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Coronavirus: Trotz Maßnahmen der Bundesregierung - ÖPNV lässt Infektionsrisiken steigen

Bildbeschreibung: U-Bahn der Berliner Verkehrsbetriebe
Foto: kk | © 2020 EU-Schwerbehinderung

Vorgestern hat die Bundeskanzlerin, Angela Merkel, bekannt gegeben, wie sich die Gesellschaft wegen des Coronavirus (COVID-19) zu verhalten hat. 2 Meter Abstand, keine Gruppenversammlung in der Öffentlichkeit ( wir berichteten ). Maßnahmen die jeder verstanden haben sollte. Leider scheint das im ÖPNV (öffentlicher Personennahverkehr) vielerorts nicht angekommen zu sein.

U-Bahn, Busse und Straßenbahn, dringende Beförderungsmittel die nicht nur von Personen genutzt werden, die in systemkritischen Berufen arbeiten, wie der Gesundheitsbereich, Polizei, Feuerwehr, Medien, sondern auch von anderen Berufspendlern. Aber nicht nur die, es sind auch viele Menschen die zur Risikogruppe zählen. Also ältere Menschen, Menschen mit Herz- oder Lungenerkrankungen, aber auch Menschen mit Diabetes oder Immunerkrankungen. Es sind Menschen die besonders geschützt werden müssen.

Im ÖPNV beobachten wir aber zunehmend, das die Verkehrsbetriebe ihre Taktungen für ihre Beförderungsmittel anpassen und somit viele Beförderungsmittel nicht mehr so häufig fahren. Dazu gehören auch die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Offensichtlich hat man nicht über die Folgen dieser Maßnahme nachgedacht.

Es fahren zwar immer weniger Menschen mit den ÖPNV, aber durch die Änderungen der Taktung, sind viele Beförderungsmittel genauso voll wie zu Zeiten vor der Corona-Krise. 2 Meter Abstand ist da nicht mehr möglich. Einen Konsens zu den verordneten 2 Meter Sicherheitsabstand ist für die Fahrgäste unmöglich und das Infektionsrisiko steigt erheblich.

Warum hier die zuständigen Landesregierungen nicht durchgreifen und das zulassen ist unverständlich, denn es ist der ÖPNV, der damit die Menschen zwingt gegen die Auflagen zu verstoßen.

Dr. Rolf Erfurt, ist Vorstand Betrieb bei der BVG und wurde in der RBB-Abendschau zu dem Thema befragt. Laut seiner Darstellung, hätte man bereits in den Abendstunden nachgesteuert. Ob das nun stimmt, ist fragwürdig, denn zu beobachten war auch in den Nachmittags- und Abendstunden, dass die U-Bahn weiterhin überfüllt war und die vorgeschriebenen 2 Meter Abstand unmöglich eingehalten werden konnten. Der RBB berichtete von Zuschauern, die sogar von "Sardinenbüchsen ähnlichen Zuständen" sprachen. Rolf Erfurt: "Wenn es Einzelfälle sind, schieben wir auch noch mal Kapazitäten nach" - Wir werden weiter beobachten, ob diese Worte nur Worthülsen sind, oder ob sich wirklich etwas ändert. In der momentanen Situation, kann man nur raten, den ÖPNV zu vermeiden, wenn die vorgeschriebenen 2 Meter nicht eingehalten werden können, so wie es beispielsweise in Berlin der Fall ist.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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