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Wohnheim für 24 Behinderte entsteht in Baunatal (Kassel in Nordhessen) für 3,2 Millionen Euro

Die Lebenssituation Qualität soll sich für 24 Menschen mit geistiger oder körperlicher Behinderung in gut einem Jahr deutlich verbessern. Das Wohnheim von der Baunataler Diakonie Kassel soll an der Lindenalle in Baunatal entstehen, für circa. 3,2 Millionen Euro. 24 Plätze soll das Wohnheim bieten.

Künftig sollen 14 behinderte Menschen nahezu selbstständig leben in eigenen Appartements. Jeweils sieben wohnen in zwei zusätzlichen Wohngruppen zusammen.

 

Den Bewohnern stehen insgesamt eine Fläche von über 1550 Quadratmetern zur Verfügung. Der Landeswohlfahrtsverband beteiligt sich mit ca. 600.000 Euro, sowie ein ähnlicher hoher Beitrag vom Land Hessen zu Verfügung gestellt wird. Die Betreuung der Bewohner findet dann in kleineren Wohneinheiten statt.

Dieses ist der Trend und nicht mehr in einem großen Komplex. Mit dem Ende der Arbeiten wird ungefähr gerechnet im Januar 2019.

Das Geschäft mit den Altenheimen

Viele Investoren sehen Altenheime als Geldanlage. Es geht um langfristige Renditen.

Leider ist es so, dass dadurch die Pflege leidet. Ein Altenheim als Geschäftsmodell ob das gut gehen kann? Dieses zeigt auch der Fall des Augustinum-Konzerns. Es wurden elf Wohnstift-Immobilien an einen Investor verkauft und zurück gemietet. Dieses war ein Verlustgeschäft, der Schaden soll bei mehr als 70 Millionen Euro liegen. Es wurde deshalb eine Anklage in München erhoben.

Lohnt sich das Altenheim als ein Investment Objekt?

Das Altenheim wird zum Investment Objekt und die Bewohner und deren Angehörige bezahlen die Rendite dafür oder es wird über das Personal erwirtschaftet. Die Pflegeheime müssen die Kosten nicht offenlegen und schaffen somit Intransparenz in der Frage,  für welche Leistungen, wie viel Geld ausgegeben wird.

 

Beispielsweise kostet in Berlin ein Pflegeheimplatz durchschnittlich 3400 Euro im Monat. Die Kosten für den Pflegeheimplatz ergeben sich aus der Lage, Ausstattung sowie das Zimmer.

Die Leistungen für 3400 Euro sind die Pflege, Essen und die Unterbringung. Dabei darf man nicht vergessen: Die Kosten für die Medizinische Leistung, werden von den Krankenkassen übernommen. Die Summe 3400 Euro ist viel Geld. Doch Experten wissen, dass bei guter Pflege die Summe zu gering ist. Jedoch bei schlechter Pflege, ist die Summe immer noch zu hoch. Gerade mit "schlechter" Pflege wird richtig viel Geld verdient. Gute Pflege ist hingegen teuer und als Geschäftsmodell somit weniger attraktiv. Um kosten zu sparen, führt das nicht selten dazu, dass Pflegekräfte Arbeiten übernehmen müssen, die eigentlich kein Bestandteil der direkten Pflege ist.

Die Pflegekraft wird dadurch schnell zur "Küchenhilfe" oder gar die kostengünstige "Küchenhilfe" zur Pflegekraft. Pflegeheime sparen Geld in dem die Altenpfleger die Arbeit Küchenhilfe übernehmen. Es wird gespart, in der Hauswirtschaft, am Personal. In einigen Pflegeheimen müssen die Pflegekräfte das Frühstück und das Mittagessen zubereiten, Putzen und Waschen. Dieses sind keine Pflegetätigkeiten.

Das Resultat ist das die Pflegefachkraft dann in der Pflege fehlt und die Pflege der Bewohner leidet darunter erheblich. Die Pflegekritikerin Cornelia Heintze fordert ein Umdenken, das wir uns ein Beispiel an das skandinavische Modell nehmen sollen. Das Modell: Care als steuerfinanzierte Aufgabe. Dieses ist nicht günstiger, aber besser. Beispielsweise in den skandinavischen Ländern in Belgien und in den Niederlanden kostet ein Pflegeheimplatz ca. 4000 Euro und in Norwegen bis zu 10000 Euro.

Die Kosten sind ganz andere, weil dort wird mit einem besseren Personalschlüssel gearbeitet wird. Dieser ermöglicht es mehr Personal einzusetzen, etwa doppelt so viel Personal wie in Deutschland in einem Pflegeheim. Zudem ist die Bezahlung für die Pflegekräfte besser.

Vielleicht auch eine Inspiration, unsere Petition zu unterstützen, denn Pflege muss für deutsche auch im Ausland möglich sein, wenn diese weiterhin in die deutsche Pflegekasse einzahlen: 


Das wird in Punkte Pflege von der Regierung erwartet

Nach einer von der ARD in Auftrag gegebene Umfrage “Deutschlandtrend“, soll die neue Koalition nach der Regierungsbildung sich um die Verbesserung des Pflegesystems kümmern. 22 Prozent (jeder Fünfte) halten es für die dringlichste Aufgabe das Pflegesystem zu verbessern.

An erster Stelle in der Umfrage stand der Lohn (mit 24 Prozent ein Viertel der Bundesbürger), es ging um gerechtere Löhne, doch gleich danach an zweiter Stelle, die Pflege (mit 22 Prozent). An dritter Stelle mit 18 Prozent, Forderungen nach klaren Regeln für Zuwanderung. Terror- und Kriminalitätsbekämpfung mit 14 Prozent und 13 Prozent mit Klimaschutz.

 

Lediglich 3 Prozent nannten die Digitalisierung zu Förden, als dringlichste Aufgabe.

Das Institut Infratest dimap befragte für den "Deutschlandtrend" im ARD-"Morgenmagazin" von 16. bis 18. Oktober 2017 es wurden 1026 Befragt.

Quelle: Tagesschau.de

Neue GKV-Leistungen für Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen

Ab dem 1. Juli 2018 haben Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen, im Rahmen der GKV, einen verbindlichen Rechtsanspruch auf zusätzliche zahnärztliche Vorsorgemaßnahmen. (siehe auch § 22a SGB V)

Bei Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderung ist das Risiko für Karies-, Parodontal- und Mundschleimhauterkrankungen besonders hoch. Damit haben die Betroffenen erstmals Anspruch auf zusätzliche präventive Betreuung durch Zahnärztinnen und Zahnärzte.

 

Die neuen Leistungen sind:

  • Mundgesundheitsstatus,
  • die Erstellung eines Planes zur individuellen Mund- und Prothesenpflege,
  • die Aufklärung über die Mundhygiene und Maßnahmen zu deren Erhalt,
  • die Entfernung harter Zahnbeläge Pflege- oder Unterstützungspersonen sollen zudem in die Aufklärung und die Erstellung des Pflegeplans einbezogen werden.

Weitere Informationen finden Sie hier unter www.g-ba.de

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