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Lieber Notaufnahme statt Arztpraxis

Bildbeschreibung: Ein Krankenhauszimmer mit Bett.
Foto: © cor gaasbeek

Überlaufene Notaufnahmen, überlastete Ärzte, Patienten in der Warteschleife: Noch im Januar will Gesundheitsminister Spahn den Gesetzentwurf zur Notfallversorgung vorlegen. Ab 2021 sollen dann lange Wartezeiten in den Ambulanzen von Krankenhäusern Geschichte sein. Wie eine Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH Kaufmännische Krankenkasse zeigt, ist eine Neuordnung dringend notwendig. Das Kernproblem: Zunehmend blockieren Patienten mit Bagatellerkrankungen die Abläufe in Notaufnahmen. Der KKH-Erhebung zufolge würde mehr als jeder Dritte aller rund 1.000 Teilnehmer das Krankenhaus trotz geöffneter Arztpraxen ansteuern – auch wenn er bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden Hilfe benötigt.

Von denjenigen Befragten, die in den vergangenen fünf Jahren tatsächlich mindestens einmal in der Notaufnahme waren, ging fast jeder Dritte innerhalb der Öffnungszeiten von Arztpraxen ins Krankenhaus – auf eigene Initiative, ohne Überweisung oder Rettungseinsatz. Unter den 18- bis 29-Jährigen hätte alternativ sogar fast jeder Zweite einen Haus- oder Facharzt kontaktieren können. Als Grund gaben mehr als 40 Prozent der Notaufnahme-Nutzer an, dass sie sich im Krankenhaus medizinisch besser versorgt fühlen als in der Arztpraxis. Knapp ein Viertel argumentierte, dass Patienten dort ohne einen Termin Hilfe erhalten. 13 Prozent sagten, dass sie so kurzfristig keinen Termin in der Arztpraxis bekommen und deshalb die Notaufnahme aufgesucht hätten.

Bildbeschreibung: Das Bild zeigt Die Gründe für die Nutzung eines Krankenhauses.

Geht es darum, außerhalb der Öffnungszeiten von Arztpraxen bei nicht lebensbedrohlichen Beschwerden medizinische Hilfe zu erhalten, würde etwa je ein Drittel aller Befragten den ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen oder in die Notaufnahme gehen. Rund jeder Fünfte würde eine ambulante Notfallpraxis aufsuchen. Unter denjenigen, die die Notaufnahme bevorzugen, kennen immerhin fast 40 Prozent den ärztlichen Bereitschaftsdienst, würden aber dennoch zuerst ins Krankenhaus gehen, als dort anzurufen.

Ziel von Spahns Entwurf ist nun eine bessere Verzahnung von Notfallambulanzen in Krankenhäusern, Notärzten und Bereitschaftsdiensten der Ärzte.

Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat 1.003 Personen zwischen 18- und 70 Jahren im Jahr 2019 repräsentativ befragt.

Autor: KKH / © EU-Schwerbehinderung



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