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Barrieren in der Kulturbranche einreißen.

Bildbeschreibung: Person an einem Notebook
Foto: © Alex Kotliarskyi

Alle Menschen sollen Theater erleben können, alle sollen Konzerte erleben können oder andere Kultur-Veranstaltungen. Das klingt selbstverständlich, doch ist es nicht. Immer noch sind viele Kulturveranstaltungen für Menschen mit Behinderungen, aufgrund von Barrieren, nicht erreichbar. Barrierefreiheit und damit die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, ist eben immer noch nicht überall gegeben.

Mit der Corona-Krise hat sich vieles aus der Kulturbranche in das Internet verlagert. Ob Konzerte, Theatervorführungen oder einfach der online gestreamte Film einer Streaming Plattform. Corona zwingt uns dazu, kulturelle Erlebnisse näher in die eigenen vier Wände zu holen. Aber auch hier gibt es Barrieren.

Die Initiative “KuDiBa - Kultur Digital Barrierefrei” macht darauf aufmerksam und will mehr tun: „Kultur Digital Barrierefrei“ ist eine gemeinsame Initiative von Handiclapped-Kultur Barrierefrei e.V. und MusicTech Germany e.V. mit dem Ziel die Teilhabe an Kulturveranstaltungen für Menschen mit Beeinträchtigungen zu verbessern. Am 27. November findet der erste inklusive Online-Hackathon statt. Dort sollen Prototypen für digitale Hilfsmittel entwickelt werden, um bestehende Barrieren beim Zugang zu Kulturveranstaltungen abzubauen Die Ergebnisse werden am 3. Dezember, dem „Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen“ vorgestellt.

Im Zuge der von der Regierung beschlossenen Corona-Einschränkungen können zurzeit keine Präsenz-Kulturveranstaltungen stattfinden. Dies führt zu einer äußerst prekären Situation für die gesamte Branche und bedroht eine Vielzahl von Existenzen. Der Stillstand kann aber auch dazu genutzt werden bestehende Strukturen zu überdenken und die Infrastruktur zu verbessern. Die fortschreitende Digitalisierung erleichtert den Zugang zu kulturellen Angeboten bereits. Doch Menschen mit Beeinträchtigungen, immerhin 10% der Bevölkerung, müssen immer noch zahlreiche Hindernisse überwinden, um daran teilnehmen zu können. Das gilt sowohl für auftretende Künstler*Innen als auch für das Publikum von Kulturveranstaltungen.

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Hier setzt das Projekt KuDiBa an. Es macht bestehende Barrieren sichtbar, stellt vorhandene Ressourcen gesammelt dar und entwickelt neue Lösungen. Am 27. November kommen Entwickler*innen und Kulturschaffende zum ersten inklusiven Online-Hackathon zusammen. In 48 Stunden entwickeln sie Prototypen für digitale Hilfsmittel auf Open-Source Basis. Eigentlich als Präsenz-Veranstaltung geplant, findet der Hackathon aufgrund der Corona-Einschränkungen nun online statt. Grundlage sind Bedarfe, die bei einer Umfrage in der Zielgruppe festgestellt wurden. Dabei halfen viele Kooperationspartner aus der Behindertenförderung.

Programmierer*innen, Designer*innen und andere Interessierte, mit und ohne Behinderung, sind dazu eingeladen am Hackathon teilzunehmen. Sie können sich ab heute bis zum 21. November über dieses Formular anmelden. Die Gewinner-Teams erhalten neben dem Wissen einen nachhaltigen Beitrag zur Vielfalt der Kulturlandschaft zu leisten zusätzlich einen Mix an Geld- und Sachpreisen.

Pünktlich zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember, wird auf der Projekt-Webseite ein „Leitfaden zur Durchführung von barrierefreien Veranstaltungen“ mit allen verfügbaren Ressourcen kostenlos zur Verfügung gestellt. Sie sollen Kulturschaffenden und Veranstalter*innen helfen Angebote, wie Konzerte, Lesungen, Theater- und Tanzaufführungen, ohne großen Aufwand, möglichst barrierefrei anzubieten, sowohl online als auch offline. So wird Kultur für mehr Menschen erlebbar.

Nicht zuletzt kann diese bisher vernachlässigte, große Zielgruppe auch zur Steigerung der Umsätze in der Kulturbranche beitragen. Das Projekt wird von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa im Rahmen des Förderprogramms Digitale Entwicklung im Kulturbereich gefördert.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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