infektionsprävention gegen das Coronavirus zwingt auch in den Kliniken zu Abstandsregeln, so dass weite Teilbereiche ungenutzt bleiben müssen (z.B. durch Umwidmung von Zweibettzimmern in Einbettzimmer). Dies erhöht die Kosten erheblich und macht eine Verlängerung des finanziellen Schutzschirmes für die Kliniken auf längere Sicht nötig.

Die Diskussion über eine Krankenhausstrukturreform für die langfristige Gestaltung des Gesundheitssystems ist durch die Krise nicht beendet. Aber eines hat sie sicher gezeigt: eine flächendeckende Versorgung mit Reservekapazitäten hat sich enorm bewährt. Damit sind frühere Vorschläge zu einer radikalen Zentralisierung und Reduktion von Betten obsolet geworden.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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