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Huml nimmt seelische Gesundheit in Zeiten der Corona-Pandemie in den Fokus

Bildbeschreibung: Eine Frau die Sport macht.
Foto: © Christopher Campbell

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml will die Menschen im Freistaat dafür sensibilisieren, während der Corona-Pandemie auf ihre psychische Gesundheit zu achten. Huml betonte am Pfingstmontag: "Jeden Einzelnen von uns stellt die Corona-Pandemie vor ganz persönliche Herausforderungen. Corona hat unser Leben stark verändert. Die meiste Zeit zu Hause zu verbringen, eventuell nicht mehr zur Arbeit gehen zu können und nur noch eingeschränkte Kontaktmöglichkeiten zu haben, war und ist für alle Menschen eine neue, zum Teil psychisch sehr belastende Situation."

Die Ministerin ergänzte: "Deshalb ist es wichtig, jetzt ganz besonders auf die eigene psychische Gesundheit zu achten. Bei Menschen mit psychischen Erkrankungen können während dieser Zeit Ängste oder depressive Beschwerden noch zunehmen. Deshalb wollen wir die Öffentlichkeit verstärkt für mögliche psychische Folgen der Corona-Pandemie sensibilisieren und motivieren, aktiv etwas für die eigene psychische Gesundheit zu tun, sowie auf unsere Mitmenschen zu achten."

Huml unterstrich: "Aus diesem Grund weiten wir unsere erfolgreiche Kampagne 'Bitte stör mich – Aktiv gegen Depressionen' aus dem Jahr 2016 auf das Thema Corona aus. Über Social-Media, Fernsehen, Radio, digitale Außenwerbung und Printmedien laufen ab seit 28. Mai bayernweit unser Kampagnenfilm sowie Anzeigentexte. Damit wollen wir verdeutlichen: Wir lassen Sie auch während der Corona-Pandemie nicht allein!"

Huml fügte hinzu: "Gerade Menschen mit psychischen Störungen können durch die momentane Ausnahmesituation besonders gefordert sein. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir diesen Menschen verstärkt Hilfe und Unterstützung anbieten."

Die Ministerin betonte: "Der Bayerischen Staatsregierung ist es seit Jahren ein wichtiges Anliegen, psychische Erkrankungen aus der Tabuzone zu holen und Menschen in psychischen Krisen frühzeitig zu helfen. Dafür gibt es bereits jetzt eine Reihe von Angeboten. Von zentraler Bedeutung ist die landesweite Einführung von Krisendiensten für Menschen in psychischen Notlagen, die im Rahmen des Bayerischen Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes vorgesehen ist. Bislang steht dieses niedrigschwellige psychosoziale Hilfeangebot bereits in den Bezirken Oberbayern und Mittelfranken zur Verfügung. Ab Juli 2021 sollen die Krisendienste bayernweit und rund um die Uhr erreichbar sein."

In jedem Bezirk besteht der Krisendienst dabei aus einer Leitstelle sowie mobilen Einsatzteams. Die Kosten für den Betrieb der sieben Leitstellen werden auf jährlich bis zu 8,5 Millionen Euro geschätzt und zusätzlich zu den Aufbaukosten vom Freistaat getragen, während die Kosten der mobilen Krisenteams von den Bezirken übernommen werden.

Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten zum Krisendienst Mittelfranken können der Website www.krisendienst-mittelfranken.de, zum Krisendienst Psychiatrie Oberbayern der Website www.krisendienst-psychiatrie.de entnommen werden. Darüber hinaus hat das bayerische Gesundheitsministerium einige zusätzliche Hilfeangebote und Tipps auf seiner Homepage zusammengestellt.

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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