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Klimawandel - wenn es sozial wird

Bildbeschreibung : Auf dem Foto ist ein mit Eis bedeckter Berg zu sehen.
Foto: Archivbild | © 2019 EU-Schwerbehinderung

Klima für alle - Ein Kommentar: Friday for Future (#fridayforfuture) ist ein Thema, welches sich schon lange immer wieder thematisiert in den Medien hält und eigentlich fernab von Themen rund um Pflege und Schwerbehinderung ist, wenn da nicht mittlerweile auch die Sozialverbände aktiv werden. Es ist auch wichtig, dass das Thema immer mehr und breitflächiger aufgenommen wird, denn Klimaschutz geht uns am Ende alle etwas an. 

Gerade die letzten Meldungen seitens der Wissenschaftler, zeigen durchaus, dass der wir in einigen Bereichen an Kippunkten stehen, die Dominoeffekte auslösen können. Sollte es an den Polen zu mehr Eisverlust kommen, wird es nach Experteneinschätzungen zur zunehmenden Dürre in Afrika kommen. Daraus resultieren wieder weitere, auch gesellschaftliche Probleme, denn die zunehmende Hungersnot wird dazu führen, dass die dortigen Einwohner*in aus ihren Gebieten irgendwann fliehen müssen. 

Ein anderes schon heute spürbare Auswirkung, macht sich auf den Kanarischen Inseln bemerkbar. Waren die Kanaren noch in den 80'er Jahren die Inseln mit dem "ewigen Frühling", nehmen heute die Wetterschwankungen immer mehr zu. Insgesamt haben in Europa die Extremwetterlagen zugenommen. 

Zwar hat das Europaparlament den Klimanotstand aufgerufen, nachdem in Straßburg von 673- EU Abgeordneten 429 für eine entsprechende Resolution stimmten, doch was hilf es, wenn wir uns abstimmen, aber Maßnahmen für Sofortprogramme nicht vorhanden sind. 

Da reden Politiker*in von Maßnahmen, die ja wissenschaftlich erst einmal evaluiert und erforscht werden müssten, während schleppend voran kommt. Vielleicht hat der Mensch einfach nur zu lange gewartet und die Warnungen, die es schon mehr als 30 Jahre gibt, einfach ignoriert.

Zumindest gibt es jetzt eine "Soziale Plattform Klimaschutz", ein Bündnis aus Gewerkschaft, Sozial- und Wohlfahrtverbänden, die eine sozial- ökologische Wende für alle fordert. Mit einer Erklärung und einem konkreten Anforderungskatalog melden sich erstmals Mieterbund, Sozial- und Wohlfahrtsverbände mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in der Klimaschutz-Debatte gemeinsam zu Wort. "Wir teilen gemeinsam die feste Überzeugung, dass die ökologische Wende nur als sozial-ökologische Wende gestaltet werden kann. Mehr noch: Die klimapolitischen Herausforderungen eröffnen die Chance, Soziales neu zu denken und mehr Lebensqualität für alle zu schaffen", heißt es in der Dateidownload starten"Sozialplattform Klimaschutz", die beim Paritätischen Gesamtverband veröffentlicht wurde.

"Wir brauchen schnellstmöglich eine konsequente Klimaschutzpolitik. Doch ohne Rücksicht auf soziale Belange würde dies unsere Gesellschaft zerreißen. Deshalb ist Klimaschutz nur als sozial-ökologische Wende denkbar. Es geht nicht um mühsame Kompromisse, es geht darum, bestehende Konzepte von Infrastruktur, Mobilität oder Wohnen komplett neu zu denken", so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands.

"Der klimagerechte Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft kann nur gelingen, wenn er umfassend sozial gestaltet wird. Dazu brauchen wir einen starken, demokratischen und aktiven Staat, der die zentralen Ziele vorgibt, handelt und für sozialen Ausgleich sorgt", so Frank Werneke, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).

"Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit müssen zusammen gedacht werden. Klimaschutz, Energiewende und Energieeffizienz sind alternativlos, der Gesetzgeber muss aber dafür sorgen, dass Normalverdiener, vor allem einkommensschwächere Haushalte nicht auf der Strecke bleiben und z.B. ihre warme Wohnung noch bezahlen können", so Lukas Siebenkotten, Präsident Deutscher Mieterbund (DMB).

So gut es ist, wenn sich alle für die Zukunft einsetzen und bei der Klimapolitik geht es nun mal um unser aller Zukunft, so kritisch muss allerdings auch hinterfragt werden, ob es wirklich gut ist, wenn sich jetzt alle Verbände und Vereine in die Klimadebatte mit einmischen. Schließlich ist dieser Staat und unser vereintes Europa mit so vielen Aufgaben befasst, das es umso wichtiger ist, wenn sich Vereine und Verbände auf ihre spezialisierte Aufgabe fokussieren. Sonst kann es gesellschaftlich zum Chaos kommen, da viele Themenschwerpunkte nur mit der entsprechenden Fachkompetenz gelöst werden können.

Autor: kro / © EU-Schwerbehinderung



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