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VdK NRW sucht herausragende Beispiele für die Inklusion im Arbeitsleben!

Bilbeschreibung: Ein Mann im Rollstuhl im Büro mit zwei Arbeitskolleginnen.
Foto: © Kampus Production

Kurzarbeit, Freistellungen und Entlassungen: Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind vielfältig und die langfristigen Ausmaße bei Weitem nicht absehbar. Der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen befürchtet infolgedessen empfindliche Einschnitte bei der beruflichen Teilhabe von Menschen mit Behinderung - und möchte mit der Auszeichnung herausragender Beispiele für die berufliche Inklusion in diesem Jahr erst recht ein positives Zeichen setzen!

Für den "VdK Preis für Menschen mit Behinderung in Beschäftigung und Ausbildung" sucht der Landesverband daher bereits zum achten Mal Bewerber*innen, die dem Beinamen "vilmA - vorbildlich, individuell, leistungsstark und motiviert in der Arbeitswelt" alle Ehre machen. Als neuer Schirmherr freut sich David Behre, bei der feierlichen Verleihung im Dezember bis zu acht Kandidat*innen aus Nordrhein-Westfalen mit einem Preisgeld von je 1.500 Euro würdigen zu können: „Mich interessieren vor allem die unterschiedlichen Erfahrungen und Lebenswege der Teilnehmerinnen und Teilnehmer“, so der Prothesen-Sprinter und Paralympics-Star.

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„Mit Behinderung erfolgreich im Job – das ist für viele Betroffene eine Selbstverständlichkeit“, schildert derweil der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge seine Eindrücke von der Auszeichnung, die 2008 ins Leben gerufen wurde und seitdem tatkräftig von neun weiteren Organisationen und Institutionen unterstützt wird (siehe unten). „Nichtsdestotrotz stoßen sie in ihrem Berufsleben weiterhin auf viele Barrieren, sei es am Arbeitsplatz selber oder aber in den Köpfen der Personalverantwortlichen.“

Folglich haben Menschen mit Behinderung immer noch deutlich schlechtere Chancen als Kolleg*innen ohne Behinderung, den Beruf ihrer Wahl zu ergreifen oder einen Ausbildungsplatz zu erhalten, der den eigenen Neigungen und Begabungen entspricht. „Infolge der Corona-Pandemie dürfte sich diese Situation weiter verschlechtern“, äußert der VdK-Landesvorsitzende Horst Vöge seine Sorgen. „Wir hoffen daher umso mehr, Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber durch die positiven Beispiele unserer Gewinnerinnen und Gewinner von der Leistungsfähigkeit der Betroffenen wie auch den vielfältigen Formen der Förderung und Unterstützung überzeugen zu können, die bei Bedarf möglich sind.“

Welche Kriterien sind ausschlaggebend?
Für die Auszeichnung können behinderte Auszubildende, Studierende, Beschäftigte und Selbständige aus allen Fachrichtungen, Branchen und Tätigkeitsebenen ebenso wie Mitarbeiter*innen von Werkstätten für Menschen mit Behinderung vorgeschlagen werden. Bei der Auswahl der Preisträger*innen sind objektive Kriterien wie Prüfungs- und Arbeitsergebnisse ebenso von Bedeutung wie soziale Kompetenzen (besonderer Einsatz, Selbständigkeit, Zuverlässigkeit und Motivation). Außerdem ist es für die Beurteilung der Persönlichkeit wichtig zu erfahren, ob sich jemand neben der beruflichen Tätigkeit ehrenamtlich engagiert und wie sich die Behinderung gegebenenfalls im Arbeitsalltag auswirkt.

Beispiele für Tätigkeitsfelder, Fähigkeiten und Talente möglicher Bewerber:

    • Eine sehbehinderte Auszubildende, die in einem großen Produktionsbetrieb erfolgreich verschiedene Stationen durchläuft oder überdurchschnittliche Beurteilungen erhält.
    • Ein Maschinenbediener, der trotz regelmäßiger Dialysetermine selten ausfällt und konstant gute Arbeitsergebnisse erzielt.
    • Eine kaufmännische Angestellte mit schwerer Schmerzsymptomatik, die für ihre Tätigkeit als Gruppenleiterin überdurchschnittliche Beurteilungen erhält – trotz behinderungsbedingter Ausfallzeiten.
    • Eine querschnittsgelähmte Studentin, die Bestleistungen erzielt, ihr Studium trotz Auslandsaufenthalt in angemessener Zeit durchführt oder in ihrer Freizeit ehrenamtlich aktiv ist.
    • Ein Mitarbeiter einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung, der besonderen Einsatz und eine überdurchschnittliche Entwicklung bei der Bewältigung seiner Aufgaben zeigt oder sich sehr stark für andere Werkstattmitarbeiter*innen einsetzt.
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Kandidat*innen für den "VdK Preis für Menschen mit Behinderung in Beschäftigung und Ausbildung – vilmA (vorbildlich, individuell, leistungsstark und motiviert in der Arbeitswelt)" können von Arbeitgebern, Institutionen, betrieblichen Interessenvertretungen und Einzelpersonen - beispielsweise Pfarrer oder Sporttrainer - vorgeschlagen werden. Vorschläge durch Familienangehörige oder Freunde sind ebenso ausgeschlossen wie Eigenbewerbungen.

Mehr dazu finden sie hier unter www.vdk.de/vilma.

Autor: VDK Presse und Öffentlichkeitsarbeit / © EU-Schwerbehinderung



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