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Coronavirus: Datensammler RKI - Werden jetzt unsere Daten missbraucht?

Bildbeschreibung: Ein Smartphone mit der installierten App vom Robert-Koch-Institut, dass auf einer Mundmaske liegt.
Foto: kk | © 2020 EU-Schwerbehinderung

Heute Morgen hat RKI-Präsident Lothar Wieler, wieder die aktuellen Zahlen präsentiert, die leider eine eher negative Entwicklung zeigen. Eine große Überraschung war dann die neue App „Corona-Datenspende“. Was will das Robert-Koch-Institut (RKI) mit dem Sammeln von Daten der Menschen erreichen?

Die aktuelle Entwicklung der Neuinfektionen zeigt mit den neusten Daten des RKI, eine leichte Tendenz nach oben. Es gibt somit, im Vergleich zum gestrigen Tag, mehr Neuinfektionen als gestern. Waren es gestern 3677 Neuinfektionen, so waren es heute 3834 Neuinfektionen. Gerade für ein "Exit aus dem Shutdown", wäre es aber wichtig, dass diese Zahl weiter runter geht. Laut Wieler ist somit auch der R0 Wert hochgegangen und liegt zwischen 1,2 und 1,5. Der R0 Wert gibt an, wie viele Menschen, rein rechnerisch, jemand infiziert. Diese Wert muss jedoch unter 1 liegen.

Viele Menschen benutzen sogenannte "Fitness-Tracker". Das sind kleine Armbänder, bis hin zu Smart-Watches, die Fitnessdaten sammeln. Genau diese Daten will das RKI anonymisiert sammeln und auswerten. Dazu hat das RKI heute die App „Corona-Datenspende“ vorgestellt. Bei der Einrichtung der App fiel auf, dass diese nicht einmal alle am Tracker unterstützt. Am Beispiel "Google Fit" war jedoch zu erkennen, dass die App umfangreichen Zugriff auf das persönliche Google-Profil verlangt.

Foto:kk © 2020 EU-SchwerbehinderungWozu diese Profildaten benötigt werden, ob diese überhaupt zur Auswertung kommen, war nicht zu erkennen. Jedoch gibt es dazu auf der Internetseite des RKI folgende Information:

Bei den Daten handelt es sich um Angaben zu

  • Geschlecht
  • Alter in 5-Jahres-Schritten
  • Gewicht in 5 kg-Schritten
  • Körpergröße in 5 cm-Schritten
  • Gesundheits- und Aktivitätsdaten:
    zum Schlafverhalten, Herzfrequenz und Körpertemperatur
  • Postleitzahl

Da diese Daten in unserem Test, nicht manuell eingegeben werden mussten, könnten die Daten direkt aus dem Google- Profil stammen. Leider bietet die App keine Möglichkeit die wirklich erfassten Daten einzusehen. Wie das RKI mitteilte, wolle man die Daten verwenden, um anonymisiert um "bei den Nutzern Symptome erfasst werden, die bei akuten Atemwegserkrankungen - also auch bei COVID-19- auftreten: Fieber, weniger Aktivität, verändertes Schlafverhalten. " Noch nicht beantwortet hat das RKI die Frage, wie man diese Daten wirklich valide zuordnen will, denn die aufgezählte Symptomatik, ließe sich möglicherweise auch bei einem Allergiepatienten finden. Sind die Daten wirklich valide, wenn diese bei der gerad beginnenden Allergiezeit erhoben werden?

Zumindest wurde uns versichert, dass die App keine Standortdaten erfasst. "Es wird lediglich einmal die Postleitzahl des Wohnortes abgefragt. ", teilte das RKI auf unsere Anfrage hin mit.

Autor: kk / © EU-Schwerbehinderung



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