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Masterstudiengang - Auch im Bereich der Barrierefreien Kommunikation?

Bald startet zum Wintersemester 2018/19 das M.A. BK (Masterstudiengang Barrierefreie Kommunikation), an der Universität in Hildesheim. Dabei sollen den Studierenden in vier Semestern fundierte Erkenntnisse für eine Expertentätigkeit im Bereich der Barrierefreien Kommunikation vermittelt werden.
Der Schwerpunkt wird sich in diesem Studienblock mit dem Bereich "Fachübersetzung in leichter Sprache" befassen. Nähere Infos finden sich auf der Webseite der Universität Hildesheim oder in dem Flyer (pdf-Download).

Das es überhaupt die Möglichkeit gibt, sich in einem Studium mit der Thematik weiter zu bilden, hat uns überrascht. In der Tat scheint es nicht viel Angebote zu geben. Das Blista (Bundesweites Kompetenzzentrum für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung) bieten bspw. einen Masterstudiengang Blinden- und Sehbehindertenpädagogik an

und präsentiert ihr Angebot auf ihrer Webseite. Generell scheint das Angebot für Fachausbildung im Bereich der Barrierefreien Kommunikation sehr dürftig zu sein. Dabei ist es wichtig, diesem Thema mehr Bedeutung zu schenken, will man eine vollständige Inklusion betroffener erreichen. Nicht nur in öffentlichen Bereichen scheint es hier zu Problemstellungen zu kommen, sondern selbst bei vielen Arbeitgebern ist das Thema oft noch ein Fremdwort. Dabei stellt gerade die Kommunikation ein Basiswerkzeug eines menschlichen Miteinanders und die volle Integration betroffener dar. Ein Grund, warum wir in unserer App zu unserer Webseite, auf vollständige Sprachsteuerung und Sprachausgabe wert gelegt haben.

Alleine der Gang zum Supermarkt wirkt sich als problematisch aus. Menschen mit starken Sehbehinderungen sind oft gar nicht in der Lage, die gewünschten Artikel bewerten oder preislich erfassen zu können. Dabei sollte es in unserer Modernen Welt kein Problem mehr sein, Verpackungen und Preisschilder mit entsprechenden Hilfsmitteln auszustatten. 

In unserer schnelllebigen Gesellschaft kommt auch die Behandlung der Kommunikation per Zeichen (Gebärdensprache) zu kurz. Dabei bietet der Gebärdenbuchverlag Wolfgang Schinmeyer sehr gute und günstige Literatur an, die Gebärdensprache für jeden leicht verständlich macht, da diese in gut verständlichen Zeichnungen erklärt werden.

 

 

 

 

Inklusionsprojekt INKA (Landkreis-Regen in Niederbayern) der Lebenshilfe Regen zu Feuerwehr trotz Behinderung

Jochen Fischer, der Geschäftsführer der Lebenshilfe Regen, hat das Modellprojekt „INKA“, ins Leben gerufen, dass nun drei Jahre lang von der "Lebenshilfe Regen" betrieben wurde. Dieses Projekt ging es Herrn Fischer darum, den Kindern und Jugendlichen zu ermöglichen, gemeinsam an den unterschiedlichen Freizeitangeboten teilzunehmen.

Die Kinder und Jugendlichen haben ihrer Vorstellungen was Sie gerne machen wollen. Ein Junge hatte sich gewünscht, zur Feuerwehr zu gehen.

 

Ein Mädchen wollte gerne tanzen. Dieses hat die INKA möglich gemacht. Die INKA arbeitet mit den örtlichen Vereinen zusammen. "Es ist wertvoll die Einbindung der behinderten Kinder vor Ort". erklärte Fischer im Interview. Der Bezirkstagspräsident Dr. Olaf Heinrich bemühte sich bis kurz vor der Sitzung am Dienstag 10.10.2017, eine Lösung zu finden.

Da die Lebenshilfe nach drei Jahre des erfolgreichen Projekts ausläuft. Denn die “Aktion Mensch“, die das Projekt maßgeblich förderte, leistet nur die Anschubfinanzierung und zieht sie sich nach drei Jahren finanziell zurück. Die Begleitung der Kinder und Jugendlichen zu finanzieren zu diversen Angeboten ist nicht möglich. Der Lebenshilfe-Geschäftsführer rechnet wegen den bereits geschaffenen Strukturen und Netzwerke mit insgesamt weniger Kosten.

Der Bezirkstagspräsident schlug nun in einer geänderten Beschlussvorlage vor, sich mit der Hälfte der Kosten zu beteiligen. Denn es gibt auch Signale von Seiten des Landkreises, die Förderwürdigkeit des Projektes zu prüfen. Eine Entscheidung darüber wird für Frühjahr 2018 erwartet. „Mir ist wichtig, vor dem Auslaufen des Modellprojektes zu signalisieren, dass der Bezirk weiter mithelfen wird. Dies sollte auch die Verhandlungen mit dem Landkreis positiv beeinflussen“, so Heinrich.  

In vielen anderen Städten der Bundesrepublik Deutschland, finden sich ähnliche Projekte wieder, die unter "InkA" laufen. Bei "InkA" handelt es sich generell um Inklusionsprojekte, die zur Förderung von  gemeinsamer Ausbildung behinderter und nicht behinderter Menschen dient. Gerade diese Form der Ausbildung ist nicht nur für die Inklusion sehr wichtig, sondern hilft auch, viele Barrieren zwischen behinderten und nicht behinderten zu lösen.

 

TV-Show „Hart aber Fair“ Azubi Alexander Jorde erklärt bei Plasberg den „Pflegenotstand“

Azubi Alexander Jorde erklärt bei Plasberg den „Pflegenotstand“.

Nach einer Forsa-Umfrage für das RTL-Trendbarometer möchten nur 15 Prozent aller Deutschen in einem Pflegeheim gepflegt werden, wenn sie zu einem Pflegefall werden sollten.

Das Bild ist derart schlecht beziehungsweise das Image, dass Stephan Baumann, der Pflegeheime. betreibt und zudem Bundesvorsitzender des Verbandes Deutscher Alten- und Behindertenhilfe ist, sagt: „In Pflegeheimen wird grundsätzlich niemand weggesperrt.“

Denn man könnte durchaus auf den Gedanken kommen, dass Pflegebedürftige einfach weggesperrt werden, wenn man weiß, dass 15000 Altenpflegestellen aktuell unbesetzt sind und statistisch im Nachtdienst ein Pfleger 52 Personen versorgen muss. „Das ist unverantwortlich“, findet sogar Baumann und beschwichtigt: „Wir können nicht mehr Pfleger einsetzen, weil wir die Preise nicht selbst setzen.“

Pflege die große Katastrophe!

„Wir haben Pflegenotstand“, sagt Krankenpfleger-Azubi Alexander Jorde. Der junge Pfleger wurde bekannt, durch die Wahlarena am 11.09.2017, als er Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der Pflegesituation in Deutschland konfrontierte.

Die Zustände in der Pflege sind katastrophal. „Es gibt Menschen, die liegen stundenlang in ihren Ausscheidungen und diese Menschen haben dieses Land aufgebaut“, sagt Jorde. Das die Politiker fordern, das die Pflege effizienter werden muss. Das kann Alexander Jorde nicht verstehen. „Wie soll ein Krankenpfleger effizienter werden, wenn er 52 Patienten versorgen soll und wie soll ein Mensch, der Mindestlohn erhält, noch zusätzlich privat vorsorgen?“

Samuel Koch war ebenfalls in der TV- Sendung „Hart aber Fair“ eingeladen. Er sitzt seit seinem schweren Unfall bei „Wetten, dass..?“ im Rollstuhl und ist auf Pflege angewiesen. Samuel Koch unterstellt den Deutschen, das Sie lieber das eigene Auto Vollkasko versichern, als auf die eigene Gesundheit zu achten. Wenn man bedenkt das jeder zweite Mann und von drei Frauen zwei pflegebedürftig werden, sollte man mehr auf seine Gesundheit achten.

Samuel Koch hat die Überlastung der Pfleger selber erfahren. Dabei kann es dadurch sogar zu lebensgefährlichen Situationen kommen: „Mein Vater hat mir mit dem Beatmungsbeutel und erst später mit der Hilfe einer Schwester, das Leben gerettet“, sagte Samuel Koch, der wie andere Querschnittsgelähmte häufig an Atemnot leidet.

Die Zentrale Forderung. Die Jamaika-Koalition ist noch nicht abgewickelt. Der Moderator Frank Plasberg gibt der neuen Regierung in seiner Sendung schon mal eine Aufgabe mit auf ihren Weg, da die Zustände in der Pflege ein wichtiges Thema im Wahlkampf gewesen sind, weil es viel zu wenige Pfleger gibt.

Plasberg hat mehrere Forderungen am Ende des Abends notiert:

1.) mehr Geld für die Pflege;

2.) ein besserer Personalschlüssel;

3.) weniger Bürokratie;

4.) mehr Pflegekräfte einstellen.

Das Positive und Gute ist, dass Pflegekräfte nicht schlecht verdienen. Im ersten Lehrjahr gibt es 1040, im zweiten 1102 und im dritten 1203 Euro. Das Einstiegsgehalt liegt bei 2635 Euro plus Zuschläge. Die SPD-Bundestagsabgeordnete Claudia Moll, die selbst gelernte Altenpflegerin ist, sagt: „Ich würde hier gerne jedem die Angst vor einem Pflegeheim nehmen. Es gibt viele ganz tolle Pflegekräfte. Auch wer überbelastet ist, gibt immer 200 Prozent.“ Und weiter: „Der Beruf macht Spaß. Es gibt so viele schöne Seiten. Der Umgang mit den Menschen hat mir immer etwas zurückgegeben.“ Das ist die eine Seite.

Der Verteilungsschlüssel hat sich in den vergangenen Jahren kaum verbessert, obwohl immer mehr Krankenfälle dazugekommen sind Beispielsweise Demenzfälle und Alzheimer. 70 Prozent ist der derzeitige Anteil an Demenzpatienten. „In 20 Jahren ging es immer weiter nach unten“, klagt SPD-Frau Moll. „Die Frage ist, was ist es unserer Gesellschaft wert, sich um alte Menschen zu kümmern“, meint Pflegeheim-Betreiber Stephan Baumann.

„Die Altenpflege hat in Deutschland keine Lobby.“ Pflege sei aber eine gesellschaftliche Aufgabe, weshalb sich die Beiträge erhöhen müssten und die Politik gefordert sei.

Fazit: Es wurde viel geredet. Doch von neuen Argumenten und Lösungen Fehlanzeige. Die Politik muss aufwachen und endlich das Thema ernst nehmen das so wichtig ist. Es geht um den Menschen und die sollten wichtiger sein, als Geld, denn schließlich hat der Staat, neben den Beiträgen zur Pflegeversicherung, auch Steuereinnahmen, die zum Wohle der Bürger einzusetzen sind.

Microsoft-Umfrage: künstliche Intelligenz soll Menschen mit Behinderung helfen

Auf der Welt leben mehr als 1 Milliarde Menschen mit einer Behinderung. In unserer heutigen technologischen Entwicklung werden schon viele Alltägliche Dinge erleichtert. 

Dieser Ansicht sind knapp 80 Prozent der Befragten einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von Microsoft. Eine deutliche Mehrheit sprach sich darüber hinaus, für eine staatliche Förderung entsprechender Forschungsprojekte aus. Die bereits verfügbaren Technologien könnten in den nächsten Jahren, durch Künstliche Intelligenz erheblich erweitert werden. „Moderne Technologien können gerade für Menschen mit Behinderung die Brücke zu mehr Teilhabe an der Gesellschaft und im Berufsalltag bauen – deshalb ist es uns ein zentrales Anliegen, durch die neuen Fortschritte im Bereich Künstliche Intelligenz vorhandene Barrieren aktiv abzubauen“, sagt Astrid Aupperle, Leiterin Gesellschaftliches Engagement von Microsoft Deutschland, laut einer Mitteilung der FAZ

Das Meinungsforschungsinstitut Civey hatte im Auftrag von Microsoft, im Rahmen einer repräsentativen Umfrage Bürgerinnen und Bürger zuvor gefragt, inwiefern Künstliche Intelligenz oder Roboter den Alltag von Menschen mit Behinderung erleichtern können und wie intensiv der Staat Entwicklungen zum Wohle von Menschen mit Behinderung fördern sollte.

 

Erwartung, bessere Chancen durch Künstliche Intelligenz. Mehr als 70 Prozent der Deutschen bewerten das Potential für mögliche Erleichterungen im Alltag von Menschen mit Behinderung, durch Künstliche Intelligenz oder Roboter, als eher groß bis sehr groß. Knapp acht von zehn Befragten sind der Auffassung, dass Technologie bereits maßgeblich dabei hilft, Menschen mit Beeinträchtigungen besser an der Gesellschaft teilhaben zu lassen (29 Prozent „Ja, auf jeden Fall“, 49 Prozent „Eher ja“).

Eine deutliche Mehrheit von rund 60 Prozent der Befragten ist überdies der Meinung, die Politik solle die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz zum Wohle von Menschen mit Behinderung stark bis sehr stark fördern. Denkbare Ansätze in diesem Zusammenhang wären beispielsweise staatliche Zuschüsse zu KI-Forschungsprojekten mit einem eindeutig sozialen Fokus.

Welche Beispiele für digitale Hilfsmittel gibt es?

Für Sehbehinderte Menschen gibt es die App „Seeing Al“ diese hilft bei einer Beeinträchtigung des Sehvermögens, die Umgebung wahrzunehmen. Indem Sie Fotos erfasst und diese in Audioform beschreibt.

Für Parkinson-Patienten gibt es das intelligente Gerät „Emma Watch“ diese hilft den Parkinson-Patienten, das typische Zittern durch intelligentes Gegensteuern auszugleichen.
Verfügbar sind bereits Live-Untertitelung in Präsentationen mit der App Presentation Translater oder die Barrierefreiheitsprüfung in Office 365.

Politisch haben diese Forschungen noch eine viel größere Auswirkung, denn es wird Aufgabe der Politik sein, dass die Ergebnisse solcher Forschungsprojekte nicht zum Exklusivgut weniger wird, sondern der Zugang für alle Sozialschichten sicher gestellt werden kann. In wie weit das gelingen wird, ist allerdings mehr als fraglich, denn schon heute zeichnet sich ab, dass Gesundheit eben kein Allgemeingut ist, sondern die Ausschöpfung medizinischer Möglichkeiten davon abhängt, in welcher Sozialschicht ein Mensch sich wieder findet. Wie sich das mit dem Gleichbehandlungsprinzip vereinbaren lässt, wird sicherlich eines der weiteren unbeantworteten Fragen bleiben.

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