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Welche Steuervorteile haben Menschen mit einer Behinderung?

 Da heute noch viele Fragen offen sind bezüglich des Steuerfreibetrags, habe ich hier eine Übersicht erstellt. Der Steuerfreibetrag wird auch Pauschbetrag genannt. Natürlich kann man nicht immer alles aufzählen, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die hier genannten Zahlen sind Stand 2017.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein um den Pauschbetrag zu erhalten?

Sie müssen Ihre Behinderung nachweisen durch den Schwerbehindertenausweis. Einen Feststellungsbescheid, das ist ein besonderer Bescheid vom Finanzamt eine besondere Bescheinigung des Versorgungsamtes einen Rentenbescheid. 

Wie berechnet sich der Pauschbetrag? Diese hängt ab vom Grad der Behinderung. Daraus ergibt sich die Höhe des Freibetrags. Für hilflose Menschen (Merkzeichen „H“) oder blind (Merkzeichen „Bl“) erhalten einen Freibetrag unabhängig vom Grad der Behinderung.

Die folgende Tabelle zeigt die Höhe der Pauschbeträge:

Grad der Behinderung

Betrag

25 bis 30

310 Euro

35 bis 40

430 Euro

45 bis 50

570 Euro

55 bis 60

720 Euro

65 bis 70

890 Euro

75 bis 80

1.060 Euro

85 bis 90

1.230 Euro

95 bis 100

1.420 Euro

Hilflos oder Blind

3.700 Euro

(Stand 2017)

Was ist wenn ich keinen Schwerbehindertenausweis GdB 50 habe?

Wenn man unter GdB 50 ist müssen weitere Voraussetzungen erfüllt sein, damit man den Pauschbetrag auch nutzen kann. Es muss eine Einschränkung der körperlichen Bewegungsfähigkeit vorliegen. Oder Sie haben einen Anspruch auf eine Rente wegen Behinderung. Dieses findet man auch wieder im Einkommenssteuergesetz (EstG) §33b.

Wie funktioniert das mit dem Pauschbetrag?

Der Pauschbetrag wird entweder bei der Einkommensteuererklärung genutzt oder man lässt sich beim Finanzamt gleich auf der Lohnsteuerkarte eintragen. Wenn der Pauschbetrag beim Finanzamt auf die Lohnsteuerkarte eintragen ist, dann wird dieser für zwölf Monate aufgeteilt. Sollte es der Fall sein das der Pauschbetrag die Aufwendungen übersteigt, kann man durch Zahlungsbelege (nach Abzug eines Eigenanteils) dieses dadurch nachweisen und von der Steuer befreit werden. 

Was gehört zu den außergewöhnlichen Aufwendungen?

Es können die Kosten für: Gestaltung barrierefreien Wohnens alle Kfz-Kosten (bei Merkzeichen H) Führerscheinkosten für den behinderten Menschen Ausgaben für Kuren, Arznei- sowie Hilfsmittel erstattet bzw. reduziert werden.

Erhöhter Pauschbetrag Aufgrund von Pflegebedürftigkeit . Wenn man jemanden pflegt und eine enge persönliche Beziehung besteht (Verwandter oder sehr guter Freund, Familie, Onkel, Tante). Der einen anerkannten Pflegegrad hat und man selber, kein Pflegegeld als Leistung dafür bekommt. Dann hat man einen Anspruch auf einen Pauschbetrag für die Pflege von derzeit jährlich 924 Euro.

Eltern behinderter Kinder können die Pauschbeträge Ihrer Kinder übernehmen. Auch die Betreuungskosten für Kinder können steuerlich abgesetzt werden. Hier jedoch nur zu zwei Dritteln der Gesamtkosten (Jährlich maximal 4000 Euro) (Stand 2017). Egal welches Alter die Kinder mit einer Behinderung haben, man hat immer einen Anspruch.

 

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