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Coronavirus: RKI warnt mehr Tote als in offizielle Zahlen

Bildbeschreibung: Ein rotes Virus.
Foto: © PIRO4D

Aktuell liegt die Sterberate bei den mit Coronavirus infizierten in Deutschland bei 1,2 Prozent. Der Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler hat heute am Freitag bei einem Pressebriefing gesagt: „Die Sterberate wird sich jedoch erhöhen.“

Der RKI-Chef sagte, dass es jetzt bereits höchstwahrscheinlich schon mehr Tote durch das Coronavirus gebe, als die offiziellen Zahlen dieses vermitteln könnten. Diese würde damit zusammenhängen, das aus den Körpern der Verstobenen des Virus schnell wieder verschwindet. „Die Sterberate wird also eher unter- als überschätzt.”

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Die Verstobenen sein im Durchschnitt in Deutschland um die 80 Jahre alt, der jüngste sei 28 Jahre alt gewesen und habe Vorerkrankungen gehabt, so Wieler. Eindringlich sagte der RKI-Chef: „Es können also auch Menschen sterben, die jünger als 60 sind”, sagte der RKI-Chef eindringlich.

Zum Mundschutz tragen hatte sich Wieler zudem explizit geäußert: „Wir stehen erst am Anfang der Epidemie.” Der medizinische Mund-Nasen-Schutz und sogenannte FFP-Masken sollten ausschließlich medizinischem Personal zur Verfügung stehen. “Um sich selbst und andere zu schützen, bleibt am wichtigsten: Abstand halten, Handhygiene, Husten- und Niesregeln beachten.”

“Sich selbst schützt man damit nicht”

Wieler, selbst hergestellte Masken können helfen, andere zu schützen, auch wenn es dafür bisher noch keine wissenschaftlichen Belege gebe. “Sich selbst schützt man damit nicht vor Infektionen, das muss jedem klar sein.” Wer solche Masken beim Fahren im ÖPNV oder beim Einkauf trage, senke jedoch das Risiko, andere anzustecken.

Weiter sagte der RKI-Chef: „Wer Symptome hat, sollte jedoch so oder so zu Hause bleiben und gegebenenfalls einen Arzt konsultieren.” Dabei hatte er explizit auf den richten Gebrauch hingewiesen von Stoff- oder Papiermasken: „Sie müssen eng anliegen und nach Durchfeuchtung gewechselt werden. Und bitte nicht daran herumnesteln. Das erhöht die Infektionsgefahr.”

Er warnte davor: „Durch das Tragen solcher Masken sollte sich niemand in falscher Sicherheit wiegen. Sonst schadet das Tragen solcher Masken mehr als es nützt.”

An die Verkehrsbetriebe hatte der RKI-Chef appelliert, die Taktung von Bahnen und Bussen zu erhöhen, damit nicht so viele Fahrgäste darin sind. „Eher mehr als weniger Waggons bitte!” Aber auch die Fahrgäste trügen Verantwortung: “Sie müssen sich besser in den Fahrzeugen verteilen.”

Auch zu den Kriterien einer möglichen Lockerung der bestehenden Beschränkungen hatte Wieler sich geäußert: „Es bleibt das Ziel: die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.” Erst wenn sich rechnerisch die Zahl der durch eine Person Infizierten unter eins bewege, könne man über Lockerungen nachdenken. Derzeit liege die Zahl seit Tagen etwa bei eins. “Das scheint sich zu stabilisieren.“

So gebe es jedoch überhaupt noch keine finalen Pläne einer Lockerung, lediglich Szenarien. Wieler sagte: „Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass alles wieder gleichzeitig losgeht”.

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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