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Gemeinsam füreinander und miteinander lehren und lernen

Bildbeschreibung: Jemand der an einem Bildschirm etwas zeigt.
Foto: © FFH Münster

Pädagogisch-Psychologische Diagnostik und Berufspädagogik sind die ersten Module, mit denen Prof. Dr. Thomas Prescher gestartet ist: Zu diesem Sommersemester hat die FH Münster den promovierten und habilitierten Pädagogen an den Fachbereich Gesundheit berufen. Er vermittelt unter anderem berufsfelddidaktische Ansätze zur Entwicklung von patientenprozessorientierten Lernsituationen in den Fachrichtungen Pflege, Therapie und Rettungsdienst.

Aber statt nur Prüfungsrelevantes beizubringen, sei lebendiges und nachhaltiges Lernen der Studierenden sein Anliegen. „Ich würde mich freuen, wenn es mir gelingt, dass sie Lust daran gewinnen, an Berufsschulen des Gesundheitswesens zu unterrichten“, sagt der 43-Jährige, der vor allem in der Fachrichtung „Ausbildung für den Rettungsdienst“ Didaktik für Gesundheitsberufe lehren wird.

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„Dafür braucht es eben nicht nur das nötige Handwerkszeug. Meinem pädagogischen Verständnis liegt eine fragende und wertschätzende Haltung zugrunde. Ich integriere in den Lehrveranstaltungen die Selbsterfahrungen der Studierenden, sodass sie Positionen beziehen und sich der Frage stellen können, was sie anderen eigentlich als Lehrerin oder Lehrer zu geben haben. Die Kunst ist, sich im Berufsschulunterricht zwar in den Mittelpunkt zu stellen, sich aber nicht als Mittelpunkt zu empfinden. Mir macht am meisten Spaß, gemeinsam füreinander und miteinander zu lehren und zu lernen. Dies möchte ich auch die Studierenden erfahren lassen.“

Wie dies gelingen kann, schildert er an praktischen Beispielen in seinem im Frühjahr erscheinenden Buch „Die Flamme des Lehrens“, in dem er für den Lehrberuf an Berufsschulen begeistern möchte, denn: „Begeisterung ist nicht delegierbar, Verantwortung, dafür kann ich nur selbst übernehmen.“ Dafür sei die Qualität der Beziehungen zu sich selbst, zu den Schülerinnen und Schülern, zum Unterrichtsgegenstand und insbesondere zum Unterrichten selbst am wichtigsten. „Wer dies meistert, hat einen guten Fahrplan für Berufszufriedenheit.“ Für ihn selbst gehören dazu auch Weiterbildungen. „Ich gönne mir den Luxus, mir den Geist des Anfängers zu bewahren und immer auch Schüler zu bleiben.“

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Personalentwicklung, Aus- und Weiterbildung als Bildungskoordinator und Trainer von Fach- und Führungskräften waren Preschers berufliche Handlungsfelder, zuletzt lehrte er an der SRH Wilhelm Löhe Hochschule in Fürth Berufspädagogik. Sein besonderes Interesse zur Lehre an Rettungsdienstschulen und zur Rettungswissenschaft möchte er weiterverfolgen. „Die FH Münster ist dafür eine forschungsstarke Hochschule, durch die sich sicherlich einige Türen für spannende Forschungsprojekte öffnen werden.“

Noch läuft die Lehre online. Im Sommer zieht der Vater zweier Töchter mit seiner Familie ins Münsterland und hofft, dass er dann bald die Studierenden auch in Präsenz kennenlernen kann.

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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