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Psychische Belastung bis Trauma beruflich Pflegender durch Corona - Live-Talk am 25.5.

Bildbeschreibung: Eine Frau die ihrer Hände an ihren Kopfs schützent hält, über sind zwei Hände die nach ihr greifen, links und rechst sind lauter Pfeile die auf Sie zeigen.
Foto: © Gerd Altmann

Lockerungsmaßnahmen der öffentlichen Corona-Eindämmungsstrategie suggerieren eine Entspannung, die beruflich Pflegende in ihrem Alltag nicht erreicht. – Im Gegenteil. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe DBfK widmet sich dem Thema psychischer Belastung beruflich Pflegender in der Corona-Krise gemeinsam mit Psychotherapeut/innen. Ein Live-Talk mit der klinischen Psychologin und Traumatherapeutin Dr. Henrike Zellmann leitet das Thema ein.

„In Kliniken ist die Stimmung eine andere als auf der Straße. Uns erreichen seit vielen Wochen und nach wie vor Nachrichten von Kolleginnen und Kollegen, die Angst haben und sich hiermit an ihrem Arbeitsplatz, aber auch gesellschaftlich allein gelassen fühlen. Eine Diskussion des Themas oder gar Hilfsangebote gibt es bisher kaum. Die Hemmschwelle zur Inanspruchnahme professioneller Hilfe ist hoch – daher müssen wir jetzt offen darüber reden“, so Burkhardt Zieger, Geschäftsführer des DBfK Nordwest e.V.

Mechanismen zum Schutz beruflich Pflegender wie die gesetzlichen Personaluntergrenzen sind in Kliniken nach wie vor ausgesetzt, Dienstzeiten wurden für Pflegepersonal teilweise von 8 auf 12 Stunden am Tag ausgedehnt, am 1.4. in ihre Ausbildung startende Schulabsovent/innen wurden vielerorts ohne theoretische Vorbereitung direkt auf Stationen in die Praxis entsandt. Kliniken streben die Rückkehr zu einem „Normalbetrieb“ an und steigern die Behandlungszahlen. Gleichzeitig fehlt es noch immer an Schutzmaterialien wie Mundschutzen. Beruflich Pflegende sind bereits selbst erkrankt, auch mit dem Arbeitsplatz begründete COVID-19-assoziierte Todesfälle sind international belegt. – Zustände, die der DBfK mehrfach kritisierte und deren Auswirkungen auf die in dieser Situation arbeitenden Menschen noch gar nicht absehbar sind. Beruflich Pflegende geraten in der ersten Reihe der Versorgung an psychische Grenzen - oder darüber hinaus.

Psychologin und Traumatherapeutin Dr. Henrike Zellmann beantwortet am 25. Mai 2020 ab 17 Uhr Fragen, die vorab an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! gesandt werden können und erläutert psychotherapeutische Unterstützungsoptionen im einem Live-Stream auf YouTube. Der Live-Talk leitet ein an beruflich Pflegende adressiertes Kooperationsangebot von Deutschem Berufsverband für Pflegeberufe DBfK und Psychotherapeut/innen ein.

Autor: DBfK / © EU-Schwerbehinderung



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