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Flugzeug trennt Mutter mit Behinderung von ihrem Sohn

Ein 16-Jähriger wurde am Flughafen alleine zurückgelassen, da das Flugzeug überbucht war. Er wollte noch schnell auf die Toilette und als er wiederkam musste er festellen das er alleine ist. Seine Mutter und seine Schwester waren bereit vorausgegangen und saßen im Flugzeug.

Seine Mutter ist geh- und sprachbehindert seit einem Schlaganfall. Jan Stephen hatte das Boarding für den Flug KL 1911 von Amsterdam nach Hannover verpasst, dieses berichtet er den Spiegel. Die Mutter und Schwerster gingen davon aus das er einfach nachkommen würde nach dem Toilettengang.

 

Er ging zum Check-In und wurde nicht mehr durchgelassen. Am Ticket Scanner teilte Ihn ein Mitarbeiter der KLM mit das er nicht mehr mitfliegen kann, da die Maschine über bucht sei. Dem Spiegel erklärte er, dass er seiner Mutter half als verständiger und Dolmetscher.

Die KML Angestellten wollten den Jungen nicht ins Flugzeug einsteigen lassen, selbst nachdem er von seiner Mutter und ihrer Behinderung erzählte. Sie hätten mit der Schulter nur gezuckt, erzählte er dem Spiegel. KLM regierte darauf mit der Aussage: Es hätte ein Vermerk bei der Buchung vorhanden sein müssen, aus dem hervorgeht das eine Betreuungsfunktion erforderlich ist.

Quelle: Spiegel.de

Assistenten für Schwerstbehinderte Menschen

Menschen mit einer Behinderung die nicht ohne einen Assistenten auskommen haben es schwer. Sie wollen ein selbstbestimmtes Leben führen und nicht in ein Pflegeheim. Die meisten sind im Geist Top Fit, doch haben Sie Einschränkungen, die eine dauerhafte Hilfe nötig machen. Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf gleichberechtigte Teilhabe in unserer Gesellschaft.

Laut der UN-Behindertenkonvention hat jeder auch das Recht auf eine unabhängige Lebensführung.

Das Problem ist jedoch das die Assistenten an ihren Grenzen stoßen. Die heutigen Assistenten sind nicht so gut ausgebildet um Schwerstbehinderte zu versorgen. Denn jede Versorgung benötigt individuelle Hilfe und stellt ganz andere Anforderungsprofile an den Assistenten. Gerade bei psychischen Erkrankungen ist sehr individuell und dieses überfordert viele.

Im nächsten Jahr gibt es einen Fachtag der sich speziell mit dem Thema auseinandersetzt. Die Assistenten können nicht gezwungen werden jeden schwerbehinderten Menschen zu helfen. Es ist jedoch ein großes Problem, wenn daraus die Folge ist das nur noch die Pflegeleichteren Menschen Hilfe bekommen.

Deshalb sollten die Assistenten Unterstützung erfahren, damit Sie Ihre Aufgabe auch in Zukunft erfüllen können.

München: Billardverein lädt ein zum Spaß haben ein

In Weilach bei München lädt der Verein Pool-Billard-Club Hoaße Greim zwei- bis dreimal im Jahr Menschen mit Behinderung zu einem kostenlosen Schnuppertraining ein. Die bei den Ulrichswerkstätten der Caritas in Aichach arbeiten.

Die Mitarbeiter der Ulrichwerkstätten genießen das Billard spiel und das zusammen sein sehr. Auch kulinarisch wird der Tag abgerundet mit einer klassischen Brotzeit und Getränke. Die Verpflegung stellt der Verein gerne bereit.

Der stellvertretende Vorsitzende Helmut Aschenbrenner der Hoaßen Greim hat den Besuch organisiert. Er fährt die Mitarbeit der Caritas zum Vereinslokal in Weilach.

Seit einigen Jahren bereits besteht die Partnerschaft mit der Ulrichswerkstätten. Alle freuen sich immer auf ein schönen gemütlichen Billardtag, denn alle haben Spaß und genießen das in großer Runde.

Verein: hoasse-greim.de

Stuttgart: Porsche-Museum nimmt Teil am Tag der Menschen mit Behinderung.

Vom 30 November bis 3 Dezember 2017 beteiligt sich das Porsche-Museum an den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung. Bereits zum Fünften Mal in Folge, möchte Porsche damit Aufmerksam machen auf die Täglichen Herausforderungen von Menschen mit Behinderung.

Das Museum und alle Ausstellungsbereiche sind Barrierefrei. Die Ausstellungsstücke sind für Rollstuhlfahrer leicht zugänglich und befinden sich auf Augenhöhe. Für die Gäste gibt Aufzüge, die Sie zu allen Ebenen der Ausstellung bringen. Für Rollstuhlfahrer gibt es zwei Toiletten.

Rollstühle können vorab angefragt werden. Zudem gibt es auch für die Ausstellung Klapphocker. Das barrierefreie Porsche-Museum bietet, während der Themenwoche kostenlose Führungen für Menschen mit Seh- und Hörbehinderung. Auch gibt es die Führung in einfacher Sprache.

Ein besonderes Programm gibt es am Samstag den 02.12.2017 und den Sonntag den 03.12.2017 dazu ein Bühnenprogramm. Moderator und Comedian Detlef Simon wird durch das Programm führen. Für eine sportliche Showeinlage wird unter anderem der Para-Karateweltmeister Albert Singer sorgen. Schauspieler Richy Müller wird am Sonnabend um 13 Uhr zu einer Autogrammstunde erwartet. Seit 2014 engagiert sich der im Fernsehen Porsche fahrende im ,,Tatort"-Kommissar als Botschafter für die ,,Arche IntensivKinder", die ebenfalls zu Gast sein werden.

Am Sonntag können Besucher mithilfe eines Simulationsanzuges ein Leben mit Einschränkungen erfahren. Die Museumswerkstatt wird an diesem Wochenende ebenso geöffnet sein, um den typischen Geruch von Motorenöl und Reifen an die Besucher zu vermitteln. Führungen, Eintritt sowie das Parken in der Museumstiefgarage sind für Menschen mit Behinderung und deren Begleitperson während der Thementage kostenfrei. Die 90-minütigen Führungen bedürfen einer Voranmeldung per E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder telefonisch unter 0711/911 24566.

Quelle: www.porsche.com/museum/

Pflege ist nicht leicht

Dies erfuhr Martina Rosenberg die ihre Eltern neun Jahre lang pflegte. Die Pflege kostet Geld und Nerven. Die 53-jährige ist Beruflich Journalistin und hält jetzt Vorträge, über Ihrer Erfahrungen mit der Pflege. Es begann mit einem Zusammenleben zu dritt unter einem Dach und es endete mit Erschöpfung, Sorgen und Frust.

Am Anfang hätte Sie den größten Fehler gemacht. Denn die Familie hätte alles besprechen sollen in der Zeit wo es Ihnen noch gut ging, den Eltern, wenn mal der Pflegefall eintritt, wie weiter gehandelt werden soll. Dadurch dass es keine Absprache gab, fiel Martina Rosenberg über Jahre in einer Abwärtsspirale mit dem Täglichen Aufgaben an Pflege, die Sie verzweifeln lies und Sie fertigmachte.

Über Ihre Geschichte erzählt sie in Ihrem Buch:“ Mutter, wann stirbst Du endlich? Wenn die Pflege der kranken Eltern zur Zerreißprobe wird

Inhaltlich geht die Autorin ohne Blatt vor dem Mund zunehmen auf Ihre Erfahrungen ein und gibt für alle die Hilfe brauchen in der Pflege viele nützliche Tipps und Tricks für jede Phase der Betreuung.

Martina Rosenberg sagt auch das jeder Ungeachtet moralischer Fesseln sich hinterfragen soll, was er zu leisten vermag und was nicht. Auch entscheidend ist das Verhältnis zu den Eltern oder dem Umfeld, wenn dieses nicht gut ist, kann die Pflege nicht gelingen, davon ist die Autorin überzeugt und verweist auf aktuelle Studien: „25 Prozent der von Angehörigen betreuten alten Menschen geht es schlecht.“

Bei der Pflege darf auch nicht der Finanzieller Faktor unberücksichtigt bleiben. Frau Rosenberg erzählt auch Pflege kostet Geld, sowohl im Heim als auch zu Hause. Um eine 24 Stunden Betreuung zu erhalten für Ihre Eltern, musste Sie zwei Pflegefachkräfte aus Osteuropa engagieren. Jeder sollte sich deshalb auch über finanzielle Hilfen und ambulante Dienstleistungen rechtzeitig erkundigen. Ansonsten kommen zu dem Stress in der Pflege, noch die finanziellen Probleme hinzu.

Martina Rosenberg stellt pflegende Angehörige auch praktische Tipps auf Ihre Webseite bereit. Hier finden Sie auch ein Portal für pflegende Angehörige. 

Politik: Thema Pflege bekommt kaum Beachtung

Durch die gescheiterte Einigung über eine Jamaika-Koalition wird die Sozialpolitik vernachlässigt. Somit ist die Sorge bei vielen Gesundheits- und Pflegeeinrichtung groß. Ob nun, nachdem Scheitern ein längerer Stillstand zu befürchten ist, beim Thema Sozialpolitik. Es wurde zwar viel getan, im Bereich Pflege, doch es genügt nicht.

Das Pflegestärkungsgesetz geht in die Richtige Richtung, doch es gibt noch sehr viele Baustellen. Viele Pflegeeinrichtungen suchen nach Pflegefachkräften. Auch die Pflegebedürftigen haben ein Problem, durch die knappen Angebote an Pflegeheimplätzen.

Deshalb darf es keinen politischen Stillstand geben. Im Pflegebereich gibt es viel das noch geändert werden muss, dieses darf auch nicht lange ignoriert werden. Denn die Gefahr ist groß, dass die Menschen in Deutschland jetzt warten müssen. Die Menschen die Hilfe benötigen und eigentlich nicht warten können.

Das Betreuungsangebot ist in einigen Bereichen in der Pflege in letzter Zeit zurückgegangen. Bis zum Jahr 2030 wird es etwa circa 60.000 Pflegefachkräfte weniger geben, obwohl diese eigentlich gebraucht werden.

Quelle: bundesgesundheitsministerium.de

Wien: Pflege und Demenz. Was sind die größten Ängste im Alter?

Aus einer Umfrage wird ersichtlich, dass viele Furcht vor der Einsamkeit und Partnerlosigkeit haben. Die aller meisten haben in der Zukunft Angst vor der Unselbständigkeit. Dieses ergab eine Online-Umfrage vom Institut market im Auftag von Silver Living. Die Menschen im alter von 60 bis 69 Jahren haben, besonders Angst ein Pflegefall zu werden, das gaben 78 Prozent in den vorliegenden Altersgruppen an. Etwa 75 Prozent haben Angst schwer zu erkranken.

Die Demenz macht auch vielen sorgen davor fürchten sich 62 Prozent, laut der Online Umfrage und 61 Prozent haben Angst nicht mehr alleine sich im Alter zurecht zu finden. Bei den über 70-Jährigen haben 89 Prozent Angst ein Pflegefall zu werden und 75 Prozent schwer zu erkranken.

Es gaben 62 Prozent an Angst vor einer Demenz zu haben und 59 Prozent haben Angst von anderen abhängig zu. Die Einsamkeit macht vielen sorgen. Jeder zweite in den Altersgruppen der 60- bis 69-Jährigen, hat Angst später nur noch wenige Freunde und Bekannte zu haben und jeder dritte hat sogar Angst partnerlos zu sein.

Eine wichtige Rolle spielt für alle, die spätere Wohnform. Fast jeder wünscht sich später im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung betreut zu werden. Jedoch will kaum jemand im Haushalt von den Kindern oder Enkelkindern betreut werden.

Eine Alternative ist auch noch das Betreute Wohnen in speziellen Wohnanlagen. Niemand möchte später in ein Pflegeheim ziehen.

Quelle: kurier.at

Die Pflege geht jeden an

Claus Fussek ist pflegender Angehöriger aus München und setzt sich seit rund 40 Jahren mit dem Thema Pflege auseinander. Es ist an der Zeit das sich die Politik mehr mit Leidenschaft mit Thema Pflege beschäftigt wie Beispielsweise mit der Zukunft des Dieselantriebs. Die Pflege geht uns früher oder später alle an.

Die Gesellschaft verdrängt dieses Thema schon seit Jahren. Wir dürfen die Pflegebedürftigen und deren Angehörigen, aber nicht im Stich lassen, sonst bricht unser Sozialsystem auseinander. Beispielsweise gibt es für einen Kita-Platz einen Rechtsanspruch, dagegen gibt es aber keinen Anspruch auf Tages-und Nachtpflege zur Entlastung pflegender Angehöriger. Die aller meisten älteren Menschen wollen zu Hause selbst bestimmt in Ihrem gewohnten Umfeld wohnen und gepflegt werden.

 

Sehr schwer ist dieses gerade bei Menschen die einen Betreuungsaufwand rund um die Uhr benötigen, dieses kann heutzutage nicht alleine durch Pflegefachkräfte bewältigt werden. Die jenigen die unter dem System leiden sind die Angehörigen. Durch seelische, aber auch finanzielle Not wird dann auf die Dienste von osteuropäischen Haushaltshilfen zurück gegriffen. Diese kann aber nicht die Lösung sein. Was gebraucht wird sind flächendeckende, zeitintensive und bezahlbare ambulante Angebote mit qualifizierten Pflegefachkräften.

Beispielsweise für die Tagespflege, zeitintensive Nacht- und Wochenenddienste sind dringend geboten, damit der kostengünstige und größte Pflegedienst der Nation, die Angehörigen nicht zusammenbricht. Insbesondere die psychische Belastung von pflegenden Angehörigen kann sehr fatale Folgen haben, diese kann in Gewalt ausbrechen und die Pflegebedürftigen sind nicht mehr sicher. Ein ähnliches Model wie bei Kindermisshandlung ist nötig um rechtzeitig bei der häuslichen Pflege dieses zu erkennen.

Die Pflegenden brauchen Unterstützung, denn die Pflegebedürftigen brauchen Schutz. Wir müssen hinschauen statt wegschauen, der Grundsatz sollte nicht nur daheim gelten, sondern auch im Pflegeheim.

Quelle: http://www.maz-online.de

Stadt Ingolstadt: Pflege Zukunft Chance?

In Ingolstadt sind 40 Flüchtlinge in einer Ausbildung für soziale Berufe. Zusammen sind es 40 Flüchtlinge in Ingolstadt, die derzeit in einer Ausbildung für einen Pflegeberuf oder in der Vorbereitungsklasse hierfür „Ingolstadt war eine der ersten Städte, die Flüchtlingen ein konkretes Angebot zur Qualifizierung für eine spätere Ausbildung im Pflegebereich gemacht hat“, so Bürgermeister Albert Wittmann, der erste Jahrgang konnte jetzt die Berufsausbildung beginnen .

Ein großer Erfolg und beispielhaft für andere Kommunen. Im September begann am Berufsbildungszentrum der 2. Jahrgang der Vorbereitungsklasse, dafür durchlaufen 

22 Personen die einjährige Qualifizierungsmaßnahme, um anschließend eine Ausbildung in einem Pflegeberuf aufnehmen zu können.

Sieben Personen werden in der Berufsfachschule für Altenpfleger ausgebildet (Ausbildungsende Sommer 2018), im Bildungszentrum für Pflege, Gesundheit und Soziales erlernen acht Personen den Beruf des Sozialbetreuers in der Sozialpflege (Ausbildungsende August 2019).

Quelle : http://www.ingolstadt.de


Grazer Forscher haben bei Behinderung mit Bewegungsdefizit den Grund erkannt

Es wurde das Zusammenspiel von Muskeln und Sehnen erkannt. Wenn bei der Geburt das Gehirn nicht mit genügend Sauerstoff versorgt wird, führt diese Cerebralparese zu einer lebenslangen Beeinträchtigung in der Bewegung. Ein Wissenschafts-Team der Uni Graz und der Med Uni Graz ist der Ursache auf den Grund gegangen: Durch ein Vergleichsstudie zwischen gesunden und Kindern mit Beeinträchtigung, hat die Studie gezeigt, das die Behinderung kurze Muskeln und längere Sehnen hervorruft. Es kann dadurch die von der Muskulatur erzeugte Kraft, eventuell nicht entsprechend weitergeleitet werden.

Das Ziel ist es dem entgegen zu wirken und den Betroffenen zu helfen, durch die gemeinsame Forschung an den beiden Universitäten im Bereich des Kraft- und Beweglichkeitstrainings. Eine Cerebralparese, durch frühkindliche Gehirnschädigung verursachte Bewegungsstörung, ist bisher nicht heilbar.

 

Deshalb ist es umso wichtiger die Therapie zu verbessern. Univ.-Prof. Dr. Markus Tilp und Annika Kruse, MA, vom Institut für Sportwissenschaft der Karl-Franzens-Universität Graz und PD Dr. Martin Svehlik von der Medizinischen Universität Graz haben die Beinmuskulatur von Kindern genauer unter die Lupe genommen.

Gezielt wurde Mithilfe von Ultraschall das Zusammenspiel von Muskel und Sehnen beobachtet. „Dabei haben wir festgestellt, dass im Vergleich zu gesunden Kindern, die Muskeln kürzer, die Sehnen hingegen länger ausgebildet sind“, erklärte Tilp.

Die dadurch gehemmte Wechselwirkung führt zu einer verringerten Festigkeit der Sehnen, so dass eine Anspannung des Muskels zu schwach ausfällt und eine störungsfreie Bewegung unterbleibt. Sportwissenschaftler deutet darauf hin: „Selbst bei den leichten Fällen von Cerebralparesen war die Maximalkraft der Kinder, um fast 50 Prozent geringer als bei gesunden Kindern.“ Im nächsten Schritt wird das interuniversitäre Forscher-Team die Therapie des Stretchings, die zudem häufig in Fällen von Cerebralparesen Anwendung findet, genauer betrachten.

Das Ziel ist die Wirkung von der Behandlungsform zu erkennen und ein entsprechendes Trainingsprogramm zu entwickeln.

Weiter Informationen zur Forschung sciencedirect.com 

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