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Psychische Erkrankungen häufigste Grund für Frühverrentungen

Bildbeschreibung: Ein Mann der gestresst schaut.
Foto: © Andrea Piacquadio

Psychische Erkrankungen sind mit steigender Tendenz der häufigste Grund für Frühverrentungen und die zweithäufigste Ursache für Krankheitstage im Beruf. Das Aktionsbündnis „Deutscher Reha-Tag“ aus 20 bundesweit tätigen Organisationen und Verbänden will mehr Verständnis und offenheit für Erkrankte erreichen

Rund 18 Millionen Menschen in Deutschland sind jedes Jahr von Angststörungen, Depressionen oder Störungen durch Alkohol- oder Medikamentengebrauch betroffen, so das Aktionsbündnis. Nach einer aktuellen Krankenkassenstatistik verursachten psychisch bedingte Krankschreibungen im vergangenen Jahr durchschnittlich 260 Fehltage pro 100 Versicherten. So viele wie nie.

Das Aktionsbündnis stellt deshalb die Rehabilitation psychischer Erkrankungen in den Mittelpunkt seiner diesjährigen Aktivitäten. Unter der Schirmherrschaft von Peter Weiß, Vorsitzender der Arbeitnehmergruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Vorsitzender der Aktion Psychisch Kranke e.V., will das Bündnis erreichen, dass in Politik und Gesellschaft ein Umdenken einsetzt und eine neue Offenheit für den Umgang mit psychischen Erkrankungen erreicht wird. Denn nach wie vor würden psychische Erkrankungen anders als körperliche Beeinträchtigungen gewertet. Häufig würden Patienten aufgrund ihrer Erkrankung eine Stigmatisierung im beruflichen und familiären Umfeld erfahren. Das könne dazu führen, dass sich psychisch kranke Menschen noch weiter isolieren, ihre Erkrankung verschweigen und somit auch keine Behandlung in Anspruch nehmen. Dabei könne eine frühe Diagnose und eine entsprechende Therapie den Patienten helfen, wieder aktiv am Leben teilzunehmen. Peter Weiß hebt die Gefahr hervor, die sich aus der aktuellen Krisenzeit ergeben kann:

„Gerade Krisenzeiten, wie wir sie aktuell erleben, können für psychisch Kranke zur Gefahr werden. Therapieangebote können teilweise nur eingeschränkt wahrgenommen werden, die Krise kann Ängste wieder hervorrufen oder dazu führen, dass Menschen vereinsamen. Ich bin froh, dass der Deutsche Reha-Tag in diesem Jahr den Schwerpunkt auf die Rehabilitation psychisch Kranker gelegt hat. Nach wie vor erfährt diese Krankheit in der Gesellschaft zu wenig Beachtung. Dabei ist eine Öffnung in der Gesellschaft für das Thema wichtig, um eine gute Teilhabe der Erkrankten zu ermöglichen.“

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Der „Deutsche Reha-Tag“ wird von einem Kreis aus 20 Organisationen und Verbänden der Leistungserbringer und Leistungsträger der medizinischen, beruflichen und sozialen Rehabilitation getragen. Der Initiatorenkreis hat den vierten Samstag im September zum Deutschen Reha-Tag erklärt, an dem Kliniken, Einrichtungen und Organisationen der Rehabilitation bundesweit über die Bedeutung der Rehabilitation für die medizinische Versorgung informieren. Die Deutsche Vereinigung für Rehabilitation zählt zum Kreis der Organisationen, die den Deutschen Reha-Tag ideell unterstützen.

Die Auftaktveranstaltung ist aufgrund der Corona-Pandemie auf den 24. Februar 2021 verschoben worden. Sie findet nach wie vor in der Klinik für Psychosomatische Medizin, Alexianer Krefeld GmbH in Krefeld statt. Weitere Informationen zum Hintergrund und zu den Veranstaltungen des Reha-Tags siehe unter www.rehatag.de.

(Quelle: Deutscher Reha-Tag)

Autor: DVfR / © EU-Schwerbehinderung



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