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Berliner Gespräche 2021 – Die Zukunft der Behindertenwerkstätten im Fokus

Bildbeschreibung: Jemand der ein Stück Holz schleift mit einer Schleifmaschine.
Foto: © Anna Shvets

In Berlin kamen am 31. August und 1. September ca.150 Teilnehmer*innen aus der Werkstätten-Szene zusammen, um über die Weiterentwicklung der Werkstattleistung und die Zukunft der Werkstätten zu diskutieren. Alle zwei Jahre treffen sich Fach- und Führungskräfte von Trägern von Werkstätten, Förderstätten und Inklusionsbetrieben im Rahmen der bundesweiten Fachveranstaltung der BAG WfbM, um an zwei Tagen aktuelle Themen der Teilhabe am Arbeitsleben und Beruflichen Bildung für Menschen mit Behinderungen zu diskutieren, sich auszutauschen und neue Impulse für die Werkstattarbeit zu sammeln. In diesem Jahr wurde die Veranstaltung, die bisher in Braunschweig stattfand, nun erstmalig als „Berliner Gespräche“ in der Bundeshauptstadt durchgeführt.

Andrea Stratmann, stellvertretende Vorsitzende der BAG WfbM eröffnete die Berliner Gespräche und wies auf die Bedeutung eines regelmäßigen fachlichen Austausches für die Leistung der Werkstätten hin. Nach Vorträgen von Dr. Melissa Henne zum Thema „Ethische Perspektiven auf Arbeit und Beschäftigung“ und Dr. Michael Weber, Vorstandsmitglied der BAG WfbM, zur Messung von Wirksamkeit, wurden die Vortragsinhalte in einer moderierten Gesprächsrunde diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass ethische Fragen auch bei Entwicklungsprozessen sowie bei der Diskussion um Wirksamkeit eine elementare Rolle spielen.

Workshops zu zentralen Themen der Weiterentwicklung

Nach dem Input aus Wissenschaft und Forschung wurde an beiden Tagen in fünf Workshops intensiv über die Zukunft der Werkstätten gesprochen. Thematisiert wurde in einzelnen Workshops die Berufliche Bildung, die Mitbestimmung und Mitwirkung der Werkstattbeschäftigten, die Digitalisierung sowie die Wirkung und Wirksamkeit der Werkstattleistung. Eine zentrale Debatte, die auch in einem Workshop behandelt wurde, betraf die Frage nach einem zukunftsfähigen Entgeltsystem.

Vorträge und Diskussionsrunden mit Wissenschaft und Politik

Neben der Vernetzung der Werkstätten untereinander und der Weiterentwicklung der Werkstattleistung, ging es bei den Berliner Gesprächen auch um den Austausch mit politischen Akteuren. Im Rahmen einer Gesprächsrunde wurde am zweiten Veranstaltungstag über die Zukunft der Werkstätten und die Perspektiven für Inklusion und Teilhabe nach der Bundestagswahl diskutiert.

Auf dem Podium diskutierten Jens Beeck, teilhabepolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Kristina Schulz, Vorstand Werkstatträte Deutschland e.V. und Martin Berg, Vorsitzender der BAG WfbM. Live zugeschaltet waren Angelika Glöckner, behindertenpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Wolfram Giese, Referent beim Behindertenbeauftragten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Corinna Rüffer, Sprecherin für Behindertenpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen.

Weiterentwicklung im Blick

Mit den Berliner Gesprächen 2021 trug die BAG WfbM der Entwicklung der Werkstattleistung weiter Rechnung. Es zeigte sich deutlich: Werkstätten schrecken nicht vor Neuerung und Wandel zurück. Vielmehr behaupten sie sich mit zunehmender Dynamik, Kreativität und ihrer Kompetenz als Dienstleister für das Arbeitsleben von Menschen mit Behinderungen und sind bereit in den Diskurs zu gehen und damit die Zukunft der Werkstattleistung aktiv mitzugestalten. Ein ausführlicher Bericht zu den Berliner Gesprächen folgt in der nächsten Ausgabe des Verbandsmagazins „Werkstatt:Dialog 05.2021“.

Autor: BAG WfbM / © EU-Schwerbehinderung



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