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Pflegeverband: Pflegefachpersonen sollen Pflegepolitik zum Wahlkriterium machen

Bildbeschreibung: Zwei Frauen mit einer Mundmaske.
Foto: © cottonbro

Diesen Sonntag finden die Wahlen zum Deutschen Bundestag und zu den Landesparlamenten in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin statt. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe Nordost e.V. (DBfK Nordost) ruft seine Mitglieder dazu auf, die bevorstehende Wahl zur #Pflegewahl2021 zu machen.

Bereits in den vergangenen Wochen haben der Bundesverband und der DBfK Nordost ihre Mitglieder umfassend über die pflegepolitischen Positionen und Pläne der unterschiedlichen Parteien und Kandidat:innen informiert. Mit dem vom Bundesverband im Rahmen der #PflegeWahl2021-Kampagne entwickelten PflegOMat können die Wählenden anhand von acht Thesen überprüfen, wie sich die demokratischen Parteien im Bundestag zu den pflegepolitischen Kernforderungen des DBfK positionieren.

Analog dazu hat der DBfK Nordost für die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern und die Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin Wahlprüfsteine veröffentlicht, die die pflegepolitischen Positionen demokratischer Parteien in beiden Bundesländern abbilden. Im August hat der DBfK Nordost außerdem drei Pflegetreffs veranstaltet, bei denen die Verbandsmitglieder Vertreter:innen führender Parteien zu pflegerelevanten Themen befragt und mit ihnen diskutiert haben. Die Wahlprüfsteine, Zusammenfassungen der Pflegetreffs und FAQs zu den Wahlen finden Sie auf der Website des Verbandes.

„Applaus ist nicht genug! Wir sollten wählen gehen, um unserem Beruf endlich die Anerkennung zu verschaffen, die er verdient“ sagt Natalie Sharifzadeh, Geschäftsführerin des DBfK Nordost. „Wir sind es unseren Patient:innen, Bewohner:innen und all denen, die darauf vertrauen, von uns die bestmögliche Pflege zu bekommen, schuldig, dafür zu sorgen, dass die Voraussetzungen für eben diese Pflege geschaffen werden.“

Warum der Gebrauch ihres Wahlrechts für Pflegefachpersonen von besonderer Bedeutung ist, ergänzt Vorstandsmitglied Anja Katharina Peters und zitiert Agnes Karll, eine der Begründerinnen des DBfK: „Selbstständigkeit ohne Verantwortung gibt es nicht, das muss sich jede einzelne von uns dauernd vor Augen halten.“ Sie führt weiter aus: „Die anwaltschaftlichen Aufgaben, die auch der International Council of Nurses (ICN), der Weltbund der Pflegenden, als Bestandteil ethisch verantwortlichen professionellen Pflegehandelns definiert, lassen sich in einem demokratischen Staat unter anderem durch Beteiligung an Wahlen wahrnehmen.

Es gilt dabei, sich über die Parteiprogramme zu informieren und eine verantwortungsbewusste Wahlentscheidung im Sinne von Gesundheitsfürsorge, sozialer Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit zu treffen.“ Peters fasst zusammen: „Wenn wir eine Politik wollen, die unseren Berufsstand fördert und sich um die oben genannten Aufgaben kümmert, müssen wir Politiker:innen wählen, die diese Anliegen umsetzen – und sie in der laufenden Legislaturperiode daran erinnern.“

Autor: DBfK / © EU-Schwerbehinderung



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