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EU-Schwerbehinderung

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Die Verbände stehen hinter den Pflegekräften

In den Pflegeheimen sind viele Teilzeitbeschäftigt und davon sind circa. 85 Prozent aller Pflegekräfte Frauen. Hinzu kommt das viele einen niedrigen Bildungsabschluss haben.

Das Altenheim wird oft als Zweit- oder Drittberuf gewählt. Deshalb sind viele Mitarbeiter nicht über das Arbeitsrecht aufgeklärt und wenn es Probleme gibt gehen Sie zu Ihrem Chef, anstatt zu Außenstehenden. Kernprobleme sind dabei zu wenig Personal und der Zeitdruck.

 

Dieses Schadet den Patienten und Helfern. Die Verantwortung wird beim Staat gesehen Etliche Verbände möchten Sprachrohr der Pflegekräfte sein. Viele Verbände treten bereits an die Berliner Politiker heran. Die Gewerkschaft Verdi organisiert Streiks und hilft den Pflegekräften ihre Meinung zu vertreten. Weitere Infos hier Verdi

Das Pflege-Thermometer 2018 untersucht Situation in der teil- und vollstationären Pflege

Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) startet mit dem Pflege-Thermometer 2018 die aktuell größte bundesweite Befragung von Einrichtungen der teil- und stationären Langzeitpflege. Die Studie hat das Ziel, die Situation in den Pflegeeinrichtungen, vor dem Hintergrund der zahlreichen gesetzlichen Neuerungen der letzten Jahre, auf Bundes- und Länderebene sowie weiterer aktueller Herausforderungen zu untersuchen.

Die Untersuchung wird von der B. Braun-Stiftung gefördert und dem Verband der Ersatzkassen e.V. unterstützt. Rund 13.500 Fragebögen werden anfang November an alle teil- und vollstationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland versendet. Innerhalb eines Zeitraumes von vier Wochen können sich die Leitungskräfte dieser Einrichtungen an der Studie beteiligen. „In der stationären Langzeitpflege erleben wir seit geraumer Zeit enorme Veränderungen. Das betrifft unter anderem die Personalsituation, aber auch das Leistungsspektrum und Finanzierungsfragen.

Die damit zusammenhängenden Entwicklungen wollen wir mit unserer Studie möglichst aussagekräftig erfassen“, betont Professor Michael Isfort, Leiter der Studie, und hofft auf eine möglichst hohe Beteiligung der Einrichtungen an der Befragung. Hintergrund des Pflege-Thermometers 2018 ist es, dass in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Pflegereformen auf Bundesebene sowie durch landesspezifische Gesetze etliche Veränderungen der Pflegeleistungen, der Finanzierung sowie in den Pflegeausbildungen auch für den stationären Sektor auf den Weg gebracht wurden. Auch angesichts des demografischen Wandels und zunehmender Pflegebedürftigkeit gewinnt die stationäre Langzeitpflege weiter an Bedeutung. Die Ergebnisse der Studie werden im Frühjahr 2018 vorliegen und sollen konkrete Aussagen zum Leistungsspektrum und zu den Potentialen der Einrichtungen, zur Personalsituation und -fluktuation, zur Sicherung der regionalen Versorgung, dem Einsatz neuer Technologien in den Einrichtungen sowie zur Finanzsituation und weiterer aktueller Entwicklungen ermöglichen. „Mit der Befragung möchten wir den Einrichtungen, den Kostenträgern, Verbänden und der Politik wieder repräsentative Daten und Grundlagen für Weichenstellungen in die Zukunft zur Verfügung stellen“, erläutert Professor Frank Weidner, Direktor des DIP. Innerhalb der seit 15 Jahren laufenden Pflege-Thermometer-Reihe stellt die aktuelle Studie bereits die neunte Erhebungswelle dar.

Die Ergebnisse der Pflege-Thermometer-Studien werden kostenlos über die Institutshomepage (www.dip.de) online zur Verfügung gestellt. Das gemeinnützige und unabhängige Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) beschäftigt rund fünfzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu den Auftraggebern und Kooperationspartnern gehören Bundes- und Landesministerien, Stiftungen, Träger von Einrichtungen im Gesundheitswesen, Krankenkassen, Verbände, Kommunen, Hochschulen, wissenschaftliche Institute und weitere Einrichtungen.

Zum Angebot des Instituts gehört das gesamte Spektrum der Forschung, Entwicklung, Evaluation, Beratung, wissenschaftlichen Begleitung und Gutachtenerstellung im Pflege- und Gesundheitswesen. Kontakt: Elke Grabenhorst/ Ruth Rottländer, Tel: 0221/ 46861-30 oder -43

(Veröffentlichung frei) Quelle: http://www.dip.de/

Das Persönliche Budget für Menschen mit Behinderung

Menschen mit Behinderung haben einen Rechtsanspruch auf ein Persönliche Budget. Es soll dazu dienen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Anstelle der Sachleistungen erhält man Geld. Mit dem Geld kann man Beispielsweise selber eine Hilfe bzw. Dienstleistung bezahlen und man wird dadurch Unabhängiger und Selbstständiger. Sie werden gegenüber den Dienstleistern zum Arbeitgeber. Das bedeutet auch mehr Planung und Organisation für Sie.

Wer hat einen Anspruch?

  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit einer körperlichen,
  • seelischen oder geistigen Behinderung,
  • Wer von einer Behinderung bedroht ist.

Welche Leistungen werden finanziert bzw. Welche Voraussetzungen gibt es für das Persönliche Budget?

 

  • Es muss sich um alltägliche und wiederkehrende Bedarf handeln
  • Die Hilfebedarfe werden über Geldleistungen oder Gutscheine finanziert.

Für Welche Hilfen kann das Persönliche Budget verwendet werden?

  • Bei der Pflege
  • Allgemein im Haushalt
  • bei Ämtergängen bei Arztbesuchen
  • bei Fahrdienste bei der Arbeit oder Ausbildung
  • bei Kino- und Theaterbesuchen

Welche Vorteile bringt das Persönliche Budget gegenüber den Sachleistungen?

Viele Menschen mit einer Behinderung sind auf die tägliche Unterstützung im Haushalt angewiesen. Mit dem Persönlichen Budget ergibt sich für einige zum ersten Mal die Möglichkeit in eine eigene Wohnung zu ziehen, da Sie nun einen Assistenten für die Tägliche Hilfe im eigenen Haushalt haben. Das Persönliche Budget bekommen Sie auch, wenn Sie in einer Einrichtung leben. Beispielsweise ein Wohnheim.

Die gesetzliche Regelung ist im Sozialgesetz unter: § 17 SGB IX Ausführung von Leistungen, zu finden.

Persönliches Budget, Zitat:: „Auf Antrag können Leistungen zur Teilhabe auch durch ein Persönliches Budget ausgeführt werden, um den Leistungsberechtigten in eigener Verantwortung ein möglichst selbst bestimmtes Leben zu ermöglichen. Bei der Ausführung des Persönlichen Budgets sind nach Maßgabe des individuell festgestellten Bedarfs die Rehabilitationsträger, die Pflegekassen und die Integrationsämter beteiligt. Das Persönliche Budget wird von den beteiligten Leistungsträgern trägerübergreifend als Komplexleistung erbracht. Budgetfähig sind auch die neben den Leistungen nach Satz 1 erforderlichen Leistungen der Krankenkassen und der Pflegekassen, Leistungen der Träger der Unfallversicherung bei Pflegebedürftigkeit sowie Hilfe zur Pflege der Sozialhilfe, die sich auf alltägliche und regelmäßig wiederkehrende Bedarfe beziehen und als Geldleistungen oder durch Gutscheine erbracht werden können. An die Entscheidung ist der Antragsteller für die Dauer von sechs Monaten gebunden.“

Wie hoch ist Persönliche Budget?

Wie viel hängt von dem ab, wie viel Hilfe Sie benötigen. Bei weniger Hilfe können es 100 Euro im Monat sein. Wird aber eine 24 Stunden Betreuung benötigt, können es auch mehrere tausend Euro erhalten.

Wie beantrage ich das Persönliche Budget?

Das Budget wird bei Ihrem Kostenträger beantragt. Beispielsweise:

  • Pflegekasse
  • Krankenkasse
  • Rentenversicherung
  • Unfallversicherung
  • Versorgungsamt
  • Jugendamt
  • Sozialamt
  • Integrationsamt
  • Agentur für Arbeit

Hierbei spielt es keine Rolle ob Sie von verschiedenen Kostenträgern ihr Geld bekommen, für sie ist nur ein Ansprechpartner zuständig. Im Fachjargon heißt diese „"Trägerübergreifenden Persönlichen Budget“. Die Zuständigkeit wird unter den Kostenträgern geklärt, Sie müssen sich um nicht kümmern. Aufgrund Ihres Antrages bekommen sie dann mitgeteilt wer Ihr Ansprechpartner ist.

Der Sachbearbeiter auch „Beauftragter“ genannt stellt dann mit Ihnen gemeinsam, den Unterstützungs-Bedarf und die Höhe des Budgets fest. Sie bekommen dann einen Bescheid, ob und in welcher Höhe Sie das Budget erhalten. Wie lange bekomme ich das Persönliche Budget? Am Anfang bekommt man das Persönliche Budget nur für einen kürzeren Zeitraum. Beispielsweise maximal ein Jahr.

Dieses dient dazu um zu schauen ob Sie damit gut zurechtkommen, anschließend können Sie das Persönliche Budget für einen längeren Zeitraum bekommen. Beispielsweise für fünf Jahre. Es ist wichtig das Sie sich vorher beraten lassen bei entsprechender Stelle, denn es bringt auch eine gewisse Verantwortung mit sich, selbständig alles zu planen und zu organisieren.

Informationen für die Rechte der Behinderten

Die Stadt Treuchtlingen lädt ein. Am Samstag dem 25.11.2017 um 14:30 Uhr, zu einem Info Nachmittag mit dem Thema „Schwerbehinderung – Antrag und Rechte“ in das Kulturzentrum Forsthaus in Treuchtlingen. 

Ein Referent wird ein Vortrag halten über Gleichstellung, Pauschbeträge, Nachteilsausgleiche, den Parkausweis und andere Rechte.

Weitere Themen sind die die Merkzeichen im Schwerbehindertenausweis, die Begleitperson für Behinderte, die Behindertentoiletten, Öffentliche Verkehrsmittel und die Altersrente für Behinderte.

Der Vortrag ist besonders für Arbeitnehmer die schwerbehindert oder gleichgestellt sind zu empfehlen. Auch wegen des Kündigungsschutzes.

Weitere Informationen zur Veranstaltung http://www.treuchtlingen.de

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