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Mit uns, statt über uns – Selbsthilfeverband PRO RETINA ermutigt Menschen mit Seheinschränkung zu politischer Partizipation

Bildbeschreibung: Der Behinderten Beauftrage Jürgen Dusel.
Foto : © Henning Schacht

Um der Vision „Mit uns, statt über uns“ wieder ein Stück näher zu kommen und mit noch mehr Power auf die Belange von Menschen mit Netzhautdegenerationen aufmerksam zu machen, ermutigt das Hauptstadtbüro der PRO RETINA am Tag der sozialen Gerechtigkeit in einem Seminar dazu, die vielfältigen Möglichkeiten der Interessenvertretung auf allen Ebenen des politischen Handelns zu nutzen. Zu Gast ist Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen.

Soziale Gerechtigkeit ist ein Ideal, das leider auch in unserer Gesellschaft noch lange nicht erreicht ist. Gerade Menschen mit Behinderungen oder seltenen Erkrankungen haben es oft sehr schwer, sich mit ihren Bedarfen und Interessen in Öffentlichkeit und Politik Gehör zu verschaffen und aktiv zu partizipieren. In politischen Diskussionen und Verhandlungen wird über sie entschieden, nicht mit ihnen, was zu Benachteiligungen im beruflichen Kontext, dem öffentlichen Leben und Alltag führt.

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„Soziale Gerechtigkeit ist nur dann möglich, wenn wirklich alle Menschen die gleichen Chancen haben, ihr Leben selbstbestimmt zu leben - unabhängig davon, ob sie eine Behinderung haben oder nicht. Für viele gibt es jedoch immer noch große Hürden bei der Teilhabe, das betrifft alle Lebensbereiche. Solange dies der Fall ist, solange es diese Barrieren gibt, können wir auch nicht von sozialer Gerechtigkeit sprechen“, betont Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen. Die Selbsthilfevereinigung PRO RETINA arbeitet seit Jahren daran, dies zu ändern.

„Soziale Gerechtigkeit geht uns alle an!“, betont der politische Referent von PRO RETINA Deutschland, Franz Badura. „Bereits kleine Aktionen im eigenen Umfeld können zu einer spürbaren Veränderung führen. Mit unserer Seminarreihe wollen wir noch mehr Menschen Mut zur politischen Partizipation machen und zeigen, wie ein jeder mit seinem persönlichen Engagement Einfluss nehmen kann.“

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Der Auftaktveranstaltung am Tag der sozialen Gerechtigkeit, bei der auch Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, zu Gast sein wird, folgt eine Reihe von Seminaren zur politischen Partizipation, die Betroffene dazu ermutigen, sich für eine inklusive, gerechte Gesellschaft einzusetzen, in der sich Menschen mit Netzhautdegenerationen mit all ihren Besonderheiten angenommen fühlen. Von der Kommune, wo durch ein politisches Mandat oder behindertenspezifische Gremienarbeit konkrete Projekte umgesetzt werden können, reicht das vorgestellte Spektrum der politischen Partizipation über die Landes- und Bundespolitik bis hin zur europäischen Ebene, wo immer mehr Gesetzgebungsverfahren angestoßen werden, die wesentlichen Einfluss auf unser Leben haben.

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Über den Tag der sozialen Gerechtigkeit

Der Tag der sozialen Gerechtigkeit wird jährlich am 20. Februar begangen und von den UN-Mitgliedsstaaten dazu genutzt, auf Ungerechtigkeiten innerhalb der eigenen Gesellschaft aufmerksam zu machen. Soziale Gerechtigkeit ist ein Grundprinzip, das jeder demokratischen Gesellschaft zu Grunde liegen sollte. Benachteiligungen aufgrund von Religion, Geschlecht, der ethnischen Zugehörigkeit oder einer Behinderung dürfen von einer sozialen Gesellschaft nicht hingenommen werden. An diesem Tag sollen Aufklärungsarbeit und Aktionen auf untragbare Zustände innerhalb bestimmter Gesellschaftsgruppen aufmerksam machen und mehr Zugang zur Teilhabe schaffen.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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