Herzlich Willkommen

EU-Schwerbehinderung

Das Online-Nachrichtenportal.
Politik, Soziales, Behinderung, Rente 
und vieles mehr .... Kritisch, sachlich und offen.

 

 

 

Die Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat für das Jungendfreiwilligen Jahr Finanzierungskonzept vorgestellt

Bildinhalt: Eine Mädchen das ein Buch liest auf einer Couch

Für die unter 27-Jährigen hat die Bundesfamilienministerin die Eckpunkte für das Finanzierungskonzept eines Jungendfreiwilligenjahres vorgestellt. Dieses beinhaltet das Freiwillige Ökologische Jahr und Freiwillige Soziale Jahr sowie den Bundesfreiwilligendienst. Ein einheitliches „Freiwilligengeld“ soll der neue Plan sein für alle die unter 27 sind.

Der Bund soll das Taschengeld in allen drei Diensten monatlich übernehmen bis zu 402 Euro, sowie die Sozialversicherungsbeiträge. Bei 250 Euro war bislang die Obergrenze im Bundesfreiwilligendienst. Zudem soll jeder Freiwillige für den ÖPNV einen Zuschuss von 25 Euro pro Monat bekommen. Zurzeit haben die Länder verschiedene Modelle für die Finanzierung.

Das Ziel sei ein Rechtsanspruch auf die Förderung für die unter 27-Jährigen in Deutschland. So solle keiner weil das Geld fehle nicht aufgenommen werden. Jeder soll ein Recht haben auf den Bundeszuschuss, sobald ein Platz gefunden wurde.

Ab 2019 soll eine bessere pädagogische Förderung in Gestalt von begleitenden Seminaren stattfinden. Im öffentlichen Dienst soll ein Zertifikat nachdem Jugendfreiwilligendienst bei Auswahlentscheidungen mitberücksichtigt werden. Außerdem will die Bundesfamilienministern dass es Bonus-Regelungen bei der Berechnung beim Numerus clausus oder Wartesemstern geben soll oder die helfen dabei, dass der Dienst als Pflichtpraktikum anerkannt werde.

Ab 2019 sollen Freiwillige mit Behinderung bessere Unterstützung erhalten durch Assistenten, die nicht durch das Bundesteilhabegesetz mit abgedeckt sind. Zudem will das Ministerium mit einem besonderen Format alle bildungsbenachteiligten Jungen Menschen unterstützen. Eine Teilzeitregelung für unter 27-Jährige soll in dem nächsten Jahr in Kraft treten, die bisher wenig interessierte Anreizen soll.

Ein Gegenmodell ist die Idee zu dem von der CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer Giffey lehnt das vorgeschlagen Pflichtjahr ab. Giffey sagte: „Wir wollen, dass das, was schon gut läuft, auch tatsächlich gut wirken kann“. So sollen die Vorrausetzungen verbessert werden, damit sich freiwillig die jungen Menschen aus Überzeugung dafür einsetzen. Giffey meinte, dass ihr Konzept günstiger sei als ein Pflichtjahr.

Eine Milliarde Euro würde es am Ende jährlich kosten. 5 bis 12 Milliarden Euro würde ein Pflichtjahr nach den Berechnungen des Ministeriums kosten. 327 Millionen Euro stehen im Bundeshaushalt für 2019 für die Freiwilligendienste, 65 Millionen mehr als für das Jahr 2018.

Im Freiwilligendienst sollen 2019 mehr Plätze zu Verfügung stehen. Mehr als 600 im Freiwilligen Ökologischen Jahr, mehr als 5 000 im Bundesfreiwilligendienst. Die Organisationen und Verbände sehen mit durch weitere Verbesserungen 120 000 Plätze für die unter 27-Jährigen, dieses sind 40 000 mehr als zurzeit.

Von Rund 800 000 Schulabgängern wären das 16,67 Prozent. Die Weiterentwicklung soll schrittweise nach Giffeys willen erfolgen. Die Grundlegenden Ziele sein definiert mit den richtigen Grundbausteinen. Zudem komme es auch darauf an, wie der Koalitionspartner verhalte.

Quelle: aerzteblatt.de

Wenn Sie immer auf den neuste Stand sein wollen, dann empfehlen wir ihnen unsere APP EU-Schwerbehinderung mit der Sie ganz leicht Zugang zu unseren neusten Artikeln haben.

 

Armut ist bei Menschen mit Behinderung immer noch ein Thema

Bildbeschreibung: Auf dem Bild sind viele Geldmünzen zu sehen

Wenn wir an das Thema Armut denken, fallen bei den meisten Menschen sofort Personengruppen wie Langzeitarbeitslose, alleinstehende oder Menschen mit Migrationshintergrund in den Focus. Zu selten wird daran gedacht, dass aber auch noch ganz andere Menschengruppen davon betroffen sind. Menschen mit Behinderung oder gar Menschen die auf Hilfe angewiesen sind. Dabei sind es gerade diese Menschen, die von Armut besonders hart getroffen werden, da diese Menschengruppe oft für ihr tägliches Leben, einen höheren Bedarf haben, wie andere Menschen die bspw. auf Sozialleistungen abhängig sind. Oft liegt das am erhöhten Medikamentenbedarf, Zusatzbedarf für Hilfsmittel oder einfach nur an zusätzlichen Kostenaufwand der durch die Teilhabe am gesellschaftlichem Leben entsteht. 

Wen wir an Menschen mit Behinderung denken, fokussiert sich unser Gesetzgeber stark an dem Thema Teilhabe, die auf das Arbeitsleben ausgerichtet ist. Doch Personen die eben nicht mehr in der Lage sind, durch die Ausübung einer Tätigkeit eigenes Einkommen zu erhalten, sind kaum berücksichtigt und somit oft auf Sozialleistungen angewiesen. Dabei hat nicht jeder Mensch mit Behinderung automatisch einen Anspruch auf die 17% Mehrbedarf, ist aber nicht selten durch seine Krankheit, finanziell genauso stark belastet, wie Personen mit Anspruch auf den Mehrbedarf.

Das die Politik diese Personengruppe kaum in den Fokus hat, zeigte das jüngst verabschiedete Rentenpaket. Hier wurden erwerbsgeminderte Bestandsrentner wieder einmal nicht berücksichtigt und das trotz Kritik des Bundesrats. Klagen, zum Beispiel auf Grundlage des § 44 SGB X, traut sich kaum jemand, oder betroffenen Personen fehlt einfach die Kraft dazu, denn eine Klage auf Grundlage der Menschenrechte vor dem Sozialgericht zu führen, ist kein einfaches Thema. 

Auch der Sozialverband hatte bei der Eröffnung einer Fachtagung am Montag in Berlin, das Thema "Armut bei Menschen mit Behinderung" im Fokus. Was nützt es aber, wenn das Thema zwar thematisiert, aber politisch nicht angegangen wird? Den Betroffenen behinderten Menschen mag wenig damit geholfen sein, wenn alle Institutionen das Thema zwar als wichtig erachten, aber politisch keine spürbare Veränderung zu erkennen ist.

Für Menschen mit Behinderung ist die Situation mehr als unbefriedigend, denn alleine das "Warten auf Veränderungen" oder auf "politische Einsicht" wird kaum zu einer Änderung der Situation führen.

Was viele nicht wissen, es gibt einen UN- Sozialpakt, der auch von Deutschland unterzeichnet wurde. Dort wurden bereits die höhe der Sozialleistungen in Deutschland kritisiert. Auf Anfragen an das BMAS (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) kam leider auch nur eine Antwort, die nicht erkennen lässt, dass seitens der Bundesregierung überhaupt Änderungen geplant sind um der Situation entgegen zu wirken. 

Hinsichtlich der UN- Behindertenrechtkonvention (UN-BRK) gibt es einen sogenannten "Nationalen Aktionsplan" (NAP). Auch hierzu haben wir das BMAS befragt und folgende Antwort enthalten:

Da derzeit das Staatenberichtsverfahren zur UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) läuft, möchten wir gerne auf die Empfehlungen hinweisen, die zum Abschluss des Verfahrens dann der Ausschuss zur UN-BRK annehmen wird. Die Frageliste wurde Anfang Oktober veröffentlicht. Zu Artikel 28 der UN-BRK (angemessener Lebensstandard und sozialer Schutz) wird die Bundesregierung in fünf Fragen insbesondere auch zu Sozialschutzmaßnahmen und zu in Armut lebenden Familien befragt. Hierauf wird die Bundesregierung in ihrem nächsten Bericht antworten.

Wir dürfen also gespannt sein, wie hier die Antworten der Bundesregierung aussehen werden. 

 

 

Wenn Sie immer auf den neuste Stand sein wollen, dann empfehlen wir ihnen unsere APP EU-Schwerbehinderung mit der Sie ganz leicht Zugang zu unseren neusten Artikeln haben.

 

 

Kollabiert das Gesundheitssystem?

Bildbeschreibung: Auf dem Bild ist die Flagge von Hamburg zu sehen

Eigentlich ist die Gesundheitsversorgung etwas selbstverständliches. Am Beispiel von einem Fall in Hamburg, gewinnt man aber schnell ein anderes Gefühl. Konkret ging es um eine Person, die unter akuten Schmerzen, nicht lokalisierbar, litt und nicht mehr in der Lage war, eine Arztpraxis aufzusuchen, da die Person nur noch liegen konnte. Da die Person zudem nicht in Hamburg wohnend, sondern nur auf Besuch war, besaß die Person keinen Hausarzt. Was blieb, war die 112. Doch dort verwies man auf die 116117, den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Auch dieser war erst in der Lage nach 3- 4 Stunden überhaupt einen Arzt vorbei zu schicken. Erst ein wiederholter Anruf unter der 112 führte dazu, dass die Person in das nächste Krankenhaus verbracht werden konnte.

Im Krankenhaus versorgt? Auch nicht immer. Die Person wurde eingeliefert. In Ermangelung an Liegen in der Notaufnahme, musste die betroffene Person ihre Liege verlassen und trotz hohem Fieber und anderen gesundheitlichen Einschränkungen, die nächsten Stunden in der Notaufnahme stehend verbringen. 

Ein anderer Fall, ebenfalls in Hamburg geschehen, ist genauso alarmierend. Dabei handelte es sich um eine Person, schwerbehindert (GdB 80% und Merkzeichen G,B,H). Als Neu Zuzug suchte diese Person im ersten Schritt einen neuen Hausarzt (Allgemeinmediziner). Aufgrund der Behinderung war der erforderliche Radius für einen neuen Hausarzt auf 3 km begrenzt. Ergebnis der Suche ist erschreckend, denn in der Tat ist es so, dass diese Person keinen Arzt finden konnte, der neue Patienten aufnehmen kann.

Insgesamt sind solche Situationen, gerade für Menschen die an chronischen Erkrankungen leiden, aber auch in Notfallsituationen, alles Andere als befriedigend. Steht das deutsche Gesundheitssystem vor einem Kollaps?

Wir werden die Situation weiter verfolgen ...

Mehr Integration für Behinderte im Beruf fordert Aktion Mensch

Bildinhalt: Ein Hand die am Laptop schreibt

Aktion Mensch bemängelt die nach wie vor bestehende unzureichende Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderung. In diesem Jahr ist die Zahl der Arbeitslosen mit einer Behinderung auf 162 373 Suchenden gesunken, dieses geht aus dem Handelsblatt Research Institute (HRI) und dem Inklusionsbarometer des Sozialverbandes vor. Bert Rürup, der HRI-Präsident sagte, dass nicht alle Menschen mit einem Handicap gleichermaßen davon profitieren von der guten Konjunktur wie die Allgemeinheit.

In Frankfurt wurde am 29 November 2018 das Inklusionsbarometer vorgestellt. Seit sechs Jahren ist die Entwicklung für Menschen mit Handicap auf dem Arbeitsmarkt stätig positiv, so Rürup. Dennoch sei es weiterhin wichtig, die Probleme zu erkennen und Lösungen auszuarbeiten.

Mit 11,7 Prozent liegt die Arbeitslosenquote bei Menschen mit Behinderung über die Nichtbehindertenquote mit 5,7 Prozent und in diesem Jahr hat der Abstand wieder erstmals größer geworden.

Dazu kommt die Dauer der Arbeitslosigkeit, laut dem Inklusionsbarometer: So suchten Menschen mit Behinderung durchschnittlich 366 Tage nach einer Beschäftigung, 104 Tage mehr als Menschen ohne Behinderung. Mit 44,4 Prozent ist der Langzeitarbeitlosen Anteil bei Behinderten viel größer, als bei Menschen ohne Behinderung mit 35,6 Prozent. So hießt es das die Anzahl der Pflichtarbeitsplätze für Menschen mit Behinderung gestiegen ist. Unternehmen sind gesetzlich verpflichten ab einer Größe von 20 Mitarbeitern, Menschen mit Behinderung einzustellen.

Jedoch zahlen die Unternehmen bisher lieber die Ausgleichsabgabe: Armin von Buttlar, der Vorstand der Aktion Mensch kritisiert dieses und sagte: „Gerade kleinere Unternehmen, die erstmals unter die Beschäfti­gungspflicht fallen, wissen zu wenig über Fördermöglichkeiten“. Bei 37 182 liegt zurzeit die Zahl der unbesetzten Pflichtarbeitsplätze. . Für Menschen mit Behinderung ist es immer noch schwer Arbeitsplätze zu finden.

Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit hat am 17 April 2018 in Chemnitz mitgeteilt, das 2016 von fast 43 000 Pflichtarbeitsplätzen nur gut 37 000 besetzt waren. Das sind 86 Prozent und ist fast unverändert gegenüber 2015, von 41 800 Pflichtarbeitsplätzen waren 36 300 vergeben. Es erfüllen nur 3 211 Betriebe von 8 224 die Beschäftigungspflicht laut der Arbeitsagentur.

Der Rest zahlte eine monatliche Ausgleichsabgabe oder beauftragten Behindertenwerkstätten, anstatt Schwerbehinderte oder gleichgestellte im Unternehmen zu beschäftigen. Der Abgabenquote ist je nach Beschäftigungsquote und von der Arbeitsplatzzahl abhängig. Dieses liegt bei jedem nicht besetzten Pflichtarbeitsplatz zwischen 125 und 320 Euro im Monat.

Ab einer Anzahl von 20 oder mehr Arbeitnehmern, sind Betriebe in Deutschland dazu verpflichtet fünf Prozent der Arbeitsplätze an Menschen mit Behinderung zu vermitteln. Wenn dieses nicht eingehalten wird, muss eine finanzielle Ausgleichsabgabe als Strafe für die Nichterfüllung erbracht werden. So beträgt in Sachsen die Quote 4,1 von den vorgeschriebenen fünf Prozent. 

 

Es erfüllen nach Angaben der sächsischen Regionaldirektion nur Berlin 5,4 Prozent, Nordrhein-Westfalen 5,2 Prozent, Hessen 5,2 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern 5,2 Prozent die Beschäftigungsquote. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 4,7 Prozent.

Laut der Beschäftigungsstatistik vom 17 April 2018 waren 2017 im Freistaat 8 575 schwerbehinderte Frauen und Männer als arbeitslos gemeldet. Trotz des guten Arbeitsmarktes und einer guten Ausbildung haben Sie es in Sachsen schwer eine Arbeitsstelle zu finden. Die Arbeitslosigkeit ist zwischen 2010 und 2017 um mehr als 44 Prozent gesunken, doch die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen sank nur um knapp ein Viertel.

Der Agenturchef Klaus-Peter Hansen sagte: “Vorurteile gegenüber Menschen mit einem Handicap können wir uns nicht leisten". Denn meistens seien Sie nach seiner Erfahrung hochmotiviert und meist leistungsfähig. 2017 hatten fast 80 Prozent der arbeitslosen Schwerbehinderten einen Berufsabschluss oder eine akademische Ausbildung laut der Arbeitsagentur.

Dies sind im Durchschnitt aller Arbeitslosen 73,6 Prozent. Zudem sagte Hansen: “Es darf nicht darum gehen, wer alles kann, sondern wer worin besonders gut ist." So fordert er von den Betrieben die Personalauswahl stärkeorientiert zu treffen. “Das ist mit dem Blick auf die hohen Fachkräftebedarfe der richtige Ansatz." Rund 390 000 Schwerbehinderte Menschen leben in Sachsen, zu ihnen zählen Menschen mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 Prozent. Quelle: DPA

Quelle: aerzteblatt.de

Wenn Sie immer auf den neuste Stand sein wollen, dann empfehlen wir ihnen unsere APP EU-Schwerbehinderung mit der Sie ganz leicht Zugang zu unseren neusten Artikeln haben.

 

 

0
+

Gefällt Ihnen der Artikel?

Liken Sie uns. Vielen Dank