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Studie: Deutschland weit fehlen 100.000 Pflegeassistenten

Bildbeschreibung: Eine Frau mit einer Mundmaske.
Foto: © Oleg Magni

Bundesweit werden rund 100 000 zusätzliche Pflegeassistenzkräfte in Vollzeit benötigt, laut einer Studie der Universität Bremen. „Eine vollständige Umsetzung wird in stationären Einrichtungen der Langzeitpflege zu Mehrpersonal von zusätzlich gut einem Drittel der heutigen Belegschaft führen. Das sind bundesweit rund 100.000 Vollzeitstellen.

Dabei werden hierzu weit überwiegend Pflegeassistenzkräfte mit einer Ausbildung im Umfang von ein oder zwei Jahren nach Landesrecht einzusetzen sein“, sagt Professor Heinz Rothgang vom SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik, der Leiter des Projektes. „Das Personalbemessungsinstrument ist jetzt bereit für eine gestufte Einführung die schon seit längerer Zeit in der Vorbereitung ist“, erklärt der Studienleiter weiter. So haben sich in der „Konzertierte Aktion Pflege“ (KAP) die beteiligten Akteure in der Langzeitpflege einschließlich dreier Bundesministerien bereits 2019 darauf verpflichtet, das Personalbemessungsverfahren nach Abschluss des Projektes in geeigneten Schritten gemeinsam zügig anzugehen.

„Die Ergebnisse zeigen – im Verhältnis zur heutigen Personalausstattung der Pflegeheime – durchgehend Pflegepersonalmehrbedarfe“, so Professor Rothgang. Diese Personalmehrbedarfe seien abhängig vom Bewohnermix und der Ausgangspersonalausstattung. In ganz Deutschland benötigen die Pflegeheime dringend Pflegekräfte. Nach Qualifikationsniveaus differenziert entstehen sehr unterschiedliche Effekte: Bezogen auf die derzeitige bundesdurchschnittliche Personalausstattung gemäß den landesspezifischen Pflegepersonalschlüsseln liegt der Pflegepersonalmehrbedarf bei 69 Prozent für die Assistenzkräfte und bei 3,5 Prozent für die Fachkräfte.

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Für die Pflegeheime ist ein erster Einführungsschritt bereits im Entwurf eines Versorgungsverbesserungsgesetzes enthalten, das derzeit beraten wird. „Der Gesetzentwurf beinhaltet die Bereitstellung von zusätzlichen bis zu 20.000 Pflegeassistenzkraftstellen ab dem Jahr 2021.“ Mit diesem ersten Einführungsschritt beginnt die Bundesregierung Professor Rothgang zufolge eine Empfehlung des Forscherteams umzusetzen. Danach soll ein stufenweiser Personalaufbau verbindlich eingerichtet werden und gleichzeitig in einem Modellprojekt die Qualitätswirksamkeit von Mehrpersonal unter einer begleitenden Personal- und Organisationsentwicklung erforscht werden.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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