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Die Lage auf dem Markt für Pflegefachkräfte ist gravierend

Der Verband der privaten Pflegeanbieter fordert: das in der Pflege nicht länger eine gesetzliche festgelegte Quote bestimmt, wie viel Fachpersonal die Pflegeanbieter beschäftigen müssen. Stellen bleiben monatelang unbesetzt von den Privaten Anbietern, weil sich kaum qualifiziertes Personal bewirbt. Dieses führt dazu das in Pflegeheime, Stationen geschlossen bleiben. Der Bremer Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste, Sven Beyer, fordert deswegen, eine gesetzliche Mindestquote für das Fachpersonal aufzuheben.

Ilona Osterkamp-Weber die Vorsitzende, des Bremer Pflegerates, findet die Forderung, die Aufhebung der Fachkraftqoute ein Verrat an den professionell Pflegenden. „Die Qualität in der Pflege ist mit weniger Fachkräften nicht denkbar.“ Das Problem könne man so nicht lösen durch die Mindestquote für Fachpersonal aufzuheben. “Offene und ehrliche Debatten sind nötig, aber mit dem Fokus einer qualitativ hochwertigen Versorgung der zumeist schwerst pflegebedürftigen Menschen.“

 

Frau Kerstin Bringmann Gewerkschafterin (Verdi) möchte auch nicht, dass die Fachkraftqoute aufgehoben wird: „Damit würden wir ein Symptom des Fachkräftemangels behandeln, nicht die Wurzel.“ Eine Lösung wäre: bessere Arbeitsbedingungen und einen vernünftigen Lohn, anstatt den Pflegeheimen gesetzlich weniger Fachpersonal vorzuschreiben.

Die Quote Abzusenken ist die falsche Richtung. Die Sozialsenatorin seht dem auch kritisch gegenüber. Denn schon heute die Qualität leidet in den Einrichtungen, sowie die Wohn- und Betreuungsaufsicht. Dieses verlangt mehr Belegung und keinen Belegungsstopp. „Wer die Qualität anheben will, indem er die Fachkraftquote absenkt, geht in die falsche Richtung“, so Stahmann.

Darum muss das Ziel sein mehr Fachkräfte für den Pflegeberuf zu gewinnen. Deswegen hat Bremen die Zahl der Ausbildungsplätze verdreifacht von 50 im Jahr 2011 auf 250. Nicht alle Plätze sind belegt. Es müssen neue Modelle entwickelt werden, bevor man die Fachkraftqoute abschaffen will. Grundlegend muss das Ziel sein, die Qualität der Pflege zu sichern. In Zukunft stellt man sich vor, eine situationsabhängige Fachkraftquote.

Quelle: dpa

Interesse an der Prävention groß

Laut einer Umfrage des Unternehmens Compass, was zum Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) gehört, wollen Betroffene mehr Informationen über entlastende und präventive Angebote. In der Umfrage wird deutlich, dass ein großer Nachholbedarf für Pflegebedürftige und deren pflegenden Angehörigen zum Thema Prävention besteht.

Der Compass hat deshalb ein spezielles Konzept für die Pflegeberatung entwickelt auf die Prävention ausgerichtet. Es wurden von der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachen 107 Pflegebedürftige und deren Angehörigen befragt. 72 Prozent erwarten in einem Beratungsgespräch mehr entlastende und somit auch präventive Angebote. 

 

Rund um die finanzielle und die rechtliche Vorsorge mit Blick auf die Pflegebedürftigkeit wünschen sich 25 Prozent mehr Informationen. PKV Kunden können das Beratungsangebot, bereits vor Eintritt der Pflegebedürftigkeit in Anspruch nehmen, sowie deren Angehörigen auch einen Beratungsanspruch haben. 

Der Gesunde Lebensstil spielt auch für viele eine wichtige Rolle. 18 Prozent gaben als Thema das physische Wohlbefinden an, 14 Prozent die soziale Teilhabe, 15 Prozent Bewegung, zwölf Prozent Ernährung und zehn Prozent die Hygiene.

Nicht so hoch war das Interesse an der Sucht- und der Gewaltprävention mit jeweils drei Prozent.

Auf der Basis der Ergebnisse will das Unternehmen Compass, gemeinsam mit der Landesvereinigung für die Pflegeberatung ein Präventionskonzept erstellen.

 

 

Die Politik Jamaika Parteien sind sich über das Thema Pflege einig

In Berlin CDU/CSU, FDP und Grüne die vier Parteien sind sich einig. "dass sich die Menschen auf eine gute medizinische und pflegerische Versorgung verlassen können müssen, unabhängig von ihrem Einkommen und Wohnort", so steht es im Sondierungspapier

Folgende wichtige Punkte sind auf gelistet im Sondierungspapier: "Gemeinsam angehen" wollen die Sondierungsteams in den folgenden Runden diese Themen: die Chancen der Digitalisierung im Gesundheitswesen, die Verbesserung der Situation der Geburtshilfe und der Hebammen eine integrierte und sektorübergreifende Bedarfsplanung, die Weiterentwicklung der Notfallversorgung. Die Parteien haben einen "Wünsch-dir-was-Katalog" formuliert.

 

So hat die CDU den Wunsch die Apothekenversorgung und den Versandhandel zu erörtern. Die FDP und die Grünen wollen die legale kontrollierte Abgabe von Cannabis, - nicht nur für medizinische Zwecke, das wird von der CDU abgelehnt.

In den folgenden Tagen sollen auch die Themen wie: Zukunft des Medizinstudiums, Krankenhausinvestitionen, sowie eine Verbesserung der Patientenrechte besprochen werden. Die Arbeitsbedingungen in der Alten- und Krankenpflege sollen spürbar verbessert werden. Auch soll es sich dabei, um die volle Refinanzierung von Tarifsteigerungen bei der Krankenhausvergütung handeln. Ein Ziel ist auch weniger bürokratischen Aufwand in der Pflegedokumentation.

Mit auf der Agenda steht auch ein „Sofortprogramm“ für eine bessere Personalausstattung in der Pflege. Die Grünen laden am 25 November zu einem Parteitag. Dieser ist entscheidet, ob aus den Sondierungen Koalitionsverhandlungen werden. Quelle: aerztezeitung.de

Pflegefachkräfte sind selber oft krank

Jeder Fünfte sieht sich in der Altenpflege physisch als auch psychisch durch die Arbeit gefährdet.

Wer in der Altenpflege arbeitet ist durchschnittlich 24 Tage im Jahr krank. In anderen Branchen sind es dagegen 16 Tage. Dieses ist im Durchschnitt knapp eine Woche mehr. Auch in der Gesundheits- und Krankenpflege sind die Ausfälle mit 19,3 Tagen damit höher, als in anderen Branchen.

Der ständige Arbeitsdruck und die Arbeitsbedingungen sind der Grund für die hohe Krankheitsqoute. Dieses geht aus dem Gesundheitsreport 2017 von der BKK Dachverband hervor.

 

Die häufigsten Gründe sind auch die Körperlichen wie etwa Rückenschmerzen, die dafür sorgen das die Beschäftigen den Arbeitsplatz nicht auf suchen können. Aber auch die psychischen Störungen kommen hinzu die bei Altenpflegern zumeist höher sind, als vergleichbar in anderen Branchen.

Die Arzneimittelverordnung ist insgesamt bei Beschäftigten in medizinischen Gesundheitsberufen, vor allem bei Pfleger weniger als der Bundesdurchschnitt. Andererseits bei den Beschäftigten in der Kranken- und Altenpflege werden mehr Arzneimittel Beispielsweise Psychopharmaka verordnet.

Die BKK sieht großen Handlungsbedarf im Gesundheitswesen und auch gerade bei den Pflegeberufen. Die geleistete Arbeit muss mehr Anerkennung bekommen. Es wünschen sich viele eine Gesundheitsförderung. In der Altenpflege gibt es oft (57 Prozent) keine betriebliche Gesundheitsförderung. Wenn es sie gibt, wird sie von 79 Prozent in Anspruch genommen. Der BKK Dachverband sagt es lohnt sich auch wirtschaftlich für Unternehmen eine Betriebliche Gesundheitsförderung. 

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