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Holetschek: Projekt für Hör- und Sehbehinderte wichtiger Baustein für bessere gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung

Bildbeschreibung: Eine Mann der einen Blindenstock in der Hand hält auf der Straße.
Foto: © Eren Li

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek setzt sich für eine bessere gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderung ein. Holetschek betonte am Samstag anlässlich einer neuen Studie: „Erstmals werden konkrete Zahlen für Bayern erhoben, wie viele schwerbehinderte Menschen von bislang unerkannten Sinnesbehinderungen betroffen sind. Außerdem werden Vorschläge entwickelt, wie Hör- und Sehbehinderungen zukünftig besser erkannt und die betroffenen Menschen in den Einrichtungen unterstützt werden können.“

Das Projekt „Sehen und Hören: Studie zur Verbesserung der Diagnose und Förderung von Auffälligkeiten im Sehen und Hören bei Menschen mit geistiger bzw. komplexer Behinderung in Bayern (SuHB)“ war Anfang Oktober angelaufen. Der Minister sagte: „Gerade für Menschen mit einer komplexen Behinderung, die sich nur sehr begrenzt oder gar nicht mitteilen können, ist dieses Projekt wichtig, um künftig besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Deshalb unterstützen wir das Projekt mit 420.700 Euro.“

Die Studie ist auf drei Jahre angelegt. Daran beteiligt sind ein Forschungsteam der Blindeninstitutsstiftung, der Universität Hamburg, der LMU München sowie der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.

Bis zu 500 Personen werden durch die Pädagogische Hochschule Heidelberg am Medizinischen Zentrum für erwachsene Menschen mit Behinderung in Würzburg und an weiteren Einrichtungen untersucht werden. Hierbei kommt ein neues Diagnostik-Verfahren zum Einsatz, mit dem taubblinde und hörsehbehinderte Menschen identifiziert und das funktionale Hör- und Sehvermögen überprüft werden kann.

Ein Forschungsteam der LMU München und der Universität Hamburg inspiziert zudem die Wohn- und Aufenthaltsräume in den Wohnangeboten der Behindertenhilfe. Sie wollen wissen, inwieweit die Räumlichkeiten im Hinblick auf Seh- und Hörbeeinträchtigungen barrierefrei sind und ob es ausreichend Unterstützungs- sowie Beratungsangebote vor Ort gibt.

Zum Abschluss des Projektes sollen in einem Projektbeirat mit Expertinnen und Experten aus der Behindertenhilfe und der Politik konkrete Vorschläge erarbeitet werden, wie sich die Situation für geistig und komplex behinderte Menschen in bayerischen Einrichtungen nachhaltig verbessern lässt. Holetschek betonte: „Ich bin gespannt auf die Ergebnisse der Studie. Sie sollen uns helfen, künftig noch besser und gezielter auf die Bedürfnisse von geistig und komplex behinderten Menschen mit einer Beeinträchtigung des Hör- und Sehvermögens eingehen zu können.“

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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