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Deutsches Kinderhilfswerk: Hartz IV für Kinder während Corona-Krise erhöhen

Bildbeschreibung: Kinder die mit Kreide etwas auf den Boden malen.
Foto: © Deutsches Kinderhilfswerk I Ramona Zander

In der Corona-Krise eine finanzielle Unterstützung für arme Familien fordert das Deutsche Kinderhilfswerk. Zumindest so lange wie die Schulen und Kindertagesstätten geschlossen sind, solle der monatliche Hartz-IV-Regelsatz für Kinder und Jugendliche um 100 Euro erhöht werden, diese hat das Kinderhilfswerk am Montag in Berlin verlangt. Zudem sollten Sanktionen für Familien im Grundsicherungsbezug für sechs Monate ausgesetzt werden.

Auch brauche es eine bundeseinheitliche Regelung zur Notbetreuung an Kindertageseinrichtungen und Schulen. So solle die Notbetreuung nicht nur Kinder von Eltern mit systemrelevanten Berufen offenstehen, sondern auch für Mädchen und Jungen aus prekären häuslichen Situationen und für Kinder mit Behinderung geöffnet werden, so das Kinderhilfswerk. Dabei sollten auch Alleinerziehende sollte die Notbetreuung unabhängig von ihrem Beruf zu Verfügung stehen. Zudem sollten auch für Mitarbeiter/innen in der Kinder- und Jugendhilfe Notbetreuung wegen ihrer Bedeutung für den Kinderschutz dieses zu Verfügung stehen.

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Verena Bentele, die Präsidentin Sozialverbands Vdk hat sich in einer Pressemitteilung zu den Kindern und Jugendlichen in Hartz-IV-Haushalten geäußert:

Immer mehr Kinder und Jugendliche leben in Hartz-IV-Haushalten. Laut Berechnungen des Deutschen Kinderhilfswerkes hat sich der prozentuale Anteil der unter 18-Jährigen in Hartz-IV-Bedarfsgemeinschaften auf 33,9 Prozent erhöht. Die Präsidentin des Sozialverbands VdK Verena Bentele fordert finanzielle Hilfen:

„Durch Corona werden noch mehr Kinder verarmen. Es braucht jetzt schnelle, unbürokratische Unterstützung wie Aufschläge oder Zuschüsse für Computer, Internetanschlüsse oder Drucker. Wenn die Schulen noch länger geschlossen bleiben, werden die Kinder ohne Soforthilfe abgehängt. Sie leiden so schon extrem unter den Alltagsbeschränkungen. Das Finanzielle muss stimmen, damit ein gesundes Aufwachsen mit den gleichen Chancen auf Bildung und soziale Teilhabe sichergestellt ist.“

Schnelle Hilfen notwendig Bentele: „Kinder gehören nicht ins Hartz-IV-System!“

Befristete Aufschläge und Zuschüsse in der Krise seien aber keine dauerhafte Lösung. Auch mehr Kindergeld bringe den armen Kindern gar nichts, da alles bei Hartz-IV wieder abgezogen werde, so Bentele:

„Kinder gehören nicht ins Hartz-IV-System. Nötig ist vielmehr eine eigenständige familienpolitische Leistung, die Kinder absichert.“

Autor: md / © EU-Schwerbehinderung



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