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Bundessozialgericht Urteil (BSG): Auch ohne Hartz-IV-Bezug Heizkostenzuschuss vom Jobcenter

Bildinhalt: Die Justitia draußen auf einem Gebäude.

Wer in einem Eigenheim wohnt mit einem niedrigen Einkommen, kann vom Jobcenter einen Heizkostenzuschuss erhalten. Laut Urteil vom BSG (Az: B14 AS 20/18 R) am 8 Mai 2019, können dieses auch Familien oder Personen, die keinen Hartz-IV-Bezug erhalten, wenn sie Beispielsweise für die Befüllung des Öltanks hohe Kosten zu finanzieren haben.

Im Fall ging es um einen fünfköpfige Familie aus Zwickau die vom obersten Sozialrichter recht bekamen. So haben die Eltern die erwerbsätig waren, wenige 100 Euro mehr zusammen verdient, als Sie an Hartz-IV-Leistungen würden bekommen.

Im September 2013 war die Hartz-IV größe höher und somit überschritten, sie mussten für die nächste Heizssaison für Briketts und Heizöl beinahe 1 400 Euro aufbringen. Aus diesem Grunde haben sie den "jährlichen Heizkostenzuschuss" beim Jobcenter beantragt, wie er bei Harz-IV-Empfängern in ähnlicher Situation üblich gezahlt wird. Dieses wurde vom Jobcenter abgelehnt. So sei das Heizmaterial nicht nur für September, sondern für das ganze Jahr. 

Auf zwölf Monate berechnet könne die Familie die Kosten tragen. Der Familie hatte da BSG einen Heizkostenzuschuss unter der Anrechnung des Einkommens von 1 000 Euro zugesprochen. Auf das "Monatprinzip" haben die Kasseler Richter hingewiesen als Begründung bei den Hartz-IV-Leistungen. So würde es nur zu Abweichungen kommen, wenn dieses das Gesetz vorsehe. Im Fall des Heizkostenzuschuss sei dieses nicht der Fall.

Daher sei der Bedarf in dem Monat zu decken in dem er aufgekommen sei, auch wenn das Heizmaterial für einen längeren Zeitraum sei. Den Eltern sei kein "sozialwidriges Verhalten" anzulasten.

Quelle: bsg.bund.de

Verstärkter Einsatz zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf europäischer Ebene vereinbart

Bildinhalt: Ein Stacheldrahtzaun und im Hintergrund steht Human rights.

Rückblick - Treffen der europäischen NMRI am 14. Mai in Brüssel zur Umsetzung der UN-BRK

Das Arbeitsgremium zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention des Europäischen Netzwerks der nationalen Menschenrechtsinstitutionen (ENNHRI CRPD Working Group) hat sich bei seinem diesjährigen Treffen in Brüssel verstärkt über die Möglichkeiten seines Engagements auf europäischer Ebene ausgetauscht.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe haben sich beispielsweise darauf verständigt, sich an der bevorstehenden Evaluation der aktuellen European Disability Strategy (2010-2020) und der Ausarbeitung der neuen Strategie (2020-2030) zu beteiligen. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Diskussion mit Mitgliederorganisationen des EU CRPD Monitoring Framework (bestehend aus European Ombudsman, EU Fundamental Rights Agency, European Parliament, European Disability Forum) über mögliche Prioritäten und Lücken beim Monitoring der Umsetzung der UN-BRK durch die Europäische Union. 

Auf nationaler Ebene zeichnete sich ab, dass die meisten der vertretenen NMRI derzeit zu drei Schlüsselthemen arbeiteten: inklusive Bildung, Modelle zur unterstützten Entscheidungsfindung sowie politische Partizipation und Repräsentation von Menschen mit Behinderungen. Im Rahmen einer vertieften Diskussion zum Thema inklusive Bildung wurde die Notwendigkeit betont, endlich von einer formalen Beratung mit Menschen mit Behinderungen hin zu einer effektiven Zusammenarbeit zu kommen. Weitere Herausforderungen wurden darin gesehen, neben der Schaffung von formaler Gleichheit beim Zugang zu allgemeinen Schulen auch gleiche Bildungschancen in der Praxis sowie gesellschaftliches Bewusstsein zu schaffen, welche Vielfalt an Facetten inklusive Bildung umfasst.

In dieser Sitzung hat außerdem Sara Brunet von der britischen NMRI (Equality and Human Rights Commission) den Vorsitz der Arbeitsgruppe, den sie viele Jahre mit viel Einsatz und Engagement innehatte, abgegeben. Wie die ENNHRI-Generalsekretärin Debbie Kohner dankt ihr auch das Deutsche Institut für Menschenrechte für ihren Beitrag, ENNHRI zu einem zentralen Akteur in der europäischen Behindertenrechtspolitik gemacht zu haben. Als neue Vorsitzende wurde Rusudan Kokhodze von der georgischen NMRI (Ombudsman of Georgia) von der Arbeitsgruppe gewählt.

Quelle: Deutsches Institut für Menschenrechte

Pflege-Report 2019: Sicherstellung von Personal und Finanzierung drängt

Bildinhalt: Eine älteres Senioren Paar laufen draußen.

Bis 2030 werden allein aufgrund der Alterung der Bevölkerung zusätzlich rund 130.000 Pflegekräfte in der Langzeitpflege gebraucht. Das zeigt eine aktuelle Analyse, die das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) im Rahmen des Pflege-Reports 2019 durchgeführt hat. Dabei klafft schon heute eine Lücke zwischen der Zahl der benötigten Pflegekräfte und den tatsächlich vorhandenen. Hochgerechnet auf Vollzeitstellen pflegen und betreuen aktuell knapp 590.000 Pflegekräfte die gesetzlich versicherten Pflegebedürftigen. 2030 werden rund 720.000 Personen benötigt. Bis zum Jahr 2050 steigt der Bedarf auf insgesamt knapp 1 Million Pflegekräfte an. "Dabei sind weitere Einflüsse auf den Personalbedarf in unserer Projektion noch gar nicht abgebildet. So entwickelt sich die Zahl der Pflegebedürftigen regelmäßig deutlich schneller, als sich allein aufgrund der demographischen Entwicklung ergibt. Auch die bereits angekündigten Regelungen zur verbesserten Personalbesetzung in Pflegeheimen sind in diesen Zahlen noch nicht berücksichtigt", sagt Dr. Antje Schwinger, Leiterin des Forschungsbereichs Pflege im WIdO und Mitherausgeberin des neuen Pflege-Reports.

Wie sich der Bedarf an Pflegefachpersonal in Zukunft entwickelt, hängt eng mit der Entwicklung der Pflegebedürftigkeit in Deutschland zusammen. Laut Pflege-Report waren 2017 ca. 4,6 Prozent der gesetzlich Versicherten auf Pflege angewiesen. Nach den Prognosen des WIdO wird ihr Anteil bis 2030 auf 5,5 Prozent ansteigen. 2050 werden sogar 7,4 Prozent der gesetzlich Versicherten auf Unterstützung durch die Pflegeversicherung angewiesen sein.

Diese Entwicklung ist aufgrund der jeweiligen Altersstruktur jedoch in allen Bundesländern unterschiedlich. 2017 reichte die Spanne des pflegebedürftigen Bevölkerungsanteils von 3,5 Prozent in Bayern bis 6,7 Prozent in Brandenburg. Für 2030 prognostiziert der Pflege-Report Anteile zwischen 4,1 Prozent in Bayern und 8,8 Prozent in Brandenburg, 2050 werden die Unterschiede noch größer. Hamburg hat danach mit nur 5,5 Prozent den niedrigsten Anteil an Pflegebedürftigen, in Brandenburg steigt dieser auf 11,1 Prozent. Damit legt der Anteil der zu pflegenden Bevölkerung in fast allen Bundesländern von 2017 auf 2050 um 60 bis 70 Prozent zu, lediglich in den Stadtstaaten fällt der Anstieg mit 40 Prozent geringer aus. "Alle Bundesländer müssen sich den absehbaren personellen Herausforderungen stellen, die mit der Entwicklung der Pflegebedürftigkeit zusammenhängen. Deswegen ist es wichtig, dass die von der Konzertierten Aktion Pflege gesetzten positiven Impulse, beispielsweise bei der Bezahlung und der Ausbildung, zügig aufgegriffen werden," so Antje Schwinger. Und weiter: "Unsere Prognosen belegen zugleich eindrucksvoll, dass bei der Pflege noch viele Herausforderungen zu bewältigen sind."

Ungelöst sind auch die Fragen, wie die Finanzierung der Pflegeversicherung in Zukunft stabil aufgestellt werden kann und wie Pflegebedürftige vor finanzieller Überlastung geschützt werden. So sind die Ausgaben der sozialen Pflegeversicherung - ohne die Mittel für den Pflegevorsorgefond - in nur sechs Jahren von 23 Milliarden Euro im Jahr 2012 auf 40 Milliarden Euro im Jahr 2018 angestiegen. Bis ins Jahr 2022 ist nach einer Prognose des WIdO eine weitere Erhöhung auf rund 50 Milliarden Euro zu erwarten. Das entspricht einem Anstieg von 220 Prozent in nur 10 Jahren.

Zugleich werden im heute bestehenden Teilleistungssystem der Pflege alle Kosten für bessere Arbeitsbedingungen direkt an die Pflegebedürftigen durchgereicht, so dass deren Eigenanteile weiter ansteigen werden. Aktuelle Auswertungen des AOK-Pflegeheimnavigators zeigen, dass sie schon heute im Mittel für die stationäre Pflege im Heim ca. 740 Euro für pflegebedingte Ausgaben aus eigener Tasche zahlen, zuzüglich der Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie Investitionskosten - in Summe 1.900 Euro. Antje Schwinger warnt: "Wenn die Grundidee der sozialen Pflegeversicherung erhalten bleiben soll, nämlich das Pflegerisiko mit solidarischer Finanzierung substanziell abzusichern, dann brauchen wir zeitnah weitergehende Reformen." Dazu müsste auch geklärt werden, wie zukünftig die Versorgung gestaltet und die Inanspruchnahme von Leistungen gesteuert werden soll. "In Anbetracht des vorhandenen Personalengpasses und mit Blick auf die endlichen Finanzierungsoptionen der Pflege brauchen wir einen breiten gesellschaftlichen Diskurs, wie wir Pflege gestalten wollen", so Schwingers Fazit.

Der Pflege-Report 2019 "Mehr Personal in der Langzeitpflege - aber woher?" analysiert umfassend die Ursachen der Personalnot und die möglichen Maßnahmen, die ein quantitativ wie qualitativ ausreichendes Angebot an Pflegepersonal sicherstellen sollen. Zu den Ursachen gehören beispielsweise die hohen krankheitsbedingten Fehlzeiten. Sie entstehen durch die psychischen und physischen Belastungen in der Pflege, die häufig als beschwerend empfundenen Arbeitszeitlagen sowie das als nicht leistungsgerecht erlebte Einkommen. Die in den Fachbeiträgen diskutierten Ansatzpunkte, die Pflege wieder attraktiver zu machen und Pflegekräfte zu unterstützen, erstrecken sich u. a. auf Ausbildungsreform und -förderung, Prävention und Gesundheitsförderung für Pflegekräfte, Verbesserungen in der Arbeitsorganisation und Führungskultur, Technikeinsatz in der Pflege, verbesserte Personalquoten, Entlastung durch Zuwanderung und eine bessere Vergütung von Pflegekräften. Ergänzend zum Schwerpunkt werden in einem umfangreichen Datenteil empirische Analysen zur Entwicklung der Pflegebedürftigkeit in Deutschland sowie zur Inanspruchnahme verschiedener Pflegeformen bereitgestellt. Darüber hinaus liefert der Report wesentliche Einblicke über die gesundheitliche Versorgung der Pflegebedürftigen an den zentralen Schnittstellen der Arzneimitteltherapie, zum Krankenhaus und der ambulant-ärztlichen Versorgung.

Quelle: Wissenschaftliches Institut der AOK

Private Pflegeunternehmen steigern Mitarbeitergehälter weiter bpa Arbeitgeberverband in Baden-Württemberg beschließt Erhöhung der Entgelttabelle

Bildinhalt: Eine ältere Mann der auf einem Stuhl sitzt.

Mit der Einführung landesweit einheitlicher Arbeitsvertragsrichtlinien haben private Heime und ambulante Pflegedienste die Basis für transparente und attraktive Vergütungen gelegt - jetzt steigen die Mitarbeitergehälter weiter an. Der Arbeitgeberverband des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) beschloss eine Anhebung der Entgelttabelle um durchschnittlich fast vier Prozent. Damit liegen die Gehälter der privaten Pflegeanbieter auf Augenhöhe mit Arbeitsvertragsrichtlinien und Tariflöhnen von Wohlfahrtsverbänden und kirchlichen Trägern.

"Pflegekräfte erbringen eine wertvolle Arbeit für die Gesellschaft und müssen dafür auch angemessen entlohnt werden. Nachdem wir mit den Arbeitsvertragsrichtlinien gezeigt haben, wie wichtig uns die leistungsgerechte Bezahlung der Pflegenden ist, geht es nun um die Weiterentwicklung der Löhne und Gehälter und deren angemessene Refinanzierung", sagte der baden-württembergische bpa-Landesvorsitzende Rainer Wiesner.

Die positive Lohnentwicklung zeige auch, wie rückwärtsgewandt die aktuelle politische Diskussion um einen flächendeckenden Tarifvertrag in der Pflege sei. "Löhne und Gehälter steigen sichtbar an - und das mit allen flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten und Anreizen, die ein Tarifvertrag eben nicht bieten kann, die den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Pflege aber enorm wichtig sind."

Im Gespräch mit den Kassen und Sozialhilfeträgern gehe es nun darum, Lohnsteigerungen auch entsprechend zu finanzieren, kündigte Wiesner an: "Wer sich wie Politik und Kostenträger öffentlich für eine Aufwertung des Pflegeberufes ausspricht, muss Farbe bekennen und darf sich nicht der Verantwortung entziehen."

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 11.000 aktiven Mitgliedseinrichtungen (davon fast 1.200 in Baden-Württemberg) die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-)stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 335.000 Arbeitsplätze und circa 25.000 Ausbildungsplätze (siehe www.youngpropflege.de oder auch www.facebook.com/Youngpropflege). Das investierte Kapital liegt bei etwa 26,6 Milliarden Euro.

Quelle: bpa

Düsseldorf Urteil: 50 Euro Taschengeld dürfen nicht auf Harz IV angerechnet werden

Bildinhalt: Eine Justitia  auf einem Gebäude.

Das Düsseldorfer Sozialgericht hat eine 24-Jährigen Kläger Recht gegeben, er ist selbständig und hat von seiner Mutter 110 Euro, sowie 50 Euro Taschengeld von seiner Oma für Bewerbungskosten bekommen. Das Jobcenter hatte das Taschengeld mit angerechnet, dagegen hatte der 24-Jährige geklagt.

Alle Einnahmen und Vermögenswerte werden auf die Leistungen mit angerechnet. Doch es gibt einige Ausnahmen wenn Beispielsweise diese grob unbillig sind. Das Düsseldorfer Sozialgericht urteilte das Taschengeld sei grob unbillig. 

Das Taschengeld von der Oma dient für die Bewerbungskosten. Schließlich sind die 50 Euro nicht bestimmt um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Zudem sei das Taschengeld so gering, dass daneben noch ein Leistungsbezug gerechtfertigt sei.

Etwa einen Achtel würden die 50 Euro des Regelbedarfs entsprechen. Der Regelsatz beträgt seit 1 Januar 2019 für alleinstehende 424 Euro, bei Partner einer Bedarfsgemeinschaft sind es 382 Euro.

Dabei wird der Regelsatz seit 2010 anhand der Nettolohn- und Preisentwicklung jährlich zum 1 Juli angepasst. 

Az. Sozialgericht Düsseldorf, S 12 AS 3570/15

Quelle: justiz.nrw.de

Lebensmittelwarnung: Rückruf für Bayern des Produkts "Mehlzauber"

Die Kunstmühle Reisgang GmbH ruft aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes eine Charge Mehlzauber „Roggenmehl Type 1150“ mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 17.07.20 zurück. 

Auf dem Bild ist das zurückgerufene Produkt zu sehen.

In dem Roggenmehl wurde eine erhöhte Menge an Ergotalkaloide festgestellt. Alkaloide finden sich hauptsächlich im Mutterkorn, das auf Getreideähren und Gräsern wächst. Ein Verzehr kann zu Übelkeit, Kopfschmerzen, Bluthochdruck oder in seltenen Fällen Halluzinationen führen. Die Kunstmühle Reisgang GmbH hat umgehend reagiert und die Ware sofort aus dem Verkauf genommen.

"Alle anderen Produkte der Kunstmühle Reisgang GmbH sind davon nicht betroffen und uneingeschränkt zum Verzehr geeignet. Kunden, die das Roggenmehl erworben haben, sollten dieses in der jeweiligen Verkaufsstätte zurückgeben. Dort erhalten sie den Kaufpreis ohne Vorlage eines Kassenbons zurückerstattet. ", heißt es weiter in der Pressemitteilung des Herstellers.

Betroffene Bundesländer: Bayern

Quelle: Pressemitteilung der Kunstmühle Reisgang

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung Westerfellhaus präsentiert das Konzept des Pflege Ko-Piloten

Bildinhalt. Ein ältere Mann der an einem Tisch sitzt.

Für viele ist die Pflege der Angehörigen eine sehr hohe Belastung. Sie stehen im Alltag vor der Herausforderung die Pflege zu meistern und oft noch neben bei dieses mit ihren Beruf zu vereinbaren. Auch wirft die Pflege viele Fragen auf wie Beispielsweise die Leistungen und die Unterstützungsangebote. Zudem kommt ist die häusliche Pflege eine besondere Herausforderung denn hier ist eine sehr große Abhängigkeit, die zu einer sehr großen Belastung führen kann.

Denn gerade hier bedarf es ein Angebot zu schaffen, das die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen unterstützt. Bei allen rechtlichen und Fachlichen Angelegenheiten.

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung hat deswegen den Vorschlag, „Kontrollbesuche“ künftig durch den Pflege Ko-Piloten durchführen zu lassen. Dabei soll er die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen unabhängig beraten und unterstützen, so auch bei Themen wie Wut oder Scham. 

Andreas Westerfellhaus sagte: „Die häusliche Pflege braucht frühzeitige vertrauensvolle Beratung und Unterstützung. Nur so kann der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff und der damit verbundene Paradigmenwechsel konsequent umgesetzt werden: weg von der Bevormundung der Pflegebedürftigen hin zu individueller Unterstützung bei der Gestaltung des Alltags mit Pflegebedürftigkeit.“

Konzept Ko-Pilot final

PM Pflege Ko-Pilot

Quelle: pflegebevollmaechtigter.de

Jens Spahn will eigenen Datenschutz

Bildbeschreibung: Pressebild Jens Spahn

Deutschland hat eigene sehr gute Datenschutzgesetze, die zudem durch die Datenschutzgrundverordnung der EU gestärkt werden, doch das scheint Jens Spahn nicht zu reichen. Das könnte zumindest der erste Eindruck sein, den das Handelsblatt berichtete, dass Spahn ein eigenes Datenschutzgesetz für seine elektronische Patientenakte wünscht. 

In der Tat hat Spahn bereits gesetzlich geregelt, dass gesetzliche Krankenkassen ihren Versicherten ab 2021 eine Digitalakte anbieten müssen. Damit sollen nicht nur Doppeluntersuchungen vermieden werden, sondern behandelnde Ärzte haben so schnelleren Zugriff auf beispielsweise Impfdaten oder andere dringend benötigte Informationen, wie Arzneiunverträglichkeiten. Aber auch andere Informationen, wie die Krankengeschichte oder gar Röntgenbilder, lassen sich so schnell austauschen.

Solche Vorhaben lassen Datenschützer aufhorchen, denn schließlich dreht es sich hier um höchst sensible Daten. Eine zweite in der Kritik stehende Problematik ist dabei die Frage, welcher behandelnde Arzt überhaupt welche Informationen erhalten soll, denn ein Augenarzt hat aufgrund seiner Fachrichtung, einen ganz anderen Fokus als beispielsweise ein Orthopäde.

Leider liegen uns noch keine konkreten Informationen vor, die detaillierter darstellen, was mit einem "eigenen Datenschutzgesetz" erreicht werden soll, zumal es schon heute unter vielen Menschen Verunsicherungen gibt. Nicht immer gehen Ämter mit Daten so um, wie es eigentlich seitens der Datenschützer erwartet wird, wie uns Fälle zeigen, die unserer Redaktion vorliegen.

Pflegeausbildung in Bremen in Gefahr

Bildinhalt: Eine Frau die eine Dame im Rollstuhl draußen begleitet.

Eine gute Ausbildung von Pflegefachpersonen ist kein Kostenfaktor, sondern eine Investition in die Gesundheit der Bevölkerung.

Aktuell gelingt es der Politik, den Kostenträgern und den Leistungserbringern in Bremen nicht, die wichtige Reform der Pflegeausbildung in die Praxis umzusetzen. Damit ist eines der wichtigsten Projekte zur Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung in Bremen in akuter Gefahr. Die neue Pflegeausbildung soll ab dem 1.1.2020 auch in Bremen umgesetzt werden.

"Dass es im Lehrer-Schüler-Zahlenverhältnis und in der Praxisanleitung einen dringenden Regelungsbedarf gab, verdeutlicht, wie dringend nötig eine Reform der Pflegeausbildung war." sagt Martin Dichter, Vorsitzender des DBfK Nordwest. So begrüßt der Berufsverband die in Bremen bereits getroffene Festlegung auf maximal 15 Auszubildende pro Lehrperson. 

Im Vordergrund steht die gute Qualität der pflegerischen Versorgung, auf die die Bevölkerung einen Anspruch hat. Diese erfordert aber auch eine angemessene Refinanzierung der Ausbildung. Denn eine gute Ausbildung ist nur mit ausreichendem Personal und einer guten praktischen Anleitung zu gewährleisten. "Eine gute Ausbildung von Pflegefachpersonen ist kein Kostenfaktor, sondern eine Investition in die Gesundheit der Bevölkerung", so Dichter

Ausgerechnet in der Finanzierung der neuen Ausbildung konnte bislang keine Einigung zwischen den Leistungserbringern, den Leistungsträgern und dem Land Bremen erzielt werden. Eine Interessengemeinschaft aus Krankenhausgesellschaft, Freier Wohlfahrtspflege und privaten Leistungserbringern hat bereits in einem Schreiben an die Entscheidungsträger des Landes Bremen den Appell gerichtet, ihre Position als Kostenträger zu überdenken.

Vor diesem Hintergrund fordert der DBfK Nordwest die gewählten Vertreter der Bremer Bürgerschaft sowie die Kostenträger auf sich sofort den Herausforderungen in der Pflegeausbildung in Bremen zuzuwenden und so ihrer Verantwortung gegenüber der Bevölkerung und den Bremer Pflegenden gerecht zu werden. Jede weitere Verzögerung gefährdet den pünktlichen Start der neuen Pflegeausbildung.

Die Pflegeberufereform sieht die Zusammenführung der bisherigen Ausbildungsgänge Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und Altenpflege vor. Gleichzeitig definiert das Pflegeberufegesetz u.a. vorbehaltene Tätigkeiten, selbstständige Kompetenzprofile und die Erweiterung des Kompetenzprofils um heilkundliche Aufgaben für Pflegefachpersonen. Hiermit soll auch der steigenden Verantwortung der Pflegeberufe Rechnung getragen werden. Das Gesetz regelt auch, wie viele Auszubildende eine Lehrperson maximal betreuen darf und wie die praktische Ausbildung umgesetzt werden muss.

Quelle: DBfK Nordwest

Workshop mit Roboter Pepper

Bildinhalt: Pflegeroboter Pepper

In Zukunft fordern die Forscher der bei Hochschulen sollen die Themen Digitalisierung und Robotik in der Ausbildung von Pflegekräfte mitberücksichtigt werden. Die Wissenschaftler haben für ihre Studie bereits zusammen mit einem Roboter „Pepper“ 50 Ziele bundesweit besucht und auf Workshops diskutiert und Informationsveranstaltungen mit Lehrenden, Pflegeschülern, Fachkräften des Gesundheits- und Pflegebereichs sowie der Öffentlichkeit absolviert. Quelle: aerzteblatt.de

Zu neuen Inspirationen und Ideen führte die Projekttour für den Einsatz von Pflegerobotern. Beispielsweise das in Zukunft Roboter beim Einkaufen unterstützen die Senioren oder mit ihnen gemeinsam Übungen bei der Sturzprävention machen.

Schülerinnen bringen Roboter Pepper ins Spiel Roboter, die von allen Alltagsaufgaben entlasten - viele Menschen träumen von solchen intelligenten Helfern. Nie wieder ein Zimmer aufräumen, staubsaugen... Wann gibt es das? In einem Sommerferien-Workshop des "smile"-Projektes können Schülerinnen der Klassenstufen 7 bis 9 mit Spaß kreativ werden. 

Am Mittwoch, 10. Juli, und am Donnerstag, 11. Juli 2019, wird jeweils von 9 bis 15.30 Uhr ein zweitägiges Projekt angeboten. Die Schülerinnen werden im Robotiklabor am Institut für Künstliche Intelligenz, ECOTEC 5, Am Fallturm 1, des Fachbereichs Mathematik/Informatik einen eigenen Roboter entwerfen. "Mein smarter Roboter: Bring Pepper ins Spiel" heißt das kostenlose Angebot, für das noch Plätze frei sind. Das smile-Team programmiert ein Spiel mit Roboter Pepper in der Hauptrolle, das auf dem Handy gespielt werden kann. Während einer Schnitzeljagd über den Campus können die Teilnehmerinnen Spannendes über die Uni Bremen erfahren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Über das smile-Projekt:

Der Frauenanteil in Informatikstudiengängen und -berufen ist mit rund 20 Prozent in Deutschland nach wie vor sehr niedrig. Das ist bedauerlich, denn IT-Berufe bieten langfristig sichere Zukunftsperspektiven bei überdurchschnittlichen Verdienstmöglichkeiten. Gerade Mädchen und jungen Frauen diese Chancen aufzuzeigen und den Anteil von Frauen in der Informatik nachhaltig zu erhöhen, hat sich "smile" auf die Fahnen geschrieben: Anhand des gesellschaftlich hochaktuellen Themas der smarten Umgebungen wie intelligenten Wohnungen, autonomen Robotern und deren Forschungsgrundlagen soll für junge Frauen und Mädchen ein attraktiver Zugang zu Informatikthemen geschaffen und kontinuierlich gefördert werden. Das Projekt wird vom Bundeministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Quelle: Universität Bremen

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