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Coronavirus – Ärzte Empfehlungen für die Entscheidung (Triage) über Leben und Tod bei Corona

Bildbeschreibung: Eine Herzüberwachungsmonitor.
Foto: © Jair Lázaro

Das Coronavirus breitet sich immer mehr in Deutschland aus, die Deutschen Fachärzte stellen sich darauf ein über Leben und Tod entscheiden zu müssen (Triage), wenn es zu viele Patienten/innen mit Corona gibt. Bei einer Knappheit in der Corona-Krise sollen die deutschen Krankenhäuser Intensivbetten nach Erfolgsaussicht der Behandlung verteilen. So heißt es in einem Schreiben von sieben medizinischen Fachgesellschaften nach Informationen der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom Donnerstag, trotz Erhöhung der Kapazitäten stünden wahrscheinlich in kurzer Zeit “nicht mehr ausreichend intensivmedizinische Ressourcen” zur Verfügung. Die Ärzte müssten dann Entscheidungen über Leben und Tod treffen.

Zufolge der Zeitung gibt es einen Katalog mit Handlungsempfehlungen. Die Entscheidungen über die Zuteilungen von Ressourcen müssen medizinisch begründet und gerecht sein, heißt es in den Handlungsempfehlungen, die am Donnerstag die sieben medizinische Fachgesellschaften in Berlin vorlegten. So heißt es: „Wenn nicht mehr alle kritisch erkrankten Patienten auf die Intensivstation aufgenommen werden können, muss analog der Triage in der Katastrophenmedizin über die Verteilung der begrenzt verfügbaren Ressourcen entschieden werden.” Eine Auswahl, wer akut oder intensiv behandelt werde und wer nicht, sei “unausweichlich”.

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So heißt es im Papier es sei: „wahrscheinlich, dass auch in Deutschland in kurzer Zeit und trotz bereits erfolgter Kapazitätserhöhungen nicht mehr ausreichend intensivmedizinische Ressourcen für alle Patienten zur Verfügung stehen, die ihrer bedürfen". Dadurch entstünden "Konflikte bei Entscheidungen über intensivmedizinische Behandlungen".

Im Papier heißt es:

Wenn nicht mehr alle kritisch erkrankten Patienten auf die Intensivstation aufgenommen werden können, muss analog der Triage in der Katastrophenmedizin über die Verteilung der begrenzt verfügbaren Ressourcen entschieden werden.

In der Empfehlung heißt es weiter, wenn die Anzahl der ernsthaft an dem Coronavirus erkrankten Menschen weiter steigt, wird die Intensivstationen mit der Betreuung überfordert sein. In dem Fall müsse über die Verteilung der begrenzten Ressourcen entschieden werden. So sei es „unausweichlich“ eine Auswahl zu treffen, welche intensivpflichtigen Patienten akut-/intensivmedizinisch behandelt und welchenicht (oder nicht mehr) akut-/intensivmedizinisch behandelt werden sollen. Eine solche Situation ist das deutsche Gesundheitssystem nicht gewohnt.

Die Einteilung hängt nicht nur vom Alter ab

In den Notaufnahmen in Deutschland werden Triage-Instrumente angewendet. So wird beim Manchester-Triage-System der Patient nach Kategorien wie Lebensgefahr, Blutverlust, Bewusstsein, Temperatur, Schmerzen und Krankheitsdauer einer von fünf Dringlichkeitsstufen zugewiesen. Man geht, aber im Krankenhausalltag gewöhnlich davon aus, dass die Patienten bestmöglich behandelt werden können.

Jedoch könnte sich dieses in Deutschland ändern, wie bereits in Spanien und Italien. Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) sagte: „Für diesen Fall muss es allgemein gültige, transparente Kriterien für die Triage geben.” Er sagte, dass es bei der Einteilung keinesfalls nur auf das Alter ankomme.

So heißt es weiter, dass die Ressourcen-Zuteilung nicht nur unter den Menschen, die an den Coronavirus erkrankt sind erfolgen solle, sondern alle Patienten, die eine Intensivbehandlung brauchen, wie etwa Schlaganfallpatienten oder Unfallopfer. Auch sei es irrelevant, wo der Patient versorgt werden, ob in der Notaufnahme, der Allgemein- oder Intensivstation.

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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