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Bis zu 20 Wochen Lohnersatz für von der Corona-Krise betroffene Eltern

Bildbeschreibung: Mutter und Vater mit zwei Kindern.
Foto: © cc0 / EU-Schwerbehinderung

Eine Verlängerung der Lohnfortzahlung für Eltern hat das Bundeskabinett beschlossen, die wegen des Coronavirus und der Kita- und Schulschließung, nicht arbeiten können. Dabei kann jedes Elternteil die Lohnersatzzahlung für zehn statt bisher sechs Wochen in Anspruch nehmen. Zudem sollen Alleinerziehende bis zu 20 Wochen unterstützt werden. Am Mittwoch den 20. Mai 2020 hatte die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) in Berlin erklärt: "so werde die Ausweitung des Entschädigungsanspruchs vielen Familien eine große Hilfe sein. Jedoch müssen parallel weitere Schritte für mehr Kita-Öffnungen erfolgen, wie es in vielen Bundesländern bereits geschehe", forderte Giffey.

Die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Nadine Schön teilt dazu mit:

„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion lässt Eltern in der Corona-Krise nicht alleine. Wir haben für die Verlängerung der Lohnersatzleistung gekämpft, Ministerpräsidenten überzeugt - und uns durchgesetzt. Denn auch wenn die Kitas schrittweise ihren Notbetrieb erweitern und Klassen tageweise wieder in die Schule kommen können, sind sie doch aufgrund notwendiger Sicherheitsstandards und Auslastung des Fachpersonals von einem Regelbetrieb weit entfernt. Ich freue mich daher sehr, dass Mütter und Väter, die ihre Kinder immer noch selbst betreuen müssen und daher nicht erwerbstätig sein können, weiterhin eine Lohnersatzleistung erhalten können. Die Höchstdauer für jeden Sorgeberechtigten wollen wir jetzt von sechs auf insgesamt zehn Wochen und für Alleinerziehende auf insgesamt 20 Wochen verlängern.

Besonders erfreulich ist, dass der Maximalzeitraum von zehn bzw. 20 Wochen nicht an einem Stück ausgeschöpft werden muss. Eine Verteilung über mehrere Monate und eine Aufteilung auf Tage ist grundsätzlich möglich. Damit können Eltern flexibel auf die Angebote von Kita und Schule reagieren.“

Verena Bentele, die VdK-Präsidentin hat sich ebenfalls dazu geäußert:

Das Bundeskabinett hat gestern beschlossen, den Anspruch auf Entschädigung für Eltern zu verlängern. Statt sechs Wochen kann jedes Elternteil nun zehn Wochen Lohnersatz in Höhe von 67 Prozent des entgangenen Netto-Lohns erhalten, Alleinerziehende sogar 20 Wochen.

VdK-Präsidentin Verena Bentele sagt dazu: „Endlich kommt das Bundeskabinett unserer Forderung nach, den Anspruch auf Entschädigung für Eltern zu verlängern. Wir sehen jeden Tag, wie sich die Eltern zwischen Kinderbetreuung und Job aufreiben. Manche arbeiten im Homeoffice, für andere, wie etwa Friseurinnen oder Handwerker, ist dies unmöglich. Diese Eltern brauchen eine verlässliche Unterstützung.

Es kann nicht sein, dass ihr Einkommen wegbricht oder sie gar ihren Job verlieren, weil ihre Kinder nicht in der Kita oder Schule betreut werden. Der VdK sieht die Entscheidung, den Anspruch auf Entschädigung zu verlängern, durchaus positiv. Aber wir kritisieren die Befristung und die Höhe: Eltern brauchen so lange eine anständige Lohnersatzleistung, bis alle Kitas und Schulen wieder im Normalbetrieb laufen. Sonst stehen wir in wenigen Wochen wieder an genau derselben Stelle. Eltern brauchen finanzielle Gewissheit.“

Autor: dm / © EU-Schwerbehinderung



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