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1. Mai - Menschen mit Behinderung in Werkstätten

Bildbeschreibung: Jemand der mit einer Bohrmaschine in ein Stück Holz bohrt.
Foto: © Nikita Belokhonov

Der Erste Mai ist der Tag der Arbeit und ein gesetzlicher Feiertrag in Deutschland. Am 1 .Mai 1886 gab es in den USA einen mehrtägigen Generalstreik, dieses war der Ursprung für den Feiertag. Es sollte mit dem Streik der acht Stunden Tag durchgesetzt werden. Der Streik der erst friedlich war, eskalierte nach zwei Tagen. Dabei hatte die Polizei mehrere Menschen erschossen, wobei auch Polizei ums Leben kam. Der Tag der Arbeit wurde am 1. Mai 1890 zum ersten Mal von Europäern gefeiert. Da sie auch bessere Arbeitsbedingungen wollten und dabei auch einen acht Stunden Tag. Damit war der „Tag der Arbeit“ geboren. Dieses Jahr findet zum zweiten Mal „der Tag der Arbeit“ unter Corona-Bedingungen statt. Viele Proteste sind nicht auf der Straße, sondern im Internet.

Zum ersten Mai, Tag der Arbeit, macht Katrin Langensiepen, die Grünen Europaabgeordnete auf die Situation von Menschen mit Behinderungen in Werkstätten aufmerksam.

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Katrin Langensiepen die Vize-Vorsitzende des Sozialauschusses und Verfasserin eines Berichts zur „Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in den Bereichen Beruf und Beschäftigung“ kommentiert:

„Über Jahrzehnte hat die Arbeiterbewegung für Arbeitsschutz, Mindesteinkommen und Arbeitsnehmerinnervertretung gekämpft. Doch nicht alle profitieren davon. Viele Menschen mit Behinderungen sind davon ausgenommen. In Deutschland sind 300.000 Menschen in sogenannten Behindertenwerkstätten „beschäftigt“. Sie produzieren für große Marken, haben aber keinen Arbeitsnehmer*innen Status und somit auch keine echte Arbeitnehmer*innen Vertretung. Als Rehabilitanden wird über ihren Kopf entschieden.

Statt Gehalt bekommen sie ein Taschengeld– nicht mehr als 200 Euro in Monat. Das spricht klar gegen den Artikel 27 der UN-Behindertenrechtskonvention. Eine Konvention zur der sich Deutschland vor über 12 Jahren verpflichtet hat. Menschen mit Behinderung haben das gleiche Recht auf einen Arbeitnehmer*innen Status mit entsprechendem Mindestlohn, wie jeder andere auch.

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Das muss auch für Werkstattbeschäftigte gelten. Genau das fordere ich in meinem Bericht, der mit großer Mehrheit im Europaparlament abgestimmt wurde. Es ist Zeit, dass mit, statt über Menschen mit Behinderungen entschieden wird. Die Petition „stelltUnsEin“, initiiert durch unterschiedlich betroffenen Menschen mit Behinderungen fordert eine starke Reform des Werkstattsystems. Wir müssen hin zu einer inklusiven Wirtschaft, die Werkstätten zu echten Sozialunternehmen weiterentwickelt. Es ist Zeit, dass Deutschland klar macht, dass Arbeitsrecht und Schutz für ALLE gilt. Auch für Menschen in Behindertenwerkstätten.“

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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