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Anhörung im Landtag zum barrierefreien Bauen

Bildbeschreibung: Mehrere Wohnhäuser in Hamburg.
Foto: © kk / EU-Schwerbehinderung

Der VdK unterstützt Bestrebungen zur Änderung der Hessischen Bauordnung (HBO) mit dem Ziel, mehr barrierefreien Wohnraum zu schaffen. Am 21. Juni findet im Wiesbadener Landtag die Anhörung zu einem entsprechenden Gesetzentwurf statt. Im Vorfeld sagte der Vorsitzende des VdK Hessen-Thüringen, Paul Weimann, sein Verband begrüße die dargelegten Änderungsvorschläge. In Hessen bestehe ein eklatanter Mangel an barrierefreien und altersgerechten Wohnungen. Mit der HBO in ihrer jetzigen Fassung sei es nicht zu schaffen, dieses Defizit in absehbarer Zeit auszugleichen.

Dem Kuratorium Deutsche Altershilfe zufolge fehlen aktuell rund 79.000 barrierefreie Wohnungen, und eine Studie im Auftrag der Hessischen Landesregierung prognostiziert bis 2040 einen Mehrbedarf von bis zu 300.000 barrierereduzierten und barrierefreien Wohnungen.

Aus Sicht des VdK ist der Bedarf ohne eine Reform der Bauordnung nicht zu decken. Mit einer von 25.000 Bürgerinnen und Bürgern getragenen Petition für mehr barrierefreies Bauen, die auf eine Änderung der HBO abzielt, hat der VdK in den vergangenen Monaten erfolgreich Überzeugungsarbeit in Politik und Öffentlichkeit geleistet.

Paul Weimann bewertet den Gesetzentwurf als „einen Schritt in die richtige Richtung“. Es würden darin zwar nicht alle Forderungen des VdK aufgegriffen, er enthalte aber entscheidende Korrekturen. „Die angestrebte Reform der HBO würde mehr barrierefreie Wohnungen in niedrigen Gebäuden ermöglichen“, so der VdK-Landesvorsitzende. „Für die Menschen im ländlichen Raum, wo niedriger gebaut wird als in der Stadt, wäre das ein großer Gewinn, schließlich ist der Anteil der Älteren dort größer als in den Städten.“

Der VdK begrüßt ferner, dass nach dem Gesetzentwurf wieder rollstuhlgerechte Wohnungen entstehen müssen. Die Verpflichtung zum Bau solcher Wohnungen sei 2018 entfallen, der Bedarf jedoch groß, betont Paul Weimann. So sei bei etwa 48.000 Menschen in Hessen das Merkzeichen aG (außergewöhnliche Gehbehinderung) festgestellt worden. Auch dass Bauherren künftig nicht mehr die Möglichkeit haben sollen, sich mit dem Hinweis auf einen „unverhältnismäßigen Mehraufwand“ oder „bautechnische Gründe“ der Verpflichtung zum barrierefreien Bauen zu entledigen, findet die Zustimmung des VdK.

Autor: VDK Presse und Öffentlichkeitsarbeit / © EU-Schwerbehinderung



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