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Barrierefreies lesen von digitalen Medien

Das lesen von digitalen Medien ist heutzutage normal. So drängt sich immer mehr in den Vordergrund, das Barrierefreie lesen von digitalen Medien. Der Deutsche ebBook Adward hat dieses Jahr einen Sonderpreis für „Barrierefreiheit im digitalen Literaturraum“ verliehen.

Der aktuelle Stand von Barrierefreiheit für digitale Literatur zeigt einen langen Weg. Es gibt zwischen den bestehenden technischen Möglichkeiten und deren Umsetzung noch viel zu tun. Es fängt nicht nur bei einem E-Book an, es muss auch noch einen Schritt dabei zurückgegangen werden. Der Blick muss in Richtung Standard-Buchworkflow und Richtung Webtechnologie gehen. Die heutigen kommerziellen E-Books sind um es Platt zusagen, Abfallprodukte von Printbüchern.

Es muss bereits bei der Erstellung darauf geachtet werden, dass die Anforderungen für Barrierefreiheit gegeben sind. So das später die PDFs und EPUBs Beispielsweise: sauber vorgelesen (Software) oder per Braille dargestellt werden können. Allerdings ist diese mit einem sehr großen Aufwand verbunden. Es müssen zusätzliche Programme benutzt werden. Es geht bei der Herstellung auch ums wirtschaftliche, dieses muss mit mitberücksichtigt werden.

 

E-Books nachträglich barrierefrei zu gestalten, ist so gut wie unmöglich und viel zu aufwendig. Um sie von vornherein barrierefrei zu produzieren, braucht man Fachkenntnisse und muss den Herstellungsprozess anpassen Beispielsweise (XML-Workflow). Das EPUB Format zählt zu den wichtigsten Formaten für E-Books. Im Internet gibt es sehr viele Anleitungen wie man das EPUB Barrierefrei erstellt. Doch das Problem ist das dieses nicht so leicht umzusetzen ist. Erstens man braucht das richtige Format EPUB 3. Die meisten E-Books haben aber das Format EPUB 2. Die heutigen eReader können den Text leider nicht vorlesen. Menschen die nur eingeschränkt lesen können haben ein Problem, denn der eReader liest nicht vor.

Barrierefreie Bücher müssen sich rechnen, damit die Verlage und Unternehmen daran Geld verdienen.

Was für Möglichkeiten gibt es heutzutage? -

  • Bücher können ausgeliehen werden, die in Braille übertragen wurden (allerdings aufgrund der hohen Produktionskosen gibt es nur eine geringe Auswahl an Büchern),
  • Hörbücher im DAISY-Format,
  • Apps mit Vorlesefunktion die das Leben leichter machen.

Die Herausforderung ist: Dass die Verlage erkennen das Menschen Barrierefrei Literatur brauchen. Das diese vom Staat gefördert wird, damit jeder einen barrierefreien Zugang zu Büchern hat. Die deutsche Filmförderung zeigt heute auch das es anders geht. Heute werden in Deutschland nur Filme mit Audiodeskription gefördert vom Staat. Deshalb wird fast jeder in Deutschland produzierte Film mit Audiodeskription produziert. 

Ohne Beine gegen den Strom Dr. Sven Eckardt bezwingt den Bodensee

Sven Eckardt aus Gärtringen, auch als Dr. Svimmm bekannt, ist querschnittsgelähmt und kann seine Beine nicht bewegen. Eckardt hat mehrere Meistertitel im Behinderten-Schwimmsport erreicht- „allerdings im beheizten Schwimmbecken“, wie es in einer Mitteilung der Organisation Bodenseequerung heißt.

Am 07. August. 2017 ist er eine Strecke von zwölf Kilometer ohne Pause von Friedrichshafen nach Romanshorn geschwommen. Eine Herausforderung, die selbst für nicht behinderte Schwimmer nahezu unvorstellbar ist.

Er sagte: "Ich will zeigen, was trotz Behinderung möglich ist, anderen Behinderten Mut machen." Das steht über allem. Außerdem ist das ein Weg, manchen dazu zu bringen, einmal nachzudenken. Was ist normal? Wer ist behindert? Dr. Sven Eckardt ist sich sicher: "Wichtiger als die Frage, was uns behindert, ist die, wer uns behindert.

Die gesellschaftliche Behinderung ist schlimmer als die körperliche Einschränkung." Das fängt zum Beispiel schon bei einem Behindertenparkplatz am West-Eingang an, den es in Sindelfingen noch nicht gibt. Wie entscheidend für ihn kurze Wege sind, ist leicht zu erklären. "99 Prozent" schätzt Sven Eckardt den Anteil derer, die mit gleicher Behinderung im Rollstuhl sitzen. Von seinen Eltern hat er eisernen Willen und großen Optimismus in die Wiege gelegt bekommen. Er hat große Förderung erfahren. Er besuchte nicht die Sonderschule, sondern das Regelgymnasium, dadurch hat er es geschafft einen Doktortitel zu erlangen. Seine Eltern fuhren mit ihm immer wieder zur Krankengymnastik, bis er lerne an Krücken zu laufen.

Umso wichtiger ist für ihn, dass es mit dem Fürstenfeldbrucker Stefan Sponer und der Firma Head einen Mann und einen Ausrüster gibt, die ihn sponsern. "Nicht wegen Schwimmbrille oder Badehose.

Es geht um Anerkennung und Wertschätzung", sagt Sven Eckardt. Das Begleitboot und die Crew mit über 1500 Euro hat er selbst finanziert. Insgesamt nach fünf Stunden, 33 Minuten und 16 Sekunden ist er der erste Behinderte, der unter Zeugen den Bodensee bezwungen hat. 

 

Quelle: gaeubote.de

Angehörige bekommen mehr Rente für die Pflege

Pflegende Angehörige haben bereits ab 10 Stunden Pflegeleistung pro Woche, einen Mehranspruch auf Rente. Diese Regelung wurde zum 1. Januar 2017, mit dem neuen Pflegestärkungsgesetz II, umgesetzt. Vor inkrafttreten des neuen Gesetzes, bestand der Anspruch auf mehr Rentenleistung, erst ab 14 Stunden wöchentlichen Pflegeaufwand.

Die Pflegeperson darf nicht, neben der Pflege, mehr als 30 Stunden pro Woche berufstätig sein und die Pflege muss in häuslicher Umgebung erfolgen. Die Voraussetzungen für die Beitragszahlung zur Rentenversicherung werden von der Pflegekasse des Pflegebedürftigen überprüft.

Welche Voraussetzungen gelten?

  • Die Pflege darf nicht erwerbsmäßig ausgeübt werden.
  • Der Angehörige pflegt mindestens 10 Stunden pro Woche,
  • verteilt auf mindestens zwei Tage, in häuslicher Umgebung. Länger als zwei Monate im Jahr. Es kann die Zeit auch für mehrere pflegebedürftige Personen zusammengerechnet werden,
  • Der Pflegebedarf muss durch den MDK (Medizinischen Dienst der Krankenkasse ) festgestellt worden sein.
     
  • Der Pflegebedürftige hat Anspruch auf Leistungen aus der sozialen oder einer privaten Pflegeversicherung,
  • Der Pflegende ist maximal 30 Stunden in der Woche erwerbstätig. Dazu zählen auch zeitliche Aufwendungen aus einer Selbständigkeit.
  • Ihr Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthaltsort ist in Deutschland, im Europäischen Wirtschaftsraum oder in der Schweiz.

Wer einen Angehörigen mindestens 10 Stunden pro Woche, verteilt auf mindestens zwei Tage, in häuslicher Umgebung pflegt, der den Pflegegrad 2 und eine Demenzerkrankung hat. Erhält ebenfalls mehr Rente.

Was bekomme ich für Rentenzuschläge für die Pflege von Angehörigen für Pflegende ab 01.01.2017?

 

Pflegegrad Pflegebedürftiger erhält Monatliche Rente West Monatliche Rente Ost
Pflegegrad 1 Pflegesachleistung
Kombileistung
Pflegegeld
0 € 0 €
Pflegegrad 2 Pflegesachleistung
Kombileistung
Pflegegeld
5,54 €
6,72 €
7,91 €
5,22 €
6,33 €
7,45 €
Pflegegrad 3 Pflegesachleistung
Kombileistung
Pflegegeld
8,82 €
10,71 €
12,60 €
8,31 €
10,09 €
11,87 €
Pflegegrad 4 Pflegesachleistung
Kombileistung
Pflegegeld
14,36 €
17.43 €
20,51 €
13,52 €
16,42 €
19,32 €
Pflegegrad 5 Pflegesachleistung
Kombileistung
Pflegegeld
20,51 €
24,91 €
29,30 €
19,32 €
23,46 €
27,60 €

 Quelle: Deutsche Rentenversicherung / Stand Juni 2017

Wie erhält man den Antrag auf Rentenbetragszahlung?

Dieser muss bei der Pflegekasse des Pflegebedürftigen beantragt werden. Für einen Neuantrag wird ein Frageborgen ausgefüllt, den es bei der Pflegekasse gibt. Informationen gibt es auch bei den Pflegestützpunkten.

Arbeiten mit einer Depression

Inspiration für diesen Artikel, war ein kleiner Artikel auf der Internetseite von "Aktion Mensch", der uns sprachlos machte. In dem Artikel wird auf eine Broschüre von REHADAT aufmerksam gemacht. Für uns stellt sich dabei eine Frage. Wurde jemals mit betroffenen gesprochen? Der Verdacht: Nicht wirklich.

Sicherlich benötigen Menschen mit Depressionen, Hilfe von außen. Auch das Verhalten der Mitmenschen, sowie die äußeren Gegebenheiten, haben einen Einfluss auf die Depression. Trotzdem ist die Ursache für eine Depression, so vielfältig, wie die Pflanzenwelt. Genau aber diese Ursache ist der Ansatzpunkt, um einer Depression entgegen zu wirken.   Was nützt der schönste Arbeitsplatz, wenn die Ursache im privaten Umfeld liegt? Da kann der Arbeitgeber und das Kollegium noch so viel tun, es wird der Depression nur wenig entgegenbringen. 

In der Tat muss aber gerade der Arbeitgeber, als auch das Kollegium aufmerksam hinschauen, wenn ein MitarbeiterIn sich anders verhält, als sonst. Dieser "offene Blick" ist erforderlich um auszuschließen, dass das Arbeitsumfeld oder der Arbeitsplatz, Ursprung der Depression ist. 
Auf das private Umfeld, hat der Arbeitgeber meist eher wenig Einfluss. Wenn jedoch die Quelle der Depression ein Lebensereignis ist, kann sowohl das private-, als auch das Arbeitsumfeld, Einfluss nehmen. 

Vorausgesetzt, die Ursache wird erst einmal erkannt, denn nicht jedem depressiven Menschen ist bewusst, warum er/sie überhaupt depressiv ist. 

Betroffene merken eher eine art "Schwere". Alles scheint "anstrengend" zu sein. Nur wie sollen das betroffene das einordnen? Ist es eine Depression, vielleicht ein Burnout? Hier ist "Früherkennung" gefragt. Wie aber soll man etwas früh erkennen? Betroffene einfach zum Arzt schleifen, so nach dem Motto "Du hast Dich verändert, musst also psychisch krank sein"? Vielleicht führt ein Gespräch den Betroffenen zur Erkenntnis. Eine Erkenntnis, den Betroffenen dazu bewegt, selber ärztliche Hilfe zu suchen. Das es dann bei der Suche nach ärztlicher Hilfe zum nächsten Erwachen kommt, da die meisten Fachärzte (Psychotherapeuten etc. ...) Wartelisten von mehreren Monaten, bis hin zu Jahren haben, führt dann zum nächsten Tiefpunkt betroffener.

Wird der Arbeitgeber aktiv, bspw. in einem Mitarbeitergespräch, wird er dieses mit positiver Intension tun. Dem MitarbeiterIn zu helfen, ist dabei höchstes Ziel. Aber genau hier beginnt der nächste Seiltanz, denn so ein Gespräch kann sehr schnell gegenteiliges bewirken. Nicht selten entwickelt sich für betroffene, daraus eine zusätzliche Situation, bei der sich betroffene unter Druck gesetzt fühlen. "Der Arbeitgeber hats gemerkt. Muss ich jetzt Angst um meinen Job haben?" 

Mit Sicherheit gibt es hier kein Erfolgsrezept. Der Arbeitgeber kann viel tun. Eines der einfachsten Mittel ist es, den Druck beim ArbeitnehmerIn "versteckt" raus zu nehmen, Arbeitsbelastung zu reduzieren und den Mitarbeitern mehr Freiraum für private Gespräche zu geben. Die zweite große "Stütze" muss im persönlichen Umfeld erfolgen.  Auch hier gilt es "entlasten statt belasten". Vielleicht gibt es die eine oder andere Sache, wo man jemandem im privaten Umfeld unterstützen oder gar entlasten kann? Von den betroffenen Menschen selbst, darf man keine Wunder erwarten. Diese stecken bereits in einem Tief und kommen da oft nicht selber raus.

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