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Chronische Körperbeschwerden? Auf der Suche nach Erklärungen

Bildbeschreibung: Frau die starke Schmerzen hat und sich in die Haare greift
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

Die SOMA-Studie der Abteilung Klinische Psychologie, Psychotherapie und Experimentelle Psychopathologie des Psychologischen Instituts der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat von Februar 2018 bis Februar 2020 untersucht, wie Menschen mit chronischen Körperbeschwerden auf emotional negative Ereignisse reagieren und mit negativen Emotionen umgehen, also welche Emotionsregulationsstrategien sie nutzen. Wie erste Ergebnisse zeigen, berichteten Personen mit chronischen Körperbeschwerden zwar über intensivere negative emotionale Reaktionen im Alltag als Personen ohne chronische Beschwerden, sie wiesen jedoch keinerlei Defizite im Bereich der Emotionsregulationsfähigkeiten auf. Interessanterweise empfanden Personen mit Körperbeschwerden die Anwendung hilfreicher Emotionsregulationsstrategien jedoch als etwas mühsamer. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass emotionale Schwierigkeiten möglicherweise nicht auf Kompetenzdefizite im Bereich der Emotionsregulation zurückzuführen sind, sondern hilfreiche Regulationsstrategien aufgrund von erhöhtem Kraft- und Ressourcenaufwand bei chronischen Körperbeschwerden vielleicht weniger angewendet werden. Diese Erkenntnisse sind hilfreich für die Optimierung bestehender Therapieangebote.

Eine Nachfolgestudie unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Witthöft untersucht nun den Zusammenhang zwischen dem Erleben chronischer Körperbeschwerden und der Fähigkeit, eigene Körpersignale wahrzunehmen. Für diese Studie werden noch Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht. Teilnehmen können Personen mit chronischen Körperbeschwerden im Alter von 18 bis 70 Jahren, die deutliche Beeinträchtigungen oder Ängste bezüglich ihrer körperlichen Beschwerden im Alltag erleben.

Die Teilnahme an der Studie wird mit einer Aufwandsentschädigung von 6 Euro pro angefangener halber Stunde vergütet, maximal jedoch mit 30 Euro. Sie setzt sich aus zwei Teilen zusammen - einem Telefonat mit Fragen zum psychischen Wohlbefinden sowie einer Untersuchung in den Räumen des Psychologischen Instituts in der Wallstraße 3, nahe des Mainzer Hauptbahnhofs.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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