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Bundesregierung äußert sich zu Studierende mit Behinderung

Bildbeschreibung: Eine Frau mit die Zuhause an einem Laptop arbeitet.
Foto: © Artem Podrez

Der Anteil an Studierenden mit studienerschwerender Beeinträchtigung steigt. Sei 2012 ist der Anteil von sieben Prozent auf elf Prozent im Jahr 2016 angestiegen. Das wird aus den Ergebnissen der 20. Sozialerhebung deutlich, die die Bundesregierung in ihrer Antwort Drucksache: 19/25619 auf die Kleine Anfrage der FDP-Fraktion Drucksache: 19/25086 anführt.

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In der Drucksache 19/25619 heißt es:

Studierende mit Behinderung stehen vor größeren Herausforderungen als nichtbehinderte Studierende, um ein Studium aufzunehmen und es erfolgreich abzuschließen. Teilhabe und das Recht auf Zugang zu Wissen und Bildung bedeutet neben der Schulbildung und Berufsausbildung auch die Hochschulbildung. Ein barrierefreier Zugang bedeutet barrierefreie Bauten und Technik sowie inklusiv geprägte Beratungsangebote. Inklusion ist eine Haltung, die sich auch an Hochschulen manifestieren sollte. Sowohl Artikel 3 Absatz 3 Satz 2 des Grundgesetzes als auch die UNBehindertenrechtskonvention stellen dafür den rechtlichen Rahmen. Die Belange von Menschen mit Behinderungen, seien es Studierende oder Mitarbeitende, sollten in die besondere Struktur des Lehrbetriebes an den an Universitäten oder Hochschulen für angewandte Wissenschaften/Fachhochschulen (HAW/FH) einbezogen werden.

Weiter teilt die Bundesregierung mit:

Nach den Ergebnissen der 21. Sozialerhebung (2016) ist die Studiendauer der Studierenden mit Behinderungen länger als jene der Studierenden ohne Behinderungen. So hatten 36 Prozent der Studierenden mit Behinderungen, aber nur 22 Prozent der Studierenden ohne Behinderungen mehr als zehn Hochschulsemester absolviert. Studierende mit Behinderungen unterbrechen ihr Studium mehr als doppelt so oft (32 Prozent versus 13 Prozent).

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Mit einem Schwerbehindertenausweis studieren gemäß der Studie „beeinträchtigt studieren - best2“ (Berlin, 2018) jedoch nur neun Prozent aller Studierenden mit Behinderungen. Dazu würden überproportional viele Studierende mit Sinnes- und körperlichen Beeinträchtigungen zählen.

Jens Beeck, der behindertenpolitische Sprecher der FDP, teilt dazu in einem Statement das EU-Schwerbehinderung vorliegt mit:

"Deutschlandweit studieren immer mehr Menschen mit Beeinträchtigungen. Das ist eine gute Nachricht. Doch der Weg zu echter Teilhabe an Universitäten und Hochschulen ist noch weit. Denn weder Universitäten noch Fachhochschulen und Verwaltungsfachschulen kommen ihrer Beschäftigungspflicht nach. Dabei haben Menschen mit Behinderungen unglaubliches Potential und sind ein Gewinn für Forschung und Lehre. Der Staat muss bei der Inklusion endlich mit gutem Beispiel vorangehen. Dabei darf sich auch der Bund nicht hinter der Verantwortung der Länder verstecken."

Autor: Bundestag/hib | © EU-Schwerbehinderung/Deutscher Bundestag



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